Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 11/2016, 01.11.2016

Alles andere als old-fashioned

Apfelwein, Cidre, Cider, Viez oder wie der Schweizer so schön sagt «suure Moscht», ist ein Getränk, das auf eine lange Tradition blicken kann. Was fast schon etwas «angestaubt» wirkt, hat mit einer neuen Rezeptur den «modern Cider»-Markt in Schwung gebracht.

Autor: Redaktion LT

Bilder: Feldschlösschen Getränke AG

Obstweine haben eine lange Geschichte, die – wenn wir den Lexika glauben dürfen – wie so oft bei den Griechen, vor über 3000 Jahren begann und dann später ihre Fortsetzung bei den Römern und Germanen fand. Einer der bekanntesten Obstweine ist der Apfelwein oder «suure Moscht». Aus vergorenen Äpfeln gewonnen, erfrischt das Getränk bereits viele Generationen und löscht deren Durst. Doch ein Newcomer mischt seit wenigen Jahren den Schweizer Markt neu auf. Als Sombersby Apfel-Drink lanciert, hat sich der «modern Cider» von Feldschlösschen seinen Platz im Detailhandel und in der Gas-tronomie erobert und eine stetig grösser werdende Fangemeinde aufgebaut.

Aus dem kühlen Norden.

Die Idee zu diesem Apfel-Drink stammt aus den skandinavischen Ländern. «Unsere Kollegen in Dänemark und Schweden haben die Rezeptur entwickelt und damit rasch den «modern Cider»-Markt erschlossen. Beim Mutterkonzern Carlsberg lag die Überlegung nahe, das Getränk auch in anderen Ländern bekannt zu machen. So haben wir nach Rezepturanpassungen auch in der Schweiz mit der Produktion und Vermarktung begonnen. Was 2013 seinen Anfang nahm, ist heute ein etabliertes Produkt», erklärt Rüdiger Galm, Leiter Produktentwicklung bei Feldschlösschen.

Das Geheimnis liegt im Fruchtwein.

Die Grundlage des modernen Getränks ist ein Fruchtwein – und das mit Absicht, denn: «Beim Vergären von Obst, wie Äpfel, Birnen oder Trauben, entstehen die typischen Most-Aromen, die wir jedoch nicht haben wollen. Unser Drink sollte möglichst rein und fruchtig sein, und so haben sich unsere Entwickler entschieden, als Basis einen Fruchtwein zu nehmen. Dieser liefert die fein-alkoholische Basis. Der Apfelgeschmack des Fruchtsafts ist sensorisch wesensbestimmend für das Getränk und steht damit im Vordergrund,» so der Spezialist. Daraus resultiert auch die Bezeichnung Apfel-Drink, worauf das Unternehmen grossen Wert legt.

Da Feldschlösschen als Brauerei seine Stärken auf die Herstellung von Bier legt, haben sich die Entwickler für die Produktion von Somersby einen Partner gesucht, der die Vergärung und Fruchtweinherstellung übernimmt. Eine wesentliche Zutat ist die Hefe, die aus der Hefebank von Carlsberg stammt. Die weitere Verarbeitung übernehmen dann die Spezialisten im Schloss. «Auch wenn wir mit einem externen Partner zusammen arbeiten, liegt die grösste Wertschöpfung unseres Apfel-Drinks in der Schweiz, denn wir produzieren das Getränk hier fertig, füllen es ab und nutzen unsere Vertriebskanäle», sagt Gaby Gerber, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Feldschlösschen.

International und doch in der Schweiz zu Hause.

Obwohl Somersby in über 35 Ländern erhältlich ist, haben die Entwickler die Rezeptur nicht nur dem Schweizer Geschmack angepasst. «In jedem Land sieht die Rechtslage etwas anders aus, so ergeben sich daraus entsprechende Rezepturänderungen. Für unser Schweizer Produkt haben wir bei der Entwicklung eng mit unserem Konsumenten-Panel zusammengearbeitet. Diese Informationen haben wir dann in die Konzeption der Rezeptur einfliessen lassen und sind mit dem Ergebnis und dem Erfolg unseres Apfel-Drinks sehr zufrieden», meint die Kommunikationsleiterin. So hat sich das Produkt gut im Markt etabliert.

Stets unter Kontrolle.

Damit das auch so bleibt, unterliegt der Drink strengen Qualitätskontrollen. Abgesehen von den mikrobiologischen Analysen begleiten die Mitarbeiter an der Linie jeden Prozessschritt auch degustatorisch. Sie prüfen regelmässig Geschmack und Aussehen. Damit sie auch in der Lage sind, das Geprüfte fachgerecht beurteilen zu können, erhalten alle Mitarbeiter Schulungen. «Abgesehen davon, dass unsere Leute durch die täglichen Degustationen auch täglich trainieren, machen wir zudem spezifische Schulungen mit off-Flavors. Anhand dieser Fehlaromen sensibilisieren wir unser Personal und können so sicherstellen, dass sie in der Produktion auch in der Lage sind, die Qualität zu erkennen und notfalls die richtigen Schritte einleiten können. Auf diese Weise haben wir ein optimales Profi-Panel im Einsatz», sagt Galm.

Neue Wege beschreiten.

Mit dem modernen «Cider» betritt die Brauerei neue Wege, denn das Getränk liegt völlig ausserhalb der Bierkategorie. Dennoch passt es gemäss der Kommunikationsleiterin optimal in das Produktportfolio der Brauerei: «Bier ist ein Getränk, das gerne unter Freunden, bei Partys und im Ausgang getrunken wird. Und so verhält es sich auch mit Somersby. Es ist kein starres, generisches Produkt, sondern verkörpert Lebensfreude und das Vergnügen, seine Zeit in netter Gesellschaft zu verbringen. Daher sprechen wir auch keine genaue Zielgruppe an, sondern viel mehr eine Konsumsituation: Die Zeit gemeinsam zu verbringen, draussen zu feiern und zu grillen und einen schönen Abend mit Freunden zu haben. Obwohl wir den Genuss mit Eis empfehlen, hat es sich gezeigt, dass unser Apfel-Drink auch im Winter bei der Konsumentenschaft ankommt. Es unterliegt daher keiner starken Saisonalität wie etwa Panaché. Der Drink passt zu Jung und Alt und ist besonders für Personen eine Alternative, denen Bier nicht schmeckt. Es ist auch eine Einladung mal etwas Neues auszuprobieren und dafür offen zu sein – eben ‹stay open minded› wie unser Werbeträger Lord Somersby sagt.»



Weitere Informationen:
Feldschlösschen Getränke AG
www.feldschloesschen.com



Der Apfel-Drink ist im Geschmack an die Vorlieben des Schweizer Marktes angepasst


Qualitätskontrollen begleiten jeden Prozessschritt und sorgen für ein optimales Getränk