Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
18.08.2016

Bell zieht positive Bilanz für das 1. Halbjahr 2016

Für die Bell-Gruppe war das erste Halbjahr 2016 durch die Akquisitionen der Unternehmen Huber und Eisberg, die Effekte der Mehrheitsübernahme von Hilcona im Mai 2015 sowie durch herausfordernde Marktbedingungen geprägt. Der Umsatz der Bell-Gruppe wuchs um 26,2 Prozent oder CHF 336 Millionen auf CHF 1,6 Milliarden.

Bilder: Bell AG

Das Umsatzwachstum ist vor allem durch die Konsolidierung der Akquisitionen begründet. Der Geflügelspezialist Huber ist seit dem 1. März 2016 konsolidiert. Die auf Früchte- und Salat-Convenience spezialisierte Eisberg fliesst seit dem 1. Mai 2016 in die Gruppenrechnung ein. Zudem ist im Vergleich zum Vorjahr der gesamte Halbjahresumsatz (Vorjahr nur Mai/Juni) der Hilcona in der Höhe von CHF 276 Millionen in der Rechnung konsolidiert. Ebenfalls Einfluss auf den nominalen Umsatz hatten die Teuerung bei den Rohmaterialpreisen sowie Währungsumrechnungen. Das gesamte Absatzvolumen der Bell-Gruppe im ersten Halbjahr betrug 191 928 Tonnen (+59,5 Prozent). Die Volumensteigerungen sind auf die Akquisitionen sowie auf das Wachstum in der Schweiz zurückzuführen.
Während die Beiträge der akquirierten Unternehmen sowie das effiziente Kostenmanagement positiv wirkten, übten die höheren Rohmaterialkosten und der verschärfte Konkurrenzkampf weiteren Druck auf die Margen aus. Dennoch ist der erreichte EBITDA mit CHF 119,8 Millionen 32,4 Prozent oder CHF 29,3 Millionen über Vorjahr. Der EBIT wächst ebenfalls um CHF 15,6 Millionen auf CHF 61,0 Millionen (+34,2 Prozent). Der Unternehmensgewinn nach Minderheitsanteilen liegt mit CHF 36,2 Millionen um CHF 4,2 Millionen über Vorjahr (+13,3 Prozent).

In der Schweiz leiden die Absatzmärkte Retail und Food-Service an den Folgen des Einkaufstourismus sowie an den ungünstigen Witterungsverhältnissen im ersten Halbjahr. Zudem stiegen die Rohmaterialpreise je nach Tiergattung um bis zu 9 Prozent. Bell Schweiz hat trotz diesen schwierigen Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erzielt. Der Umsatz wuchs um 4,1 Prozent auf CHF 934 Millionen (CHF +36,5 Millionen). Das Absatzvolumen erhöhte sich um 2,3 Prozent auf rund 62 000 Tonnen. Dieses Ergebnis konnte das Unternehmen dank starken Verkaufsförderungsmassnahmen erzielen. Allerdings erhöhte sich der Druck auf die Margen aufgrund der Rohstoffteuerung und der erhöhten Wettbewerbsintensität. Die bauliche Erweiterung des Geflügelbetriebes in Zell (LU) wurde plangemäss fertiggestellt und im Juni reibungslos in Betrieb genommen.

Auch Bell Deutschland ist mit anspruchsvollen Wettbewerbsbedingungen konfrontiert. Der Wettbewerbsdruck erhöht die Volatilität bei den Listungen und vor allem im 2. Quartal sind die Rohmaterialpreise deutlich angestiegen. Diese Faktoren schlagen sich im Ergebnis nieder: Der Umsatz ging um 2,3 Prozent (in Lokalwährung -5,9 Prozent) auf CHF 213 Millionen zurück. Das Absatzvolumen sank um 1,9 Prozent auf 32 551 Tonnen. Positiv stimmt das Markengeschäft, in dem verschiedene Markenkonzepte erfolgreich unterwegs sind und weitere Fortschritte bei der Marktpenetration verzeichnet werden konnten.

Für Anfang 2017 ist der Baustart eines zusätzlichen Betriebes für spanische Schinkenspezialitäten in der Nähe von Madrid geplant. Dank der nach der Fertigstellung neu geschaffenen Jahreskapazität von über einer Million Schinken eröffnen sich neue Perspektiven für die nationale und internationale Marktbearbeitung.

Im zweiten Halbjahr 2016 liegt der Fokus weiterhin auf der reibungslosen Integration der akquirierten Unternehmen sowie auf den eingeleiteten operativen Massnahmen zur weiteren Stärkung der Leistungsfähigkeit und der Ertragslage. Bell ist von den Stärken der Gruppe sowie der erfolgreichen Umsetzung der Strategien überzeugt und ist für die kommenden Herausforderungen gewappnet. Die weitere Entwicklung der Rohmaterialpreise und der Absatzmärkte sowie deren Auswirkungen auf das Ergebnis sind allerdings schwer abzuschätzen.



Das Umsatzwachstum von Bell ist durch die Konsolidierung der Akquisitionen begründet