Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
05.02.2015

Umsatzwachstum von Emmi verläuft nach Plan

Emmi erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Nettoumsatz von CHF 3404,0 Millionen, was einem Zuwachs von 3,2 Prozent entspricht. Damit erfüllt Emmi ihre Vorgaben. Das positive Resultat gründet auf der Stärkung des Auslandgeschäfts und der erfreulichen Entwicklung der Division Schweiz, die das organische Wachstum des ersten Halbjahres bestätigte.

Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Emmi einen Umsatz von CHF 3404,0 Millionen; ein Zuwachs von 3,2 Prozent gegenüber CHF 3298,2 Millionen im Vorjahr. Organisch, das heisst bereinigt um Akquisitions- und Fremdwährungseffekte, stieg der Umsatz auf Konzernstufe um 3,0 Prozent. Alle Produktsegmente des Kerngeschäfts von Emmi leisteten positive Beiträge. Die aufgrund des hohen Milchaufkommens notwendigen Entlastungsexporte für Butter und Milch verursachten im ersten Halbjahr hohe Zuwächse in den Segmenten Molkereiprodukte und Pulver/Konzentrate. Bereinigt um diese nicht-strategischen Exporte belief sich das organische Wachstum auf Konzernstufe auf 2,5 Prozent, was in der Mitte der Bandbreite der mittelfristigen Prognose von 2 Prozent bis 3 Prozent liegt.

In der Division Schweiz stieg der Umsatz von CHF 1863,1 Millionen auf CHF 1888,1 Millionen. Dies entspricht einem Wachstum von 1,3 Prozent. Bereinigt um Akquisitionseffekte resultierte ein Plus von 1,2 Prozent. Ein positiver Akquisitionseffekt ist auf den Zukauf der Käserei Studer per 1. Juli 2013 zurückzuführen, ein negativer auf den Verkauf der Nutrifrais-Anteile per 1. April 2013.
Zur guten Entwicklung in der Schweiz trugen verschiedene erfolgreiche Markenkonzepte bei. So bewies Emmi Caffè Latte erneut eine gute Form. Zuwachs notierten auch Käsespezialitäten wie Kaltbach und Der Scharfe Maxx. Ebenfalls bestätigt hat sich die gute Entwicklung des zusatzstofffreien Jogurtpur. Im Bereich Frischkäse wirkte sich die neue Mozzarella-Rezeptur günstig auf die Umsätze aus. Einen leicht positiven Effekt verursachten auch die höheren Milchpreise. Unter den Erwartungen blieben hingegen die Milchdrinks und die AOP-Käse, insbesondere Emmentaler AOP. Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz betrug 55 Prozent (Vorjahr 56 Prozent).

In der Division Europa stieg der Umsatz von CHF 469,9 Millionen auf CHF 508,8 Millionen; eine Steigerung von 8,3 Prozent. Organisch blieb der Umsatz stabil. Der Akquisitionseffekt ist auf den Zukauf des Dessertherstellers Rachelli (per 1. August 2013), die mit der Beteiligungserhöhung an der Gläsernen Molkerei (per 1. Oktober 2014) einhergehende Vollkonsolidierung dieser Gruppe sowie den Verkauf von Trentinalatte (per 31. Oktober 2014) zurückzuführen. Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz betrug 15 Prozent (Vorjahr 14 Prozent). 

Ausblick
Der starke Schweizer Franken beeinflusst Emmi wie andere exportierende Unternehmen in der Schweiz. Von der Euro-Schwäche sind Exportumsätze in der Grössenordnung von etwa CHF 400 Millionen betroffen. Emmi hat ein Massnahmenpaket geschnürt. Dieses umfasst Preiserhöhungen für Exportprodukte, weitere Effizienzprogramme in den Betrieben, Preissenkungen für zu Exportprodukten verarbeitete Milch sowie Preisverhandlungen mit internationalen Lieferanten. Emmi bemüht sich, dass Schweizer Milchprodukte im internationalen Wettbewerb weiterhin genügend Absatzmöglichkeiten finden. Trotzdem wird die Umsatzentwicklung von Emmi durch die Währungseinflüsse gehemmt werden. Aufgrund der verschiedenen Massnahmen ist Emmi jedoch zuversichtlich, dass der Reingewinn auch 2015 im Rahmen der mittelfristigen Guidance von 2,5 Prozent bis 3,5 Prozent liegen wird.



Der Caffè Latte gehört zu den erfolgreichen Markenkonzepten des Unternehmens