Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
19.08.2015

Orior steigert operatives Ergebnis

Eine der in den Bereichen Frisch-Convenience und Fleischveredelung führende Schweizer Lebensmittelgruppe Orior hat sich im ersten Halbjahr 2015 in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet und das operative Ergebnis (EBIT) um 6,9 Prozent auf CHF 15,0 Millionen und die Marge um 66 Basispunkte auf 6,2 Prozent gesteigert. Der wechselkursbereinigte Reingewinn steigerte sich um 6,4 Prozent auf CHF 11,5 Millionen Dank starken Partnerschaften und hoher Innovationskadenz konnte die Gruppe im rückläufigen Gesamtmarkt ihre Volumen weitgehend halten und teilweise Marktanteile ausbauen. Das vom starken Schweizer Franken geprägte Umfeld spiegelt sich im Nettoerlös, der mit CHF 241,5 Millionen 4,6 Prozent unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode liegt. Günstige Beschaf-fungsbedingungen und Fokus auf operative Effizienz erlauben eine Verbesserung der EBITDA-Marge um 48 Basispunkte auf 9,3 Prozent. Ebenfalls gelang es dem Unternehmen dank erhöhtem Fokus auf das Working Capital, den operativen Cash Flow von CHF 2,3 Millionen auf CHF 13,9 Millionen stark zu steigern.

Die ersten sechs Monate 2015 standen im Zeichen des starken Schweizer Frankens. Sowohl der Detailhandel als auch die Gastronomie haben dies zu spüren bekommen, insbesondere in den Tourismus- und Grenzregionen. Die Frankenstärke und damit verbundene Preisnachlässe, Minusteuerung aufgrund der derzeit eher tieferen Rohstoffpreise sowie tiefere nominale Exportumsätze wirkten sich negativ auf den Nettoerlös von Orior aus. Die Volumen konnte das Unternehmen dank starken Marktpositionen und hoher Innovationskraft weitgehend halten. Das neue Führungsteam hat in verschiedenen Bereichen unmittelbar wirksame Wachstumsinitiativen und Massnahmen zur Rentabilitätsverbesserung lanciert. Dazu zählen unter anderem die Schärfung der Marken «Ticinella» und «Albert Spiess», die Straffung der Produktportfolios, die breit angelegte Werksentwicklungsplanung über alle Kompetenzzentren und Standorte hinweg, sowie der gruppenübergreifende Einkauf von Rohstoffen. Unter dem Titel «Orior 2020» hat das neue Management im Mai 2015 einen Strategieprozess eingeleitet, in den neben dem Verwaltungsrat, dem Management Board und der erweiterten Geschäfts-leitung insbesondere auch Kader- und weitere Schlüsselmitarbeitende eingebunden sind. Die Strategie 2020 wird die Grundlage bilden, um die Erfolgsgeschichte von Orior weiterzuschreiben.
Für das zweite Halbjahr 2015 erwartet die Gruppe einerseits weiterhin anspruchsvolle Rahmen-bedingungen, wodurch auch die Umsätze unter Druck bleiben dürften. Andererseits ist mit guten Bedingungen für die Rohstoffbeschaffung zu rechnen, was positiv wirken dürfte. Orior investiert weiter in ihre Innovationskraft und in ihre Marken, um ihre führenden Marktstellungen in ausgewählten Nischen auszubauen. Gleichzeitig wird das Produktportfolio geschärft und noch konsequenter auf nachhaltiges profitables Wachstum ausgerichtet. Im Fokus bleibt das permanente Arbeiten an der Kostenstruktur, der Effizienz und Agilität. In der Summe blickt die Gruppe zuversichtlich auf das zweite Halbjahr.