Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
27.04.2016

In vier Jahrzehnten an die Spitze

Seit 1977 hat der Spezialist für magnetisch-induktiven Durchfluss-Messtechnik Endress+Hauser über zwei Millionen Durchflussmessgeräte produziert.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte als Hersteller von magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräten (MID) Mitte der 1970er-Jahre. Um in den damals aufstrebenden Wasser- und Abwassermarkt einzusteigen, kaufte das Unternehmen 1977 die Firma «Flowtec» in Bern und verlegte deren Standort nach Reinach (BL). Hier startete Endress+Hauser die Fertigung von Durchflussmessgeräten mit nur drei Angestellten in einer ehemaligen Militärbaracke.
Gearbeitet hat die Belegschaft auf Zuruf. «Heute hingegen«, so versichert Bernd-Josef Schäfer, Geschäftsführer von Endress+Hauser Flowtec, «produzieren wir mit moderner Logistik an sechs Standorten weltweit: in der Schweiz, Frankreich, USA, China, Indien und in Brasilien. Nur so war es überhaupt realisierbar, die mittlerweile zwei Millionen produzierten MIDs mit der erforderlichen Qualität fertigen zu können.»

Der bald 40-jährige Erfolg hat viele Gründe. Nicht zuletzt dank des Erfindergeistes konnte das Unternehmen den Kunden immer wieder wegweisende Neuerungen anbieten, um unterschiedliche Medien wie Wasser, Milch, Säuren, Laugen oder Erzschlämme in Rohrleitungen hochgenau zu erfassen. Mit cleveren Innovationen wie der Präzisionsmessung von schwierigen Medien (Autozero, 1981), der Mikroprozessorsteuerung (Variomag, 1984), der Zweileitertechnologie (Eximag, 1987) oder der Bedienmatrix (Tecmag, 1990) hat es Endress+Hauser immer wieder geschafft, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Im Jahr 1993 vereinigten Verantwortliche all diese Gerätevarianten unter der Bezeichnung«Proline» in einer Produktfamilie. Daneben produziert Endress+Hauser aber auch Durchflussmessgeräte für ganz spezielle Anwendungen, zum Beispiel für das Abfüllen von Flaschen im Sekundentakt.

Bis heute entwickeln Fachleute die 1993 lancierte Proline Gerätefamilie permanent weiter und machen diese immer wieder für die in verschiedenen Industrien herrschenden Anforderungen «fit». Nach der zweiten Generation (2000) bietet die dritte und neueste Proline Generation (2012) eine Vielzahl einzigartiger Funktionen und Geräteeigenschaften.
Damit können Anlagenbetreiber künftig Mess- und Diagnosedaten nicht nur via Anzeige, WLAN, Webserver oder Feldbus abfragen, sondern den Messbetrieb auch umfassend überwachen und – falls erforderlich – die Funktionstüchtigkeit eines Durchflussmessgerätes im laufenden Betrieb prüfen.



Der Anfang in Mitte der 1973ern legte den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte


Moderne Anlagen bestimmen heute das Bild


Die Proline Gerätefamilie bietet in der neuen Generation eine Vielzahl an Funktionen und Eigenschaften