Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
25.02.2016

Erfreuliches Ergebnis für Bell

Die Bell-Gruppe erzielte 2015 ein erfreuliches Ergebnis und konnte ihre Marktposition weiter ausbauen. Der Jahresgewinn stieg um 8,0 Prozent auf CHF 94,8 Millionen. Der Verwaltungsrat beantragt eine weitere Erhöhung der Dividende um CHF 5 auf CHF 70 pro Aktie und empfiehlt der Generalversammlung einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10. Mit den Akquisitionen der Huber- und Eisberg-Gruppe sowie einem substanziellen Investitionsprogramm in der Schweiz sind die Weichen für eine positive Zukunft gestellt.

Der Warenumsatz der Gruppe stieg um 8,5 Prozent auf CHF 2,82 Milliarden. Über die ganze Gruppe erreichte das Absatzvolumen 275 308 Tonnen (+27,7 Prozent). Der Bruttogewinn hat erstmals die Schwelle von CHF 1 Milliarde überschritten. Die wichtigsten Treiber für dieses Ergebnis waren die Vollkonsolidierung von Hilcona zum 1. Mai 2015, die Konzentration auf wertschöpfungsreiche Produkte und die Bereinigung des Sortiments. Aus diesen Gründen und durch weitere operative Fortschritte bei den internationalen Aktivitäten konnte das Unternehmen den EBITDA deutlich um 19,8 Prozent auf CHF 235 Millionen erhöhen. Der Jahresgewinn wuchs um 8,0 Prozent oder CHF 7 Millionen auf CHF 94,8 Millionen.

In der Schweiz hat der Einkaufstourismus weiter zugenommen. Dennoch ist es Bell Schweiz gelungen, sich gut zu behaupten und das Absatzvolumen in allen Warengruppen zu erhöhen. Trotz einer Minusteuerung bei den Rohmaterialpreisen konnte die Gruppe den Ertrag dank eines effektiven Kostenmanagements und einer höheren Produktivität steigern.
Die Ergebnis-Situation von Bell Deutschland hat sich im Berichtsjahr trotz leicht rückläufigem Absatz deutlich verbessert. Die Sortimente mit hoher Wertschöpfung hat das Unternehmen erfolgreich forciert und die Prozesse weiter optimiert.
Unterschiedlich entwickelt haben sich die einzelnen Bereiche von Bell International. Über die ganze Division gesehen, konnte der Konzern gegenüber dem Vorjahr das Absatzvolumen steigern. Unter den Erwartungen liegen die Aktivitäten in Frankreich und Tschechien. Die Geschäfte in Polen und Ungarn haben sich dagegen positiv entwickelt.
Ebenso blickt Hilcona auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Mittels Innovationen, speziell bei den vegetarischen Produkten, bauten sie die Marktstellung weiter aus. Auch hier wurden operative Fortschritte erreicht. Namentlich konnte die Gruppe die Wertschöpfungskette verbessern und die Produktivität steigern.

An den Standorten Basel und Oensingen investiert Bell in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag und legt damit den Grundstein für eine noch leistungsfähigere Produktion in der Schweiz. Auf dem Areal Neudorfstrasse in Basel werden neue Werke für Charcuterie und Seafood sowie ein Verwaltungsgebäude entstehen. Das Areal Elsässerstrasse wird mittelfristig umgenutzt oder veräussert. In Oensingen will das Unternehmen neue Werke für die Schweineverarbeitung und die Aufbereitung und Kommissionierung von Frisch- und Tiefkühlprodukten sowie ein Erweiterungsbau des bestehenden Betriebes realisieren. Mit einem Planungshorizont von 2016 bis 2025 werden die Projekte ausgearbeitet und in den nächsten zwei Jahren zur Entscheidungsreife gebracht.

Bell rechnet mit einem weiteren anspruchsvollen Jahr, das geprägt ist durch tendenziell höhere Rohstoffpreise und einer anhaltenden Verschärfung des Wettbewerbs. Bestärkt durch die Resultate im vergangenen Jahr wird die Gruppe die strategische Stossrichtung konsequent weiterverfolgen. Im Fokus stehen die reibungslose Integration der beiden Akquisitionen, das substanzielle Investitionsprogramm in der Schweiz sowie der Ausbau der wertschöpfungsstarken Produkte. In allen Bereichen sieht Bell bestehende Potentiale, die das Unternehmen gezielt weiter erschliessen kann.

Weitere Informationen:
Bell-Gruppe



Die Bell-Gruppe konnte im vergangenen Geschäftsjahr den Jahresgewinn steigern