Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
08.07.2015

Hug investiert trotz starkem Franken

Die Franken-Hausse bringt auch für die Backwaren-Unternehmung HUG AG in Malters/Luzern Herausforderungen mit sich. Dennoch wil die Gruppe in Menschen und Maschinen investieren.

Zum einen werden durch die Frankenstärke die Export-Pläne erschwert und zum anderen sind Import-Druck und Einkaufstourismus grösser geworden. Gleichzeitig konsumieren die Schweizerinnen und Schweizer weniger Biscuits. Wegen schwachem Konsum und Tourismus ist der Gastro-Umsatz in der Schweiz ebenfalls zurückgegangen. Diese Umstände haben zur Folge, dass der Umsatz der Unternehmensgruppe HUG-Familie per Ende Juni insgesamt knapp auf Vorjahr liegt. Trotz dieser erschwerten Bedingungen investiert die HUG AG in Personal und Infrastruktur. Zudem will das Unternehmen mit der überarbeiteten Strategie die Marken HUG, Wernli und DAR-VIDA weiter stärken. Im Ausland legt die Gruppe einen besonderen Fokus auf die Tartelettes-Produkte.

Stärkung der Geschäftsführung. Den Bereich Food Service, mit dem Hauptprodukt Tartelettes, vertritt neu ein verantwortlicher Leiter in der Geschäftsleitung. Zudem hat das Unternehmen Anna Hug als Vertreterin der fünften Generation in die Geschäftsleitung gewählt. Sie übernimmt den Bereich «Entwicklung und Innovation». Im Verwaltungsrat ist Sabine Jaggy zurückgetreten. Die frühere Rektorin der Hochschule für Wirtschaft hat zwölf Jahre in der HUG-Familie mitgewirkt. Neu wurde Alexandra Post aus Pully bei Lausanne in den Verwaltungsrat gewählt. Sie bringt viel Erfahrung im Marketing von Konsumgütern mit und führt ihre eigene Beratungsunternehmung.

Neue Anlagen in Malters und Trimbach. In den kommenden zwei Jahren investiert das Unternehmen in Malters/Luzern und Trimbach/Olten rund 20 Millionen Franken in Anlagen und Gebäudeerweiterungen. In Trimbach sind Anlagen-Umbauten und Rationalisierungen vorgesehen, insbesondere auch neue Packungssysteme. In Malters wird eine alte Anlage durch eine komplett neue Anlage für die stark wachsenden DAR-VIDA Produkte ersetzt.

Null-Wachstum 2015 in Sicht. Die Bremsspuren im Export sowie der rückläufige Konsum in der Schweiz werden 2015 zu einer Stagnation führen. Erfreulich ist das weitere Wachstum der Marke DAR-VIDA in der Schweiz sowie der Spezialcracker im Ausland. Bedingt durch die Frankenstärke werden weitere Private Label-Umsätze aufgegeben werden müssen, wie das bereits bei der ersten Franken-Aufwertung im Jahr 2011 der Fall war.



Die Hug-Familie trotz dem starken Franken und wird in den kommenden zwei Jahren in die Produktionsstandorte von Malters und Trimbach rund 20 Millionen Franken in Anlagen und Gebäudeerweiterung investieren