Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 03/2016, 08.03.2016

Wiederverschliessbarer ­Vakuumbeutel

Zur Haltbarmachung von Lebensmitteln bewährt sich Vakuum seit Langem. Doch einmal geöffnet, war es bisher nicht möglich diese Beutel wieder zu schliessen. Eine Innovation aus Spanien ändert das jetzt und bietet einen echten Mehrwert.

Bilder: Prim Pac AG

Um Lebensmittel haltbar und damit lagerfähig zu machen, hat die Industrie im Laufe der Jahre einige Methoden entwickelt und optimiert. So ist Vakuumieren eine beliebte Art der Lebensmittelkonservierung. Die Haltbarkeitsdauer der Produkte lässt sich ohne Verwendung von chemischen Zusätzen bis zu achtfach verlängern. Auch die Verpackung spielt bei der Haltbarkeit eine wesentliche Rolle. Bei einer innovativen Verpackung gehen Vakuum und Beutel eine Liaison ein, die es in dieser Kombination zwar schon seit Langem gibt, doch durch die Besonderheit der Wiederverschliessbarkeit dieses Vakuumbeutels ist eine Verpackung entstanden, die ihresgleichen sucht.

Auf und zu und das immer wieder.

Die Idee dazu hatte ein spanischer Verpackungsspezialist, den seine Kunden immer wieder nach einem wiederverschliessbaren Beutel fragten. So hat er seine bestehenden Vakuumbeutel zu wiederverschliessbaren weiterentwickelt. Seit Kurzem bietet der Verpackungsspezialist Prim Pac diese Innovation auch in der Schweiz an. «In Spanien hat dieses Produkt einen Riesenerfolg, denn damit lassen sich Produkte aus dem Premiumbereich, die Konsumenten nicht gleich beim ersten Mal aufessen, wieder verschliessen und haltbar im Kühlschrank lagern, ohne sie in eine andere Verpackung legen zu müssen», erklärt Tony Meier, CEO von Prim Pac.

Das Geheimnis liegt in der dritten Folie.

Herkömmliche Vakuumbeutel bestehen aus Polyamid (PA) und Polyethylen (PE). Wenn die Folien einmal durchtrennt sind, dann lassen sie sich nicht wiederverschliessen. So hat der Hersteller für seinen Beutel eine Kombination aus den drei Folien Polyethylen, Polyethylenterephthalat (PET) und Papier verwendet. «Diese Kombination ist bewusst gewählt, da PET und PE transparent sind, was für die Produktpräsentation wichtig ist. Zudem ist die PE-Beschichtung notwenig, um den Beutel siegeln zu können. Doch zum Wiederverschliessen ist die dritte Folie aus Papier nötig, auf der eine Klebelasche aufgebracht ist. So können Konsumenten den Beutel aufschneiden und mit der Lasche wieder zumachen», so der Geschäftsführer. Damit die verpackten Produkte von äusseren Einflüssen geschützt sind, ist auch das Papier nach innen beschichtet. So lässt sich der Beutel siegeln und bei Bedarf immer wieder schliessen.

Besonderheit Erscheinungsbild.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Konsumenten mit den Augen kaufen. Darum ist die Präsentation der Waren sehr wichtig. Der transparente Vakuumbeutel gestattet nicht nur einen Blick nach innen, sondern lässt sich auch hochwertig bedrucken. Ob metallisierte Folie für einen schönen Glanz oder aufwendige Drucke, nahezu alles lässt sich für die neue Verpackung realisieren.

Zudem ist es für den Fachmann wichtig, dass die Wiederverschliessbarkeit für die Konsumenten erkennbar ist: «Damit Verbraucher die Verpackung nicht an der falsche Stelle aufschneiden, muss es für sie leicht erkennbar sein, wo sich die Öffnung befindet. Zur Kommunikation gibt es entsprechende Zeichen, die auf der Papierlasche stehen sollten, denn so verhindern wir das Öffnen an einer anderen Stelle, durch das sich der Beutel aber nicht mehr verschliessen lässt.»

Premiumprodukte in einer Premiumverpackung.

Der innovative Vakuumbeutel eignet sich für die Verpackung von Fleisch, Charcuterie, Käse, Geflügel und Fisch. Doch grobe Stücke, wie beispielsweise dicke Filetstücke oder Knochenteile, sind besser in herkömmlichen Beuteln verpackt. «Da die Folie dünner ist als bei bisher üblichen Vakuumbeuteln, ist auch die Durchstossfestigkeit geringer. Aber da es sich hier um eine Verkaufspackung für den Premiumbereich und für die Verkaufstheke handelt, ist das weiter kein Nachteil», erklärt der Fachmann.

Einfach verpackt.

Für das Abpacken von beispielsweise Parmaschinken, Bündnerfleisch und Käse, liefert der Verpackungsspezialist die Vakuumbeutel im Karton an. Die bereits fertigen Beutel lassen sich in kommerzielle Vakuummaschinen einlegen, befüllen, vakuumieren und anschliessend siegeln. Für Lebensmittelproduzenten ergibt sich daraus kein zusätzlicher Aufwand. Sie können ihre bestehenden Anlagen auch mit den wiederverschliessbaren Beuteln nutzen.

Einmal beim Konsumenten angekommen, können diese dann die Premium- produkte geniessen, ohne sie in eine neue Verpackung legen zu müssen. Je nach Verschmutzungsgrad der Lasche, ist so ein Vakuumbeutel drei- oder viermal problemlos zu öffnen und zu schliessen. «Eines muss hier jedoch klar sein, wenn einmal das Vakuum gebrochen ist, dann lässt es nicht wiederherstellen. Doch Parmaschinken muss nicht gleich beim ersten Mal komplett verzehrt werden. Die Haltbarkeit von einigen Tagen ist auch nach dem Öffnen und Verschliessen gegeben. Das zeichnet den Beutel aus und bietet den Konsumenten einen echten Vorteil», erklärt der Geschäftsführer.


Weitere Informationen:
Prim Pac AG
www.primpac.ch




Mit der Lasche auf der Papierseite lässt sich der Vakuumbeutel problemlos verschliessen