Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Wissenschaft und Forschung: Ausgabe 07-08/2016, 09.08.2016

Preis für Lebensmittelqualität und -sicherheit geht an Rudolf Schmitt

Mit der Verleihung des Werder-Preises für Lebensmittelqualität und -sicherheit und der Werder-Medaille an Rudolf Schmitt ehrt die Professor J. Werder-Stiftung eine herausragende Persönlichkeit aus der Lehre. Rudolf Schmitt wird für seine langjährigen Verdienste bei der Wissensvermittlung und Etablierung der Lebensmittelsicherheit in der Lebensmittelproduktion im In- und Ausland sowie seiner langjährigen aktiven Mitarbeit in Fachgesellschaften ausgezeichnet.

Autor: Professor J. Werder-Stiftung

Bilder: Rebecca Shooya

Im Beisein zahlreicher Vertreter der Bundesbehörden, des Verbandes der Kantonschemiker der Schweiz, der Universitäten und Fachhochschulen sowie der Lebensmittelindustrie verliehen in Bern Corinne Gantenbein-Demarchi, Mitglied des Stiftungsrates, und Lorenz Hirt, Geschäftsführer der Professor J. Werder-Stiftung am 24. Juni 2016 den mit 10 000 Franken dotierten Werder-Preis und die Werder-Medaille 2016 an Rudolf Schmitt. In ihrer Laudatio hob Corinne Gantenbein-Demarchi die Bedeutung der Arbeit des Preisträgers hervor. Dieser konnte in seiner erfolgreichen Karriere während mehr als drei Jahrzehnten Generationen von angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren mit seinem beeindruckenden Fachwissen begeistern. In seiner langjährigen, vielschichtigen und anspruchsvollen Tätigkeit lag ihm die Lebensmittelsicherheit immer am Herzen. Dabei stellte er sein Wissen nicht nur in der Schweiz, sondern auch bei seinen WHO-Einsätzen in Asien und Afrika wie auch in der Ausbildung junger Studierender in Namibia zur Verfügung.

Berufliche Highlights.

Rudolf Schmitt überzeugte in seinen Stationen an der HES-SO in Sion als Dozent, Studiengangleiter bis hin zum Institutsleiter als Macher. Mit Enthusiasmus ist er die Herausforderungen angegangen. Während eines Sabbaticales in Christchurch verknüpfte er mit Erfolg die beiden Disziplinen Chemie und Mikrobiologie und experimentierte an einer neuen verbesserten Nachweismethode für Mykotoxine. Ab 2009 leitete er als Initiator auch den MAS und UP beziehungsweise DAS Food Safety Lehrgang – eine hochqualifizierte und anspruchsvolle Weiterbildung im Bereich der Lebensmittelwissenschaften. Die vielen WHO-Einsätze in Afrika und Asien im Bereich Food Safety weckten eine weitere Leidenschaft in Rudolf Schmitt: das Vermitteln von Wissen in einem internationalen Umfeld und dies praktisch an der Basis in einem Drittweltland. Er engagierte sich in der Folge seit Jahren in der Organisation B360, die den Austausch von Fachwissen zwischen europäischen Experten und afrikanischen Studierenden fördert. Nach einigen Jahren als Mitglied im Beirat der Organisation wurde Rudolf Schmitt 2013 in den Vorstand von B360 gewählt.

Uneigennütziges Engagement.

Neben seiner beruflichen Karriere war Rudolf Schmitt in verschiedenen nationalen und internationalen Fachgesellschaften aktiv. So ist Rudolf Schmitt seit mehr als 30 Jahren Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Lebensmittelhygiene SGLH und amtete während vielen Jahren bis 2014 im Vorstand der Gesellschaft. Zusammen mit Vertretungen aus der Industrie sowie Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen gründete er 2010 die Schweizer Sektion der European Engineering and Design Group (EHEDG), die er dann seit der Gründung bis 2015 als Präsident aufgebaut und geleitet hat. Bei der Schweizerischen Gesellschaft für Lebensmittel-Wissenschaft und -Technologie SGLWT erhielt Rudolf Schmitt, aufgrund seiner ausserordentlichen Verdienste für die HACCP-Interessengruppe, die Ehrenmitgliedschaft.

Der Stiftungsrat der Werder-Stiftung erachtet Rudolf Schmitt als würdigen Empfänger der Werder-Medaille und des Werder-Preises 2016. Die Schweiz ist stolz, auf derart kompetente Fachleute auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit zählen zu können.




Im Rahmen seines Engagements bei der Organisation B360 unterstützte Rudolf Schmitt seit Jahren Studierende am Polytechnic von Namibia