Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
05.04.2016

Barry Callebaut freut sich über solides Volumenwachstum

Barry Callebaut, einer der weltweit führenden Hersteller hochwertiger Schokoladen- und Kakaoprodukte, steigerte seine Verkaufsmenge im ersten Halbjahr 2015/16 (per 29. Februar 2016) um 45 Prozent auf 933,327 Tonnen und wuchs damit deutlich schneller als der sich leicht erholende, aber immer noch schwache globale Schokoladenmarkt.

Dieses Volumenwachstum war getrieben vom Schokoladengeschäft in allen Regionen. Alle Wachstumstreiber lieferten positive Beiträge. Der Bereich Global Cocoa hat die Verkäufe an Dritte gezielt reduziert und lässt weniger profitable Verträge nach und nach auslaufen. Der Umsatzwuchs um 11.7 Prozent in Lokalwährungen (5.6 Prozent in CHF) auf CHF 3,424.3 Mio., dies aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Kakaobohnenpreise und der gestiegenen Verkäufe von hochwertigeren Produkten. Der Bruttogewinn erhöhte sich um 4.7 Prozent in Lokalwährungen (-1.9 Prozent in CHF) auf CHF 437.9 Mio. und entsprach somit in etwa der Entwicklung der Verkaufsmenge da die negativen Auswirkungen der Combined Cocoa Ratio dank der guten Margenentwicklung und dem vorteilhafteren Produktmix infolge des strategischen Fokus auf das Schokoladengeschäft kompensiertwerden konnten. Verglichen mit der starken Vergleichsbasis aus dem Vorjahr entwickelte sich der Betriebsgewinn (EBIT) mit CHF 200.7 Mio. fast flach (-0.3 Prozent in Lokalwährungen und -8.4 Prozent in CHF, aufgrund bedeutender negativer Währungsumrechnungseffekte in Höhe von CHF -17.9 Mio.infolge der Stärke des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und einigen Schwellenlandwährungen). Wie erwartet wirkten sich auch Restrukturierungskosten im Rahmen des Cocoa Leadership-Projekts und weitere Investitionen in den Bereichen Sales und Marketing negativ aus. Der Konzerngewinn ging um -12.5 Prozent in Lokalwährungen (-18.5 Prozent in CHF) auf CHF 107.9 Mio. zurück, dies infolge eines höheren Finanzaufwands, höherer Ertragssteuern und Währungsumrechnungseffekten.
Weiterhin herausforderndes Marktumfeld. Mittelfristige Finanzziele bestätigte CEO Antoine de Saint-Affrique in der Pressekonferenz vom 6. April 2016: «Wie angekündigt, wird das laufende Jahr bezüglich Profitabilität wegen des gegenwärtigen Kakaomarktes weiterhin einige Herausforderungen bereithalten. Wir werden unsere Strategie des ‹smarten› Wachstums konsequent weiter umsetzen und unser Kakaogeschäft auf die Wiederherstellung des EBIT pro Tonne ausrichten. Wir freuen uns, dass unsere Massnahmen beginnen, Früchte zu tragen, und wir bestätigen unsere mittelfristigen Finanzziele.»



Im ersten Geschäftshalbjahr 2015/2016 erhöhte sich der Bruttogewinn um 4,7 Prozent auf 437, 9 Millionen Franken