Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
24.02.2016

M-Industrie erzielt Umsatzplus von 4.0 Prozent

Die M-Industrie erarbeitete im Jahr 2015 CHF 6255 Milliarden Umsatz (Vorjahr CHF 6016 Milliarden) und konnte damit in einem anspruchsvollen Marktumfeld um 4,0 Prozent wachsen. Durch gezielte Akquisitionen stärke die Industriegruppe die Marktpositionen im In- und Ausland. Trotz Frankenstärke und zunehmendem Druck im Schweizer Markt legte die M-Industrie real um 0,8 Prozent zu.

Bilder: M-Industrie

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die damit verbundene Frankenstärke haben den Druck auf den Werkplatz Schweiz deutlich erhöht. Der steigende Einkaufstourismus und die verhaltene Konsumentenstimmung auf dem Schweizer Markt (Detailhandel und Grossverbrauchermarkt) waren für die M-Industrie spürbar. Mit gezielten Akquisitionen im In- und Ausland stärkte die Industriegruppe ihre Marktpositionen und erzielte ein solides Wachstum. Mit der Übernahme der Lüchinger+Schmid-Gruppe (Handels- und Produktionsunternehmen für Eier, Eiprodukte, gekühlte Frisch- und Tiefkühlprodukte) liess sich der Belieferungsgrosshandel markant ausbauen. Nominal steigerte die M-Industrie den Umsatz in allen Kundengruppen.

Das Geschäft mit der Migros-Gruppe konnte die Industriegruppe um 2,1 Prozent auf CHF 4488 Milliarden ausbauen. Überproportional entwickelte sich das Geschäft mit Denner, Migrolino und LeShop.ch. Nicht zuletzt dank den vielfältigen Sortimenten der M-Industrie konnten alle Kunden innerhalb der Migros-Gruppe Marktanteile gewinnen. Das anspruchsvolle Umfeld im Grossverbrauchermarkt war geprägt vom Einkaufstourismus und von fehlenden ausländischen Touristen, was Auswirkungen auf das Gastronomiegeschäft hatte. Das Umsatzwachstum von knapp 10 Prozent auf CHF 1086 Millionen (Vorjahr CHF 995 Millionen) ist in erster Linie auf die erstmals konsolidierte Lüchinger+Schmid-Gruppe zurückzuführen. In einem schrumpfenden Gesamtmarkt liess sich das Umsatzniveau halten.
Das internationale Geschäft, bestehend aus Export und Auslandstandorten, legte um 8,8 Prozent auf CHF 681 Millionen (Vorjahr CHF 626 Millionen) zu. Die Auslandstandorte legten in Lokalwährungen teils kräftig zu. Trotz dem erstarkten Schweizer Franken (rund 12 Prozent gegenüber der Hauptwährung Euro) erwies sich das Exportgeschäft als robust. Währungsbereinigt betrug das Exportwachstum 6,3 Prozent. Hauptwachstumstreiber waren das Kaffeekapsel- sowie das Käsegeschäft. Ebenfalls steigern konnte sich der Bereich Kosmetika. M-Währungs- und teuerungsbereinigt konnten die meisten Geschäftsfelder zulegen und Währungserfolge (Einsparungen bei der Beschaffung) an die Kunden in Form von tieferen Preisen weitergeben.

Investitionen in den Werkplatz Schweiz und in die Nachhaltigkeit Die M-Industrie hat im Berichtsjahr rund CHF 200 Millionen in den Werkplatz Schweiz investiert. Neben dem Ausbau von Produktionskapazitäten hat die Industriegruppe spezifische Investitionen in Anlagen und Technologien getätigt, um die Ressourceneffizienz zu erhöhen und Verpackungsmaterialien einzusparen. Mit diesen Investitionen wird die ehrgeizige Nachhaltigkeitsstrategie der M-Industrie wirkungsvoll unterstützt.

Aucg 2016 bleibt der Produktionsstandort Schweiz unter Druck. Vom Schweizer Markt sind wenig Wachstumsimpulse zu erwarten. In diesem anspruchsvollen Umfeld wird die M-Industrie ihre Leistungsfähigkeit konsequent weiter steigern und ihre Marktpositionen in den internationalen Schlüsselmärkten gezielt ausbauen.

Weitere Informationen:
M-Industrie



Walter Huber, Leiter M-Industrie und Mitglied der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) ist mit dem Jahresergebnis von 2015 zufrieden