Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 05/2016, 09.05.2016

Eine reine Verpackung für ein reines Produkt

Die Migration von Substanzen aus Kunststoffverpackungen in Lebensmittel ist nach wie vor ein grosses Thema. Seit Jahren bemühen sich Experten, dieses Problem zu lösen. Für Glasverpackungen gibt es jetzt eine PVC und Phthalate freien Verschluss.

Autor: Charles Weyhausen Sales Area Manager

Bilder: ACTEGA/ALTANA AG

Süsses Gold, Träne der Götter ... für Honig finden sich viele Bezeichnungen, meistens sehr überschwängliche, in jedem Falle positiv besetzte. Honig gilt als eines der reinsten Lebensmittel überhaupt. Er hat gegenüber Zucker den Vorteil, dass er bereits Stoffe enthält, die dem Körper bei der Verdauung des Zuckers helfen. Er fördert die Wundheilung, wirkt antibakteriell, schützt die Zellen des Körpers und erneuert sie. Zahnfleischentzündungen können durch Honig gelindert, bei Erkältungen die Nebenhöhlen befreit und Husten gemindert werden. Honig gilt als Schönheits- und Anti-Aging-Mittel und last, not least, er schmeckt einfach gut.

Während in Deutschland die Konsumenten 2013 rund 1,1 kg Honig pro Kopf und Jahr verzehrten, lag 2013 in der Schweiz der Pro-Kopf-Verbrauch bei 1,4 kg – geliefert von einer Million Bienenvölkern. Für etwa 300 g Honig muss jede einzelne Biene rund 20 000 Mal den Bienenstock verlassen, von Blüte zu Blüte fliegen, um Nektar zu sammeln. Nach etwa 1500 Blütenbesuchen kehrt sie voll beladen mit süsser Fracht in den Bienenstock zurück und gibt ihren Schatz an eine Kollegin, die sogenannte Stockbiene weiter. Schon auf dem Rückflug beginnt die spannende Transformation des Nektars in Honig, denn die Biene reichert ihn mit wertvollen Substanzen, zum Beispiel Enzymen, an. Im Bienenstock entziehen die Bienen dem Nektar weiter Wasser und lagern den Honig tröpfchenweise in die Waben ein, die sie mit einer feinen Wachsschicht abdecken. Schliesslich schleudert der Imker den Honig mittels Zentrifuge heraus, filtert ihn, gibt ihn durch ein Sieb und füllt ihn in Gläser ab.

Reine Verpackung.

Was so rein ist, braucht auch eine ebensolche Verpackung. Das ist mit der Wahl Glas als Behälter schon einmal gut gelöst. Es erfüllt alle Anforderungen, die bei einer Verpackung im Fokus stehen sollen, das heisst sowohl die Bewahrung der intrinsischen Lebensmittelqualität als auch extrinsische Qualitätsansprüche. So erfüllt Glas eine der vordringlichen Aufgaben, durch Minimierung von Interaktionen des Packstoffs mit dem Lebensmittel sowohl die Lagerstabilität als auch die toxikologische Sicherheit zu gewährleisten. Seit einigen Jahren gilt dies auch für den Glasverschluss, den Metall-deckel, durch Vermeidung der Migration aus Deckeldichtungen ins Füllgut. Was Fachleute schon vor Jahrzehnten für die Getränkeindustrie gelöst haben, ist auch für Weithalsverschlüsse und damit für Glaskonserven realisierbar. Mit der TPE-Technik, die Actega DS ursprünglich für Kronenkorken und Aluminiumverschlüsse entwickelte, konnte das Unternehmen erfolgreich eine wesentliche Lücke bei der Eliminierung von PVC aus Verpackungen mit Lebensmittelkontakt schliessen.

Ohne PVC und Phthalate.

Mit Provalin ist eine Verschlussdichtungsmasse ohne PVC und Phthalate im Markt, die allen EU-Vorschriften entspricht und hohe Lebensmittelsicherheit gewährleistet. Mit den verschiedenen Varianten stehen geeignete Lösungen für alle glasverpackten Nahrungsmittel bereit. So eben auch für Honig. Eine, der auf diese Verschlusslösung setzt, ist die Walter Lang GmbH, deren Wurzeln bis in das Jahr 1895 zurückreichen, als der Importeur am Standort Bremen erstmals Honig einführte. Das heutige Unternehmen ging im Jahr 2008 aus Walter Lang Honigimport hervor und ist speziell auf die Erzeugung, die Herstellung und den Vertrieb von Biohonig ausgerichtet. Als Ökopionier lieferte der Betrieb bereits vor mehr als 40 Jahren seinen ersten selbst geschleuderten Honig an Bioläden der Region und wirkte vor mehr als 30 Jahren an der Entwicklung der Richtlinien zur nachhaltigen Bienenhaltung mit. Ihre Erfahrungen zur nachhaltigen, biologischen und ressourcenschonenden Erzeugung geben seine Mitarbeiter heute an Imker in den Honigerzeugerländern auf allen fünf Kontinenten weiter.

Von den durchschnittlich acht Millionen kg Honig, die das Unternehmen pro Jahr importiert, sind rund 85 Prozent Biohonige.

In den modernen Produktionsstätten stehen innovative Abfüll- und Verpackungsanlagen, die den Honig in Gläser dosieren, mit dem PVC-freien Deckel verschliessen und etikettieren. Das passt auch zur Philosophie des Unternehmens, in dem Verantwortliche stets darauf bedacht sind, dass von der Herstellung, Verpackung und der Lagerung der Produkte so wenige Umweltauswirkungen wie möglich ausgehen. Dazu Karin Lang. Lebensmitteltechnologien: «Seit 1974 füllen wir Biohonigspezialitäten in Gläser für den Naturkosthandel. Als Biopionier legen wir von Anbeginn an grossen Wert auf die Auswahl der Sorten und ihren unverwechselbaren Geschmack sowie auf die Naturbelassenheit unserer Honige. Ebenso wichtig wie die Produktqualität ist uns aber auch die Eignung und die gute Handhabbarkeit des Verpackungsmaterials. Im Blue-Seal-Deckel haben wir einen migrationsfreien Compound für unsere Twist-Off-Deckel im Einsatz und können unsere Produkte mit der Kennung «Verpackung ohne PVC» ausloben. Vor allem für den umweltbewussten und nachhaltigkeitsinteressierten Verbraucher ist das eine ausschlaggebende Verbesserung. Mittlerweile füllen wir pro Jahr mehr als 24 Millionen Gläser und PET-Flaschen auch im Bereich Private Label ab und können den hohen Erwartungen unserer Kunden entsprechen. Wir freuen uns über diese innovative Entwicklung.


Weitere Informationen:
ACTEGA /ALTANA AG
www.altana.com




Der Blue-Seal-Deckel ist ein migrationsfreier Compound für Twist-Off-Deckel