Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
04.02.2016

Auslandgeschäft und Markenprodukte stützen Emmi Umsätze

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Emmi einen Nettoumsatz von CHF 3213,9 Millionen. Das entspricht einem organischen, das heisst währungs- und akquisitionsbereinigten Rückgang von -3,0 Prozent. Damit hat Emmi den Euro-Schock besonders in den internationalen Märkten gut verdaut. So reduzierte sich der organische Umsatz in der Division Europa um lediglich -0,8 Prozent, während die Division Americas um 2,8 Prozent wuchs. Stärker unter Druck, mit einer Einbusse von -5,0 Prozent, war die Division Schweiz als Folge des stärkeren Einkaufstourismus und höherer Importe. Marken wie Emmi Caffè Latte, Kaltbach und Jogurtpur legten zu.

Bilder: Emmi

Der Umsatz in der Division Schweiz ging wesentlich stärker als erwartet, um -5.0 Prozent, von CHF 1888,1 Millionen auf CHF 1793,3 Millionen zurück. Dabei beliefen sich der Mengeneffekt auf -3,3 Prozent und der Preiseffekt -1,7 Prozent. Emmi hatte einen Umsatzrückgang von -4 Prozent bis -3 Prozent prognostiziert. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Zunahme von Importen zurückzuführen, die beim Käse besonders markant waren. Wegen des tiefen Euro-Kurses stieg ausserdem der Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland nochmals deutlich an und forderte den Schweizer Detailhandel und die Schweizer Nahrungsmittelproduzenten zusätzlich. Der dadurch erzeugte Preis- und Kostendruck wird anhalten. Trotz der anspruchsvollen Situation gab es im Heimmarkt auch positive Entwicklungen. Verschiedene Markenkonzepte erwiesen sich als robust und legten an Umsatz zu. Dazu gehören die Frischprodukte Emmi Caffè Latte, Jogurtpur sowie YoQua – das neue, proteinreiche Jogurt.
Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz betrug 56 Prozent (Vorjahr 55 Prozent). In der Division Europa ging der Umsatz von CHF 508,8 Millionen auf CHF 487,3 Millionen zurück – eine Einbusse von -4,2 Prozent. Organisch reduzierte sich der Umsatz um lediglich -0,8 Prozent. Das ist angesichts der Euro-Schwäche, tiefer Milchpreise und der konsequent durchgesetzten Preiserhöhungen beachtlich und übertrifft die Erwartungen von Emmi. Die ursprüngliche Prognose lautete -4 Prozent bis -2 Prozent.
Ein positiver Akquisitionseffekt resultierte aus der Beteiligungserhöhung an der Gläsernen Molkerei. Der negative Akquisitionseffekt ist eine Folge des Verkaufs von Trentinalatte. Bei den Frischprodukten stiegen die währungsbereinigten Umsätze von Emmi Caffè Latte und Onken (in Grossbritannien) sowie diejenigen der italienischen Spezialitätendesserts von A-27 und Rachelli. Beim Käse erwiesen sich die Kaltbach-Spezialitäten und Der Scharfe Maxx als widerstandsfähig. Beide Marken konnten in Deutschland und Österreich zulegen. Im Bereich der AOP-Käse litt das Käsegeschäft hingegen klar unter der Währungsentwicklung. Der organische Rückgang bei den Molkereiprodukten war primär auf die mangelnde Verfügbarkeit von Bio-Milch bei der Gläsernen Molkerei zurückzuführen. Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz betrug 15 Prozent (Vorjahr 15 Prozent).
Die Einschätzung des wirtschaftlichen Umfelds, die Emmi im Rahmen der Halbjahresberichterstattung im August äusserte, hat sich seither nicht wesentlich verändert. Das Gleiche gilt für die Rahmenbedingungen innerhalb der Emmi Gruppe. Folglich hält Emmi an der bekannten Gewinnprognose für das Jahr 2015 fest. Den Ausblick für die Umsatz- und Reingewinnentwicklung im Jahr 2016 gibt Emmi anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zum Geschäftsjahr 2015 bekannt. Die Analysten- und Medienkonferenzen finden am 24. März 2016 in Luzern statt.



Das Geschäftsjahr 2015 verlief für Emmi besser als erwartet.