Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 11/2016, 01.11.2016

Eine «haarige» Sache

Zu einer hygienischen Bekleidung gehören zwingend Kopfbedeckungen, die Haarkontamination vermeiden sollen.Doch in der Praxis sieht das oft anders aus – auch wenn Mitarbeiter Hauben tragen.

Autor: Redaktion LT

Bilder: SOLIDA AG

Der Mensch verliert täglich bis zu 150 Haare. Was zunächst nicht weiter interessant erscheint, bekommt jedoch in Hygiene- und Reinraumbereichen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie eine grosse Bedeutung. Denn hier ist «ein Haar in der Suppe» schon zu viel. Um Kontaminationen durch Haare und Hautschuppen zu verhindern, müssen Mitarbeiter zu der vorgeschriebenen Schutzkleidung auch Kopfbedeckungen tragen.

Diese Tatsache ist jetzt keineswegs neu und für das Laborpersonal, wie auch für Betriebsangehörige der Lebensmittel- industrie, eine Alltäglichkeit. Der Griff zu den Hauben ist ebenso Routine wie das Händewaschen und -desinfizieren. Und dennoch kommt es immer wieder zu Kontaminationen mit Haaren. Die Gründe dafür sind bei näherer Betrachtung vielfältig.

Kleiner Effekt – grosse Wirkung.

Einer – und wohl der wichtigste Faktor – ist der Tragekomfort der Hauben, wie Christian Menet, Vertriebsleiter Solida, aus Erfahrung weiss: «Wer acht Stunden täglich etwas auf dem Kopf tragen muss, greift sich in dieser Zeit unweigerlich auch mal in die Haare. Sei es, um sich zu kratzen, den Schweiss abzuwischen oder die Kopfbedeckung zu verschieben, da der Rand mit der Zeit zu drücken beginnt. Damit können lose Haare und Hautschüppchen schnell mal herunterfallen und fürs erste auf der Kleidung liegenbleiben. Der Weg von dort zu Oberflächen, Lebensmitteln, Laborproben, Werkzeugen und ähnlichem ist nicht mehr weit und geschieht mit einem Lufthauch. Und schon ist es zur Kontamination gekommen.» Ein naturgegebenes Verhalten unterdrücken oder verhindern zu wollen ist eine Utopie, denn Kratzen oder schmerzende Stellen reiben ist ein Reflex und lässt sich nicht vermeiden. Doch mit der richtigen Kopfbedeckung lässt sich vieles reduzieren oder sogar verhindern.

Faservlies versus Micromesh.

Zu der Standardausrüstung für hygienische Bekleidung gehören Hauben, die meistens aus Faservlies hergestellt sind. «Diese bestehen aus Polypropylenfasern, die durch ein spezielles Verfahren verklebt sind. Dadurch entsteht ein dichter ‹Stoff›, der jedoch stark verdichtete und lockere Stellen aufweist. Mit blossem Auge ist die Flächenstruktur nicht zu erkennen. Zudem sind die lockeren Gewebestellen keineswegs in einer Grösse bei der Haare oder Schuppen einfach durchdringen können. Doch das Faser-vlies erzeugt bei wärmeren Temperaturen mit der Zeit ein unangenehmes Klima, sodass Mitarbeiter mit den Fingern unter die Haube fassen. Damit ist das Rückhaltevermögen nicht mehr gegeben. Zudem besteht die Gefahr, dass das Vlies unbemerkt reisst und auch so Haare und Hautpartikel den ‹Weg ins Freie› finden», so der Fachmann.

Eine Alternative stellen Hauben aus Micromesh dar. Diese bestehen aus Polyamid und sind ein in sich geschlossenes textiles Material. Die kontrolliert mechanisch verbundenen Fäden bilden eine regelmässige Struktur mit gleichmässigem Rastermass. Dieses Gewebe sichert eine konstante Körpertemperatur und hilft so ein optimales Mikroklima zu erzeugen. Die atmungsaktive Kopfbedeckung sorgt für Luftzirkulation und transportiert die auf der Kopfhaut auftretende Feuchtigkeit sofort auf die Aussenseite der Haube, die dort verdunstet. Zudem ist die Haube reissfest, sodass Mitarbeiter weder beim Aufsetzen noch eventuellem Kratzen unbemerkt das Gewebe zerreissen.

Elastischer Rand.

Für einen hohen Tragekomfort kommt es aber nicht nur auf das Mikroklima an. Es ist auch wichtig, dass die Haube dicht abschliesst und dabei keine Druckstellen verursacht. «Bei unserer Kopfbedeckung haben wir eine Randelastik gewählt, die nicht einschneidet. Dafür liegt die Randelastik nicht direkt auf der Kopfhaut auf, wie es etwa bei Kettelnahten der Fall ist, sondern wir falten das Gewebe und ziehen einen dünnen latexfreien Gummizug durch. Damit gibt es keinen direkten Hautkontakt und wir vermeiden Abdrücke und Einschneiden», erklärt Menet.

Optimale Haarabdeckung.

Ein Hygienefaktor hängt wesentlich vom Mitarbeiterverhalten ab: die 100-prozentige Haarabdeckung. Denn Haare können nicht nur durch Materialöffnungen austreten. Der häufigste Grund für Haarkontamination ist die Art, die Kopfbedeckung zu tragen. Es dürfen nirgends Haare unter der Haube herausragend, sondern das Haarvolumen muss komplett abgedeckt sein. Nur wenn keine Haare hervorstehen, lässt sich auch die geforderte Hygiene sicherstellen.

Rund-um-Schutz.

In manchen Bereichen, wie etwa in Reinräumen oder bei speziellen Prozessen in der Pharmaindustrie, genügt die Abdeckung des Haarvolumens nicht. Hier müssen die Kopfbedeckungen bis auf die Schulter reichen und zum Teil auch Mund und Nase abdecken. «Mit der Astrohaube umhüllen wir Kopf, Hals, Schulter und gewisse Gesichtspartien. Auch hier profitieren Mitarbeiter vom Klimamanagement der Haube. Das hygienisch dichte, luftdurchlässige und atmungsaktive Gewebe erlaubt den Temperaturausgleich und erleichtert dem Personal damit die Arbeitsbedingungen», so der Vertriebsleiter.

Qualität hat ihren Preis.

Wie bei vielen Qualitätsprodukten, hat auch die Micromesh-Haube ihren Preis, der brutto bei etwa 27 Rappen pro Stück liegt. Auch wenn das im Vergleich zur Faser-vlieshaube deutlich höher ist, lohnt sich gemäss Menet der Aufpreis, «denn der Tragekomfort ist ungleich höher und für viele Mitarbeiter ein absoluter Mehrwert. Die damit verbundene Leistungsfähigkeit sollte Arbeitgebern den Aufwand wert sein», so der Vertriebsleiter.


Weitere Informationen:
Solida AG
www.solidaag.ch



Die Randelastik der Rundhaube sorgt für einen angenehmen Tragekomfort, da der Gummi weder einschneidet noch Druckstellen verursacht


Die regelmässige Struktur des Micromesh-
Gewebes erzeugt ein optimales Mikroklima und erhöht den Wohlfühlfaktor bei Mitarbeitern


Die Astrohaube umhüllt Kopf, Hals und Schultern. Verschiedene Ausführungen bedecken auch Gesichtspartien wie Mund und Nase

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