Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Weiterbildung: Ausgabe 11/2016, 01.11.2016

Fit für die Zukunft

Die Arbeitswelt verändert sich rasant und der Wandel ist überall ersichtlich. Wir stehen vor einer exponentiellen Entwicklung. Die Rede ist von einer vierten industriellen Revolution.

Autor: Charlotte Rothenbühler Präsidentin des FLB

Bilder: Fotolia

Der Strukturwandel fordert die Arbeitnehmer aber auch die Arbeitgeber. Jeder muss sich neuen Erkenntnissen und Technologien anpassen, um stets aktiv am Geschehen mitzuwirken. Die duale Berufsbildung ist dabei von hoher Bedeutung und ein attraktiver Karriereweg. Leider ist dies noch nicht überall angekommen. In vielen Köpfen glänzt die Lehre noch nicht so wie ein Studium. Ein wesentlicher Faktor dabei ist, dass die Praxiserfahrungen und -kenntnisse immer wichtiger werden. Die gesetzlichen Anforderungen bedeuten zunehmend mehr Analysen und dabei darf die gesamte Dokumentenverwaltung nicht in Vergessenheit geraten. Um all dies auch in Zukunft zu bewältigen, braucht es gut ausgebildetes Personal.

Ein kurzer Rückblick

auf die Tätigkeiten der Laborantinnen und Laboranten EFZ ist ein Beispiel dafür. Noch vor 25 Jahren stand das Erlernen des Handwerks im Labor im Vordergrund. Das Verständnis für die Methodiken, das Fachrechnen, Materialkunde und naturwissenschaftliche Grundlagen waren im Lehrplan erhalten. Dazu gehörten die praktischen Aspekte der Sicherheit und des Laborunterhalts.

Heute führen Laborantinnen und Laboranten die Arbeiten selbständig alleine oder in einem Team aus. Sie sind in den verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft im Einsatz. Sie sichern die Qualität von Produkten oder beteiligen sich an deren Entwicklung. Sie helfen bei der Entwicklung neuer Verfahren, schützen die Umwelt und tragen mit fachgerechter Entsorgung Sorge zur Natur.

Heute arbeiten

Laborantinnen und Laboranten EFZ als Fachkräfte in Labors mit einem weitreichenden Verantwortlichkeitsbereich. Dazu kommt der Umgang mit Hightech-Laborequipment und datengeschützten Recherchen.

Lebensbegleitendes Lernen

ist das Konzept, das Menschen dazu befähigt, über ihre gesamte Lebensspanne hinweg aktiv in Bildungsprozessen engagiert zu sein. Dies von der Vorschule bis ins Alter. Im Verlauf unseres Lebens lernen wir stetig dazu. Wer am Ball bleiben will und damit aktiv am Geschehen mitwirken will, muss sich daher neuen Erkenntnissen und Techniken anpassen.

Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von Veränderungen und in einem Zeitalter des schier unbegrenzten Freizeitangebots. Trotzdem sollte der Wert eines Berufsverbands nicht vernachlässigt werden. Die Aus- und Weiterbildung bringt allen etwas. Genau dies sind die wichtigsten Kernaufgaben des Fachverbands Laborberufe (FLB).

Ausbildung:

Der Verband organisiert und unterstützt überbetriebliche Kurse, hat Mitspracherecht bei Reglementsänderungen zur Berufsausbildung und organisiert und unterstützt Lehrabschlussprüfungen.

Weiterbildung:

Auch im Bereich der Weiterbildung ist der FLB tätig. Er übernimmt die Qualitätskontrolle beim wblb und deren Ausgestaltung der HFP, berät bei den Ausbildungsmodulen zur HFP und organisiert und führt verbandseigene Weiterbildungen durch.

Mit dem Weg zur höheren Fachprüfung zur Naturwissenschaftlichen La- bortechnikerin / Naturwissenschaftlichen Labortechniker sind die Teilnehmenden theoretisch und praktisch fundiert weitergebildet. Es sind auch einzelne Module absolvierbar. Jedes Modul ist in sich eine abgeschlossene Ausbildungseinheit.


Weitere Informationen:
Fachverband Laborberufe (FLB)
www.laborberuf.ch
Verein Weiterbildung Laborberufe
www.wblb.ch