Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
12.04.2016

Migros behauptet sich in schwierigem Umfeld

Die Migros-Gruppe hat sich 2015 trotz steigendem Einkaufstourismus, Frankenstärke und den damit verbundenen Fremdwährungsverlusten gut behauptet und gewann erneut deutlich Marktanteile. Der Ertrag erhöhte sich um 0,1 Prozent auf CHF 27,4 Milliarden. Der Gruppengewinn belief sich auf CHF 791,1 Millionen, das sind CHF 34,5 Millionen oder 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit CHF 1,356 Milliarden lagen die Investitionen erneut auf hohem Niveau. Per Ende Jahr beschäftigte die Migros-Gruppe erstmals über 100 000 Personen, die aus 150 Nationen stammen.

Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB), zum erfolgreichen Jahr: «Das Marktumfeld war schwierig, trotzdem konnten wir im Detailhandel die Kundenfrequenzen wiederum steigern und markant Marktanteile ausbauen. Dass die Konsumenten unsere Eigenmarken, aber auch unser soziales, ökologisches und kulturelles Engagement schätzen, zeigen die zahlreichen Feedbacks auf Migipedia und Facebook sowie auch alle Befragungen, wie etwa der jüngste GfK Business Reflector. Drei Jahre hintereinander haben 3500 Befragte die Migros zum sympathischsten, nachhaltigsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Unternehmen erkoren. Sehr erfreulich ist auch das starke Wachstum im E-Commerce. Die Migros bleibt somit ein kerngesundes und innovatives Unternehmen, das grosses Vertrauen geniesst.»

Ertrags- und Gewinnentwicklung. Im Jahr 2015 erhöhte sich der Umsatz der Migros-Gruppe um CHF 31,9 Millionen auf CHF 27,406 Milliarden. (+0,1 Prozent). Das Ergebnis ist stark durch die ungewöhnlich hohe Minusteuerung in einzelnen Geschäftsbereichen (Benzin, Heizöl, Reisen, Elektronik etc.) und einen Währungseffekt von -1,0 Prozent beeinflusst. Diese Effekte minderten den Umsatz um über CHF 1 Milliarden. Das Ergebnis vor Finanzerfolg und Ertragssteuern (EBIT) beträgt CHF 981,6 Millionen (-12,8 Prozent). Die Ertragsrendite liegt bei 3,6 Prozent (VJ 4,1 Prozent). Der Gruppengewinn reduzierte sich um CHF 34,5 Millionen (-4,2 Prozent) auf CHF 791,1 Millionen (VJ CHF 825,6 Millionen). Das Eigenkapital erhöhte sich im gleichen Zeitraum um CHF 832,2 Millionen auf CHF 16,802 Milliarden. (+5,2 Prozent). Die Eigenkapitalquote beträgt inklusive Migros Bank 27,0 Prozent, ohne Migros Bank sind es 66,5 Prozent.

Detailumsatz In- und Ausland. Im Detailhandel resultierte im In- und Ausland ein Umsatz von CHF 22,996 Milliarden. (VJ CHF 23,052 Milliarden), was einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent entspricht. Die durchschnittliche Minusteuerung von 2,7 Prozent und der Währungseffekt beeinflussten das Resultat negativ. Das Wachstum betrug währungs- und teuerungsbereinigt 3,4 Prozent. Der Detailumsatz im Ausland umfasst die Umsätze der Migros France, der Tegut-Gruppe, der Gries-Deco-Gruppe Deutschland und Österreich sowie von Probikeshop. Im Vergleich zum Vorjahr resultierte in Euro ein Umsatzwachstum von 5,9 Prozent, in Schweizer Franken verringerte sich der nominale Umsatz aufgrund der Wechselkurssituation um CHF 145,5 Millionen auf CHF 1,672 Milliarden. (-8.0 Prozent). Die Migros-Gruppe konnte 2015 gemäss BAK Basel ihren Marktanteil deutlich um 0,8 Prozent auf 21,2 Prozent erhöhen.

Genossenschaftlicher Detailhandel. Dem Genossenschaftlichen Detailhandel konnte die Gruppe erneut durch den um 8 Prozent gestiegenen Einkauf im grenznahen Ausland, starke inländische Konkurrenz und eine durchschnittliche Teuerung von -6 Prozent in den Fachmärkten und -1,3 Prozent in den Supermärkten prägen. Im In- und Ausland erzielten die zehn regionalen Genossenschaften einen Umsatz von CHF 15,613 Milliarden (VJ CHF 15,910 Milliarden), was einer Veränderung von -1,9 Prozent entspricht. Der negative Währungseffekt belief sich auf CHF 159,5 Mio. (-1,0 Prozent). Währungs- und teuerungsbereinigt ergibt dies ein reales Wachstum von 0,7 Prozent. Die Kunden profitierten von Preissenkungen von über CHF 200 Millionen. In der Schweiz betrug der Umsatz in den Supermärkten CHF 11,670 Milliarden Bei einer durchschnittlichen Teuerung von -1,3 Prozent konnten die zehn Genossenschaften ihren Umsatz somit real halten.



Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) ist mit dem Geschäftsjahr 2015 zufrieden


Jörg Zulauf, Leiter Departement Finanzen MGB, präsentierte an der Bilanzpressekonferenz vom 13. April 2016 die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr


Hansueli Siber, Leiter Departement, Marketing MGB, ging unter anderem detailiert auf die Umsatzentwicklung der Super-/Verbrauchermärkte, Fachmärkte und der Gastronomie der Migros ein