Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
11.03.2016

Erfolgreiches Kundenforum

Konsumentinnen und Konsumenten verlangen qualitativ hochwertige, sichere Lebensmittel. Um diese garantieren zu können, nutzt die Lebensmittelindustrie moderne Methoden der Qualitätssicherung. Beim Kundenforum von Kundert Ingenieure konnten sich Interessierte über innovative Instrumentenlösungen und ausserordentliche Anlage informieren.

Bilder: Trunz Christian, Kundert Ingenieure

Am Donnerstag, 10. März lud Kundert Ingenieure wieder zu ihrem traditionellen Kundenforum ein. Dieses Mal stand die Veranstaltung unter dem Motto «Sortieren – Separieren – gezielte Qualitätssteigerung». Den Anfang der Vortragsreihe machte Urs Pratter von Konica Minolta. Der Verkaufsmanager befasste sich mit den Grundlagen der Farbmetrik und zeigte, wie Farben als Messgrösse zu berechnen und für Anwender visualisierbar sind. Wie wichtig eine exakte Farbbestimmung sein kann, zeigt sich eindrücklich an der Tatsache, dass das menschliche Auge nur bedingt Unterschiede in den Farbnuancen erkennen kann. Um nicht auf den Unsicherheitsfaktor Mensch angewiesen zu sein, gibt es moderne Messtechniken, die exakt selbst feine Nuancen unterscheiden können.Zuvor definierte Grenzwerte geben den Rahmen für die Qualitätsbestimmung vor. So erhalten Fachleute bereits in kurzer Zeit genaue Farbanalysen und können so entscheiden, ob das Produkt ihren Qualitätsansprüchen genügt oder nicht. In der Lebensmittelindustrie sind die Einsatzgebiete der Farbmetrik gross und reichen von der Qualitätskontrolle der Rohware bis hin zur Prozesskontrolle wie zum Beispiel beim Backen, Rösten oder Mischen.
Werner Thomann, zuständig für den Verkauf Messtechnik bei Kundert Ingenieure und Branko Vranic, Application Specialist NIR-Online bei Büchi Labortechnik befassten sich mit der online Qualitätskontrolle in Echtzeit. Mit Praxisbeispielen konnten die Experten beweisen, dass diese Spektral- und Bildanalyse tatsächlich eine lückenlose Prozessüberwachung in Echtzeit erlaubt und damit den Laboranalysen ebenbürtig und oftmals sogar überlegen sind. Die Fachleute erklärten anhand von Praxisbeispielen, dass Laboranalysen nicht zwingend genauer sind als online-Messdaten, denn allein die Probenahme hat schon Einfluss auf das Ergebnis. Bei online Analysen entfallen die Probenahme und damit ein erster Unsicherheitsfaktor. Mithilfe der NIR-Technik können Betriebe just in time online organische Substanzen, wie beispielsweise den Fettgehalt von Hackfleisch oder den Feuchtegehalt von Milchpulver analysieren, Prozessparameter optimieren, sowie Produktionsprozesse zeitnah steuern und kontrollieren.
Die Vortragsreihe beendete Uli Hurzlmeier von Sesotec, der sich mit der Fremdkörpererkennung befasste. Dabei erklärte der Produktmanager neben den Vorteilen auch die Grenzen der verschiedenen Detektionsmöglichkeiten. Er zeigte eindrücklich, wie wichtig die Auswahl der richtigen Methode für die Qualitätssicherheit ist und dass sich nicht jeder Fremdkörper auch sicher auffinden lässt. Denn bei moderner Technik spielt die Physik eine wichtige Rolle. So basieren  innovativen Detektionsmethoden auf der Dichtemessung. Und da liegen auch die natürlichen Grenzen der Methoden. Denn ab einer gewissen Grösse, lassen sich Unterschiede in der Dichte nicht mehr messen. Sehr kleine oder leichte Fremdkörper wie beispielsweise einzelne Haare, sind ab einer gewissen Produktfüllmenge somit kaum noch zu entdecken. Dennoch ist es für die Produktsicherheit unerlässlich, für jedes Produkt die passende Methode zu wählen. Auch wenn sich nicht alles detektieren lässt sind innovative Fremdkörpersysteme für die Senkung des Unternehmensrisikos und für den Konsumentenschutz unerlässlich.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmenden noch die Gelegenheit, die vorgestellten Geräte in Aktion zu sehen und mit den Referenten individuelle Fragen zu besprechen.



Das Kundert Kundenforum stand unter dem Zeichen «Sortieren – Separieren – gezielte Qualitätssteigerung»


Urs Pratter von Konica Minolta befasste sich mit Farbe als Qualitätsmerkmal


Einige der vorgestellten Messgeräte konnten die Teilnehmenden nach den Vorträgen genauer in Augenschein nehmen