Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
02.11.2015

Ramseier verlagert Produktion von Weichpackung nach Sursee

Der Schweizer Obstverarbeiter Ramseier Suisse verlagert die Produktion von Weichpackungen von Kiesen (BE) nach Sursee (LU). Das Schweizer Unternehmen investiert in zwei neue Weichpackungsanlagen am Hauptsitz in Sursee. Der Produktionsstandort in Kiesen schlisst das Unternehmen per Anfang 2017.

Aufgrund der Verschiebung zu PET- und Dosengebinde sind die Ausstosszahlen der Weichpackungsproduktion von Ramseier am Standort Kiesen in den letzten Jahren markant gesunken. Nun konzentriert der Schweizer Obstverarbeiter die Produktion in Sursee. Das Unternehmen investiere sechs Millionen Franken in zwei neue Weichpackungsanlagen in Sursee. Mit dem Bau der neuen Weichpackungsanlagen wollen die Verantwortlichen einerseits die Prozessabläufe straffen, andererseits das Weichpackungssortiment effizienter produzieren. Die Belegschaft am Standort Kiesen wird noch rund ein Jahr produzieren; die Inbetriebnahme der zwei neuen Weichpackungsanlagen in Sursee ist per Ende Jahr 2016 geplant. Am Standort in Kiesen sind heute 16 Mitarbeitende beschäftigt. Diese hat die Unternehmensleitung bereits im Februar 2015 über die Pläne einer Produktionsverlagerung informiert. Mit mehr als der Hälfte der Mitarbeitenden konnten die Verantwortlichen eine Lösung finden – Pensionierungen und Arbeitsstellen in Sursee. Die restlichen sieben Mitarbeitenden begleitet und unterstützt Ramseier beim Umstrukturierungsprozess. Neben der Weichpackungsproduktion betreibt das Unternehmen in der Herbstzeit in Kiesen auch eine Mosterei. Hier wird das Mostobst aus den Regionen Bern, Wallis und Westschweiz angenommen und verarbeitet. Ziel ist es, nach Verlagerung der Weichpackungsproduktion nach Sursee das Mostobst der Obstbauern aus der Region wie bisher anzunehmen. Die Mostobstverarbeitung bis hin zur Veredelung zu Premiumprodukten, gehört zu den Kernkompetenzen von Ramseier.  Jährlich verarbeitet das Unternehmen mit Hauptsitz in Sursee mehr als die Hälfte der gesamten Schweizer Mostobsternte.



Mit dem Bau der neuen Weichpackungsanlagen will das Unternehmen die Prozessabläufe straffen und das Weichpackungssortiment effizienter produzieren