Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 05/2016, 09.05.2016

Der Hit für einen Sommer

Eine längs geteilte Banane, garniert mit Kugeln von Vanille-, Schokoladen- und Erdbeerglacée, sowie eine Garnitur aus Nusssplittern ergibt den Glacéetraum Bananasplit, den es jetzt auch als Prügeli gibt.

Autor: Redaktion

Bilder: Maestrani Schweizer Schokoladen AG

Wenn die Tage wieder wärmer werden und Cafés und Eisdielen draussen unter bunten Sonnenschirmen oder schattenspendenden Bäumen die Tische decken, dann ist es auch Zeit für kühlen Glacéegenuss. Ein Klassiker ist neben Schoko- und Vanilleglacée auch Bananasplit. Die traditionelle Zubereitung besteht aus einer geschälten, längs-geteilten Banane mit darauf gesetzten Kugeln von Vanille-, Schokoladen- und Erdbeerglacée, garniert mit Erdbeersirup und Nusssplittern, Schlagsahne und Maraschino-Kirschen. Was es bisher nur als Glacée gab, wird diesen Sommer auch in Schokoladenform zum Genuss verführen.

Wie aus Glacée Schokolade wurde.

Der Schweizer Schokoladenhersteller Maestrani hat für die kommende Sommersaison das Angebot seiner Limited Edition um diese Geschmacksvariante erweitert und bietet den Glacéetraum als Prügeli an. «Die Sorte Bananasplit führen wir schon seit einigen Jahren in unserem Bio- und Fairtrade Tafelsortiment, die sich grosser Beliebtheit erfreut. Da war es für uns naheliegend, den Topseller dieser Linie auf unsere Sommer Edition bei den Munz Prügeli zu adaptieren. Damit ergänzen wir die beiden Aromen Kokosnuss und Himbeere optimal», erklärt Markus Wilda, Leiter Marketing.

Von der Tafel zum Prügeli.

Doch so einfach wie es klingt ist die Rezeptanpassung keineswegs, da die Prügeliproduktion komplett andere Prozesse erfordert als die Tafelherstellung. «Die Prügeli stellen wir in einem Extrusionsverfahren her. Dabei wird die Füllmasse mit gleichmässigem Druck durch eine Tülle gepresst und anschliessend der Strang in Stücke geschnitten. Im nächsten Schritt erhalten die Stängeli einen Schokoladenüberzug, den wir mit Haselnusssplittern bestreuen. Vor dem Verpacken überziehen wir das Prügeli ein zweites Mal mit Schokolade», so der Fachmann.

Damit die Füllmasse für das Extrusionsverfahren geeignet ist, musste das Entwicklungsteam eine Rezeptur zusammenstellen, bei der die Konsistenz der Füllmasse exakt auf den Prozess abgestimmt ist. Confiseure und Lebensmitteltechnologen erarbeiten zunächst eine Schokoladenmasse, die sie intern verkosten und das Rezept solange anpassen, bis der Geschmack optimal ist. Dann überarbeiten sie die Rezeptur, damit sich das Produkt später auch industriell herstellen lässt.

Parallel dazu klären Experten aus dem Marketing ab, wie gross das Marktbedürfnis ist und wie das Design aussehen könnte. «In dieser Phase zeigen wir die geplante Innovation auch schon mal Key-Clients, die für uns wichtig sind, um zu erfahren, ob das Produkt das Kundenbedürfnis trifft. Dabei kommt es aber immer auf die Grösse des Projekts an. Wir betreiben zudem auch Marktforschung, um das Bedürfnis abzuklären. Auf diese Weise können wir mit grosser Wahrscheinlichkeit sicher gehen, dass die Innovation auch bei den Konsumenten gut ankommt», meint der Experte.

Flexible Prozesse.

Da Limited Editions nur saisonal im Angebot sind, bedeutet deren Produktion eine gewisse Herausforderung für die Prozessorganisation. «Da wir ein kleiner Anbieter sind, können wir uns vom Mainstream differenzieren, indem wir ausgefallenere Rezepturen entwickeln. Zudem können wir leichter die technischen Anforderungen an unser Sortiment anpassen, das wir optimal auf unsere Betriebsgrösse zugeschnitten haben. Damit können wir trotz kleiner Lots und aufwendigen Prozessen, Produkte anbieten, die nicht so leicht zu kopieren sind», erklärt der Marketingleiter.

Ein Blick in die Zukunft.

Was morgen ein Verkaufshit werden soll, muss schon heute entwickelt und gut durchdacht sein. So denkt der Marketingleiter bereits jetzt über eine neue Geschmacksrichtung für das nächste Jahr nach: «Um wieder Neues auf den Markt bringen zu können, sind wir bereits jetzt an der Konzepterarbeitung für die nächstjährige Innovation. So müssen wir diesen Sommer wissen, was wir nächsten Sommer anbieten wollen. Dadurch sind wir nicht mehr frei zu wechseln. Zudem spielt der Detailhandel noch eine grosse Rolle, denn wir sind auf diese Kanäle angewiesen. Da auch Detailhändler Lots und Listungen planen müssen, ist es an uns, dafür zu sorgen, dass wir schon ein Jahr zuvor mit dem Produkt fertig sind und wir wissen, was wir lancieren wollen. Durch die sorgfältige Vorausplanung sind die Betriebsversuche bereits abgeschlossen und wir wissen, dass wir das Produkt auch wie gewünscht herstellen können. Zudem stehen dann auch die Rohmaterialien in der nötigen Menge zur Verfügung.»

Limited Editions sind aber keineswegs «Eintagsfliegen». Entsprechend dem Markterfolg bleibt ein Produkt auch länger im Programm. Je nachdem wir der Absatz und das Feedback vom Markt ist, reagiert der Schokoladenhersteller flexibel. Es geht nicht immer um eine komplette Ersetzung bei den Limited Editions. Doch eine regelmässige Innovation hält die Marke up to date.


Weitere Informationen:
Maestrani Schweizer Schokoladen AG
www.maestrani.ch