Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
26.02.2015

Orior steigert Gewinn

Die im Frisch-Convenience-Food und in der Fleischveredelung führende Schweizer Lebensmittelgruppe Orior kann auf ein gutes Jahr 2014 zurückblicken. Bei einem leicht höheren Umsatz liessen sich die Margen auf Gruppenebene steigern. Wachstumstreiber war das Convenience-Geschäft; ausschlaggebend waren dabei insbesondere die vegetarischen Spezialitäten, die Geflügelprodukte sowie die gluten- und laktosefreien Produkte. Gestützt auf die führende Stellung in ihren Märkten und die hohe Innovationskraft, blickt die Gruppe zuversichtlich in die Zukunft.

Die Orior Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Nettoerlös von CHF 521,6 Millionen und übertraf damit das Vorjahr, trotz bedeutend weniger Exportumsatz. Im Hauptmarkt Schweiz erzielte das Unternhmen ein Wachstum von 1,4 Prozent. Der EBITDA stieg dank dem starken zweiten Halbjahr um 2,2 Prozent auf CHF 48,0 Millionen Das entspricht einer Marge von 9,2 Prozent, gegenüber 9,0 Prozent im Vorjahr. Der Reingewinn erreichte mit CHF 26,5 Millionen eine Verbesserung um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies kommt einem Gewinn von CHF 4,48 je Aktie gleich (Vorjahr CHF 4,26 je Aktie). Der operative Cash Flow sank wie erwartet von CHF 40,5 Millionen im Vorjahr auf CHF 28,6 Millionen Hauptgründe dafür waren geänderte Zahlungsmodalitäten sowie die Bezahlung von Steuern aus Vorjahren. Mit 53,5 Prozent konnte die Gruppe die Eigenkapitalquote erneut steigeren. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 26. März 2015, erneut eine leicht höhere Dividende von CHF 2,00 je Aktie auszuzahlen. Das ergibt eine Ausschüttungsquote von 44,6 Prozent des Reingewinns und entspricht der Dividendenpolitik von Orior. Die Auszahlung erfolgt aus Kapitaleinlagereserven und somit ohne Abzug der Verrechnungssteuer.
Für das laufende Geschäftsjahr dürfte sich das Segment Convenience weiterhin gut entwickeln. Frisch-Convenience und Ultra-Frisch-Convenience bleiben auch künftig Wachstumsmärkte. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten haben das Bedürfnis nach schnell zubereiteten, qualitativ hochstehenden, gesunden und abwechslungsreichen Mahlzeiten. Ebenfalls überproportional zulegen wird auch der Markt für vegetarische und vegane Produkte. Die Arrondierungsakquisition Noppa AG liefert zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung des Produktportfolios in diesem Bereich. Hinzu kommt das Bedürfnis der Konsumenten nach einem erweiterten Angebot an Produkten, die spezielle Ernährungsformen wie beispielsweise Diäten oder Intoleranzen berücksichtigen. Gestützt auf ihre führende Stellung, wird Orior an diesem Wachstum teilhaben. Das Segment Refinement erwartet für das Geschäftsjahr 2015 ebenfalls ein leichtes Wachstum. Die tieferen Schweinefleischpreise dürften sich in den ersten Monaten des Jahres positiv auf die Rentabilität auswirken. Im Frühling ist dann allerdings mit Preisanpassungen zu rechnen. Für gereifte Produkte, wie etwa Rohschinken, verschiebt sich der positive Preiseffekt um die jeweilige Reifezeit, das heisst um bis zu 18 Monate. Im Exportgeschäft rechnet Orior im laufenden Jahr mit einem leicht rückläufigen bis gleichbleibenden Absatz. Hier fällt vor allem der starke Franken negativ ins Gewicht, wobei der überschaubare Exportumsatz sich nur gering auf die Rentabilität der gesamten Gruppe auswirken wird. Aus heutiger Sicht wird aufgrund des starken Schweizer Frankens kein wesentlicher Einfluss erwartet. Zweifelsohne werden Grenzregionen und der Tourismus Umsatzrückgänge verzeichnen müssen. Dies kann auch Orior partiell treffen. Die Reaktionen des Marktes und der Akteure auf den starken Schweizer Franken könnten den Wettbewerb, zum Beispiel durch verstärkte Importe, erhöhen. Die Kerngeschäfte von Orior sind optimal ausgerichtet – zusammen mit einer starken Innovationskultur und Fokus auf Qualität und Frische ist das Produkt- und Markenportfolio von Orior bestens positioniert.



Das auf Frisch-Convenience-Produkte spezialisierte Segement Convenience weist für das Geschäftsjahr 2014 eine Umsatzzunahme und eine Marge auf Vorjahrsniveu aus