Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
16.12.2016

Neues Lebensmittelrecht: Weniger Handelshemmnisse gegenüber der EU

Die vom Bundesrat verabschiedete Revision des Lebensmittelrechts (LARGO) hat jetzt ein Massnahmenpacket zur Folge, dass Handelshemmnisse gegenüber der EU abbaut. Zudem ist ein starker Konsumentenschutz gewährleistet und belastet dabei die betroffenen Unternehmen nicht.

Autor: Geschäftsstelle IG DHS

Das Lebensmittelgesetz ist für den Detailhandel für die tägliche Arbeit im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten von grosser Bedeutung. Dies auf allen Ebenen: bei der Beschaffung, im Verkauf wie auch in den eigenen Produktionsbetrieben, die zu den grössten Lebensmittelverarbeitungsbetrieben in der Schweiz zählen und auch Produkte exportieren. Rechtssicherheit sowie ein effizienter und verlässlicher Vollzug sind neben den internen Vorschriften und Kontrollmechanismen wichtige Voraussetzungen, um Kundinnen und Kunden der Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) sichere, korrekt beschriftete und auch preislich attraktive Produkte anbieten zu können.
 
Für den Detailhandel bringt das neue Recht insbesondere folgende Verbesserungen:
Abschaffung des Positivprinzips und damit Erleichterungen beim Import neuartiger Lebensmittel ohne Verzicht auf gewisse notwendige Mindeststandards.
Angleichungen an EU-Recht und damit Abbau von Handelshemmnissen.
Massvolle, zielgerichtete Herkunftsdeklaration und Beibehaltung der mündlichen Information zu Allergenen.
Darüber hinaus begrüsst die IG DHS das ausgewogene Verhältnis zwischen Konsumentenschutz und unternehmerischer Freiheit für die betroffenen Unternehmen. Das neue Lebensmittelrecht ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Regulierungsprozess unter Einbezug aller relevanten Stakeholder erfolgreich verlaufen kann.