Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
07.09.2015

Schweizer Milchverarbeiterin trotzt Frankenstärke

Bilder: EMMI AG

Die Schweizer Milchverarbeiterin Emmi erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz, der mit CHF 1563,0 Millionen um -3,8 Prozent (organisch -1,7 Prozent) unter dem entsprechenden Vorjahreswert von CHF 1624,9 Millionen liegt. Die Divisionen Schweiz und Americas entwickelten sich entsprechend der Prognosen des Unternehmens. Die Division Europa schnitt besser als erwartet ab. Bei einem bereinigten EBIT von CHF 84,9 Millionen gegenüber CHF 74,3 Millionen (+11,4 Prozent) resultierte eine bereinigte EBIT-Marge von 5,4 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent). Der bereinigte Reingewinn belief sich auf CHF 46,6 Millionen im Vergleich zu CHF 45,2 Millionen im Vorjahr (+3,1 Prozent), mit einer bereinigten Reingewinnmarge von 3,0 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent). Damit hat Emmi die Ertragsziele übertroffen. Der Umsatz in der Division Schweiz lag mit CHF 874,2 Millionen 3,0 Prozent unter der Vorjahresperiode (CHF 900,9 Millionen). Diese Entwicklung reflektiert das rückläufige Detailhandelsgeschäft, den Preiskampf im Industriegeschäft und die währungsbedingte Flaute im Tourismus. Alle strategischen Sparten im Heimmarkt verzeichneten Umsatzeinbussen. Der Rückgang bei den Molkereiprodukten (Milch, Rahm, Butter) war durch Mengenrückgänge und tiefere Milchpreise bedingt. Die Einbussen beim Käse reflektieren die um 7,8 Prozent höheren Käseimporte. Der nahezu stabile Umsatz bei den Frischprodukten ist ein Verdienst der guten Entwicklung von Emmi Caffè Latte, Jogurtpur und dem neuen, proteinreichen YoQua. Beim Frischkäse blieben die Mengen praktisch stabil, die Preise gaben jedoch aufgrund des hohen Importdrucks nach. Pulver/Konzentrate litten unter dem massiven Preiskampf im Indus-triegeschäft. Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz beträgt 55,9 Prozent (Vorjahr: 55,5 Prozent). Emmi geht für das Geschäftsjahr 2015 von einer anhaltend angespannten Marktsituation aus. In der Schweiz werden der höhere Einkaufstourismus  und Importdruck, der Preiskampf im Industriegeschäft und der rückläufige Konsum in der Gastronomie zu spüren sein. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die negativen Auswirkungen der Euroschwäche auf den Umsatz in der Schweiz in der zweiten Jahreshälfte eher noch verstärken. Auf Konzernstufe hält Emmi an ihrem Umsatzziel fest und erwartet weiterhin einen organischen Umsatzrückgang von -3 Prozent bis -2 Prozent. Das EBIT erwartet Emmi zwischen CHF 170 Millionen und CHF 180 Millionen (bisher CHF 150 Millionen bis CHF 160 Millionen). Die Reingewinnmarge wird voraussichtlich leicht über 3 Prozent liegen.