Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 03/2016, 08.03.2016

Neues Etikettiersystem für bewährte Anlage

Die Installation eines neuen Rollfed-Etikettierers Rollquattro bei General Soft Drinks, Lizenzabfüller von Coca-Cola-Produkten in Malta, hat bewiesen, dass sich eine vorhandene Anlage bei minimaler Produktionsunterbrechung mit neuer Technik aufrüsten lässt.

Autor: Sidel

Bilder: Sidel

Die Überlegungen von General Soft Drinks GSD, eine vorhandene Rollfed-Etikettiermaschine aufzurüsten, endeten mit der Entscheidung, bei Sidel, einem führenden Anbieter von PET-Lösungen für die Verpackung von Flüssigkeiten, eine neue Rollquattro-Etikettiermaschine zu erwerben. «Kurz vor Beginn der Hochsaison haben wir unsere Anfrage an Sidel gerichtet – ursprünglich, um unsere vorhandene Rollquattro mit allen einschlägigen Upgrades aufzurüsten», kommentiert Brian Galea, technischer Leiter bei GSD. «Sidel hat die Gesamtsituation für uns sorgfältig untersucht. Die Untersuchungsergebnisse und der Vergleich mit den Vorteilen einer Investition in eine neue Maschine erwies sich als sinnvoll. Der Zweck dieser Option zeigte sich schnell, insbesondere als uns klar wurde, wie rasch sie installierbar ist.»

Wettbewerbsfähigkeit auf einem kostenorientierten Markt.

Auf dem lokalen Markt für abgefülltes Wasser steht Malta mit dem benachbarten Italien in Konkurrenz, wo die Einwohner jährlich pro Kopf 176 Liter Flaschenwasser konsumieren. Berichten der Marktforschungsgruppe Euromonitor zufolge wurden in Italien, einem der grössten Wasserabfüller der Welt, 2014 insgesamt 11 Milliarden Liter Wasser verkauft. Für die Verbraucher in Italien und Malta ist Mineralwasser ein Alltagsgetränk und kein Luxusprodukt. Dennoch führt die Zahl der konkurrierenden Marken unweigerlich zu einem hart umkämpften Markt mit niedrigen Preisen, auf dem hohe Gewinne nur schwer zu erzielen sind. Der Maltesische Lizenzabfüller arbeitet daher mit messbaren Leistungsindikatoren, die er regelmässig überprüft, damit jeder Produktionsaspekt wettbewerbsfähig und gewinnbringend bleibt. Das gilt natürlich auch für die Leistung der am Prozess beteiligten Etikettiermaschinen.

Verbesserung der Gesamtbetriebskosten.

Der Getränkespezialist arbeitet seit 2002 mit Sidel zusammen. Damals erwarb das Unternehmen seine erste Anlage für die Abfüllung von Wasser in Glas- und PET-Flaschen. Eine zweite Anlage kam 2007 dazu, die ausschliesslich für die Abfüllung kohlensäurehaltiger Softdrinks in PET-Flaschen vorgesehen war. Diese stellen Fachleute zusammen mit der älteren Linie in einem neuen und modernen Werk auf. Beide Anlagen hat der Lizenzabfüller 2012 verlegt und im Rahmen einer Anlagenumrüstung modernisiert. Als sich das Unternehmen für eine Verbesserung der Effizienz und der Gesamtbetriebskosten der zwölf Jahre vorher erworbenen Anlage entschied, wandte es sich wieder an seinen Partner für PET-Lösungen. Die flexibel für die Abfüllung von stillem, kohlensäure- haltigem und aromatisiertem Wasser in 0,5 bis, 1,0- und 2-l-Flaschen aus Glas und PET eingesetzte Linie, umfasst eigenständige Maschinen. Dazu gehört auch eine Streckblasmaschine mit verschiedenen Füllern und Etikettierern für jedes Verpackungsmaterial.

Eine einfache und schnelle Installation.

Die PET-Etikettiermaschine, die auf der Anlage sieben Jahre lang effiziente und zuverlässige Dienste geleistet hatte, war eine Rollquattro. Nach einer Beurteilung der möglichen Optionen hat der Getränke- spezialist sie durch eine neue Etikettiermaschine mit noch mehr Vorteilen ersetzt. Diese neue Rollquattro verarbeitet, wie ihre Vorgängerin, Rollfed-Etiketten. Sie hat dieselben Abmessungen wie die alte Maschine, eine potenzielle Leistung von 25 000 Flaschen pro Stunde und verwendet dieselben Teile für Formatwechsel. Allein diese Aspekte reduzieren bereits die Gesamtkosten der Investition.

Vor der Lieferung stellten Sidel-Techniker mit Tests sicher, dass sich die neue Maschine einfach installieren lässt und Stillstandszeiten sowie Produktions- beeinträchtigungen auf ein Minimum beschränkt bleiben. Vom Abbau der alten Etikettiermaschine bis zur Produktion der ersten vermarkteten Flaschen auf der neuen dauerte der gesamte Prozess nur fünf Tage.

Effizient und präzise.

Die neue Rollquattro bringt hochwertige Kunststoff-etiketten auf den verschiedenen Formaten aller Wassersorten an und fördert die Positionierung der Wassermarke Kristal. Die Etikettentransfertrommel und die Klebe- und Schneidemodule der neuen Maschine sind für dauerhaft hohe Präzision und Qualität ausgelegt. Die patentierte Transfertrommel stellt den korrekten Sitz der Etiketten auf den Flaschen sicher. Das einfach zu programmierende, automatisch gesteuerte Vakuum erhöht Etikettenspannung und Stabilitätskontrolle. Die Aufbringung der Etiketten und die Ausrichtung der Überlappung sind auch bei Konturflaschen ohne zusätzliches Glättungssystem bei allen Geschwindigkeiten präzise. Jede der vier eingebauten rotierenden Einzelschneidklingen ist für Langlebigkeit (bis zu 5000 Arbeitsstunden) ausgelegt. Das Rändelmuster der Auftragsrolle verringert den Klebstoffverbrauch erheblich und das Leimauftragsystem stellt den einwandfreien Zustand des Klebstoffs und seine optimale Aufbringung mit grosser Präzision und Einfachheit sicher.

Flexible Etikettierlösung mit geringem Wartungsaufwand.

«Bei GSD wird die Produktion ungefähr dreimal pro Tag gewechselt. Daher ist ein flexibler Wechsel von Materialien, Formaten und Etiketten wesentlich. Das lineare, kompakte Design der Rollquattro erleichtert den Zugang zu den Modulen der Maschine und beschleunigt dadurch die Formatwechsel. Da sich die Flaschen- und Etikettenkonfigurationen über das Bedienpanel einstellen lassen, brauchen wir jetzt nur noch 30 Minuten für einen Wechsel», sagt Galea. Das ergonomische, lineare Design der neuen Rollquattro erlaubt die Kontrolle sämtlicher Etikettierprozesse und einfachere Wartungsverfahren. Module lassen sich aus der Station ausbauen und getrennt warten. Weniger Verschleiss der einzelnen Module (Klebstoffrolle, Vakuumtrommel, Schneidklinge) reduziert den Wartungsaufwand. Der Klebstoffbehälter unter dem Maschinentisch ist für den Bediener leicht und sicher zugänglich. Das gesteuerte Vakuum verhindert ein Eindringen von Etiketten in das Leimauftragsystem und reduziert dadurch den Reinigungsaufwand.


Weitere Informationen:
Sidel, www.sidel.de