Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Kälte- und Lufttechnik: Ausgabe 07-08/2016, 08.08.2016

Es nebelt und riecht nicht mehr

Bei der Herstellung von Lebensmitteln und Getränken können Gerüche entstehen, die für die umliegende Nachbarschaft sehr störend sein können. Doch Geruchsemissionen müssen nicht sein. Dafür sorgen innovative Luftfilter.

Autor: Peter Göhringer, Reven-Pressestelle

Bilder: Rentschler REVEN GMBH

Bei der Produktion von Nahrungsmitteln werden mit der Abluft oft Fettaerosole, Wasserdampf und damit auch Gerüche ins Freie entlassen, beispielsweise bei der Milchtrocknung. In Ballungsgebieten gibt es nicht selten Ärger mit der Nachbarschaft und der Gewerbeaufsicht. Veraltete Lüftungsanlagen und Abzugshauben mit unzureichenden Fettfiltern – vielfach aus einem Metallgestrick – sind die Urheber der unerwünschten Emissionen. Sie lassen auch bei relativ guten Abscheidegraden Restpartikel an Fett- und Wasserdampf ins Abluftsystem sickern.

Zur Problemlösung

empfiehlt der schwäbische Lüftungsanbieter Rentschler Reven wirksame Fettabscheider nach dem X-Cyclone-Prinzip. Der Unterschied zum klassischen Luftfilter: X-Cyclone-Fettabscheider schleudern durch wiederholte Luftumlenkung die Fettpartikel aus und reinigen sich praktisch von selbst. Das Fett fliesst an den polierten Lamellen in eine Sammelrinne ab. Filter speichern hingegen das Fett und lassen, vor allem im gesättigten Zustand, Fett-aerosole in den Luftkanal sickern.

Mit einem zusätzlichen Kanalabscheider

lassen sich Fettreste, die in den Abluftstrang gelangen, zuverlässig abfangen. Der Lüftungsspezialist entwickelte einen besonderen Typus mit drei Abscheidestufen: Ein X-Cyclone-Abscheider entfernt feine Restaerosole, ein UV-System und ein feinmaschiger Edelstahlkatalysator beseitigen die Geruchspartikel. Bei extremen Anforderungen an die Luftreinheit kommt als vierte Stufe ein Elektrostat hinzu.

Die Abscheideleistung der Kanalabscheider ist in Stufen regelbar, was die Standzeit in der Kombination bis auf 20 000 Betriebsstunden erhöht. Die neuen Kanalabscheider sind im Hygienic- Design aus Edelstahl gefertigt und für Luftmengen bis zu 10 000 m³/h lieferbar. Nachrüstsätze gibt es für Bestandsanlagen. Die Installation empfiehlt sich in waagerechte Kanalstränge, weil diese besonders zur Verschmutzung neigen.


Weitere Informationen:
Rentschler REVEN GmbH, www.reven-swiss.eu



Das selbstreinigende X-Cyclone-Abscheideprinzi


Kanalabscheider auf dem Dach einer Molkerei

Testlauf beim Kunden

Kanalabscheider haben mehrere Funktionsstufen, die die Spezialisten kundenindividuell festlegen. Bei kritischen Anwendungen, so bei vielen offenen Prozessen, installiert Reven vorübergehend beim Kunden ein «Laborgerät». Das ist eine verkleinerte Geräteausführung, die sich mit unterschiedlichen Abscheideelementen bestücken lässt. Das Laborgerät ist für eine Luftmenge von 1000 m³/h ausgelegt und simuliert die Wirkungsweise und Leistung des vorgeschlagenen Kanalabscheiders. Für die Ermittlung der optimalen Bestückung ist das Laborgerät somit ein wichtiges Hilfsmittel.