Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 05/2016, 09.05.2016

Der pure Genuss

Frisches Obst ist für viele Konsumenten unverzichtbar. Doch auch Trockenfrüchte erfreuen sich grosser Beliebtheit. Eine exotische Innovation auf dem Trockenobstmarkt ist «Simply Pure Fruit».

Autor: Redaktion

Bilder: HPW AG

Früchte haben in der Ernährung einen grossen Stellenwert. Sie liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und sind dank ihres natürlichen Zuckergehalts auch optimale Energiespender. Frische, sonnengereifte Früchte, wie frisch vom Strauch oder Feld, gibt es jedoch nur wenige Wochen im Jahr und das auch nur für einheimische Obstsorten. Exotische Früchte wie Mango, Papaya oder Ananas können wir in Europa zwar ganzjährig kaufen, doch aufgrund des Transportweges sind die Früchte vorzeitig geerntet. Wer dennoch nicht auf den Genuss vollreifer exotischer Früchte verzichten möchte, kann auf Trockenfrüchte zurückgreifen.

Frisch vom Feld in die Fabrik.

Das von Hans Peter Werder gegründete Unternehmen HPW, hat sich auf die Vermarktung frischer, natürlich gereifter Früchte aus Afrika spezialisiert und in Ghana eine grosse Trocknungsfabrik aufgebaut: «Unsere Fabrik liegt in Mitten von Ananasfeldern und Kokosnussplantagen, die Kleinbauern bewirtschaften. Von diesen Landwirten beziehen wir die erntefrischen Früchte und können, durch die kurzen Wege, voll ausgereifte Früchte zu Trockenfrüchten verarbeiten. Das macht sich natürlich im Geschmack bemerkbar.»

Pure im Geschmack und auf der Zutatenliste.

Doch die Vermarktung von Trockenfrüchten allein genügt dem findigen Unternehmer nicht. So bietet Werder seit letztem Jahr auch den Früchtesnack «Simply Pure Fruit» an. «Wir trocknen nicht nur Mangos, Bananen oder Ananas. Wir wollten aus diesen Früchten eine Mischung machen und da war es naheliegend, einen Fruchtriegel zu entwickeln. So ist die Idee entstanden, einen Snack zu machen, der zu 100 Prozent aus Trockenfrüchten besteht», so der Geschäftsführer. Für die Früchteriegel sind die Trockenfrüchte die Grundstoffe, die Mitarbeiter mahlen und pressen. Da die Trockenfrüchte relativ viel natürlichen Fruchtzucker enthalten, lassen sich die verschiedenen Geschmacksrichtungen gut zusammenfügen, denn der Zucker hat eine hohe Bindekraft.

Für die Fruchtmischungen haben HPW-Fachleute Rezepte entwickelt, die einen abgerundeten Geschmackseindruck erzeugen. «Wir nehmen beispielsweise für die Mischung Ananas-Banane 60 Prozent Ananas, 39 Prozent Banane und 1 Prozent Limette. Zerkleinert, vermischt und in Riegel gepresst, ergibt das einen leckeren Früchtesnack», so Werder. Da getrocknete Früchte – speziell Ananas und Mangos – schnell mal braun werden, gibt der Unternehmer noch eine Spur Schwefel dazu. Das erhält die Farbe und die Riegel sind auch nach 12 Monaten noch ansehnlich und appetitlich.

Europäischer Standard in Westafrika.

Für den Export nach Europa ist es wichtig, dass die Früchte den europäischen Standards entsprechen. So ist auch die Trocknungsanlage nach BRC zertifiziert. «Wir achten sehr darauf, dass wir keine Kontaminationen mit Mikroorganismen haben. Dazu prüfen wir jede Charge in unserem hauseigenen Labor. Auch unser 700-köpfiges Mitarbeiterteam schulen wir regelmässig. Wir legen besonders Wert auf hygienische Arbeitsprozesse, innerhalb deren auch die Personalhygiene eine wichtige Rolle spielt», so der Fachmann. Für die Einhaltung sorgt der Schweizer Produktionsleiter Maik Blaser. Er lebt und arbeitet in Ghana und hat alle Vorgänge im Blick.

So, wie die Trocknungsanlage europäische Standards erfüllt, gilt das auch für die Verpackungsanlage der Fruchtriegel. Der Transport erfolgt dann in gekühlten Containern, die auf dem Seeweg sowohl Trockenfrüchte als auch die Frischware nach Europa bringen.

In Ghana produziert, in Europa vermarktet.

Die Fruchtriegel bietet das Unternehmen unter dem eigenen Label «Simply Pure Fruit» an. «Wir machen aber auch Eigenmarken in Italien und Israel. Der Verkauf in Deutschland startet demnächst.

Lag die Produktionsmenge im letzten Jahr noch bei rund zwei Millionen Riegeln, strebt das Unternehmen 2016 fünf bis sieben Millionen Fruchtriegel an. «Unser Trockenfruchtsnack ist noch ein ganz frisches Produkt, das wir im Februar dieses Jahres an der ISM vorgestellt haben. Daher läuft die Einführung in den einzelnen Ländern jetzt erst an», so Hans Peter Werder.


Weitere Informationen:
HPW AG
www.hpwag.ch