Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
24.02.2016

Orior behauptet sich in anspruchsvollem Umfeld

Die für Frischconvenience und Fleischveredelung bekannte Schweizer Lebensmittelproduzentin Orior vermochte sich im Jahr 2015 in einem anspruchsvollen Umfeld gut zu behaupten. Trotz Umsatzrückgang konnte die Gruppe die operativen Ergebniskennzahlen und Margen verbessern, den operativen Cash Flow steigern und die Bilanz erneut stärken. Damit bestätigt das Unternehmen den erfolgreichen Start in das neue Kapitel und schafft die Grundlagen für zukünftiges Wachstum und eine weiterhin attraktive Dividendenpolitik.

Bilder: Orior

Die Orior Gruppe erreichte 2015 einen Nettoerlös von CHF 500,1 Millionen, was einem Rückgang von 4,1 Prozent beziehungsweise von 3,6 Prozent zu konstanten Wechselkursen entspricht (Vorjahr CHF 521,6 Millionen). Primäre Treiber waren die rückläufigen Schweizer Detailhandels- und Gastronomiemärkte, mit überproportionalem Rückgang in den Grenz- und Tourismusregionen. Die Schärfung des Produktportfolios und die konsequente Ausrichtung auf nachhaltiges und profitables Wachstum haben ebenfalls zum Umsatzrückgang beigetragen; sie bilden eine wichtige Investition in zukünftiges Wachstum und Margen. Der EBITDA stieg um 1,3 Prozent auf CHF 48,7 Millionen, was einer Margenverbesserung von 52 Basispunkten auf 9,7 Prozent entspricht (Vorjahr: CHF 48,0 Millionen). Dank leicht tieferen Abschreibungen nahm das operative Ergebnis (EBIT) um 4,1 Prozent auf CHF 33,8 Millionen zu, die EBIT-Marge erhöhte sich um 54 Basispunkte auf 6,8 Prozent (Vorjahr CHF 32,5 Millionen). Der Gewinn vor Steuern steigerte sich um 5,0 Prozent auf CHF 31,3 Millionen; negative Wechselkurseffekte und höhere Ertragssteuern verringerten hingegen den Reingewinn leicht um 3,5 Prozent auf CHF 25,6 Millionen (Vorjahr: CHF 26,5 Millionen) beziehungsweise CHF 4,32 je Aktie.
Eine deutliche Steigerung erzielte das Unternehmen beim operativen Cash Flow, der um 45,6 Prozent auf CHF 41,7 Millionen zulegte (2014: CHF 28,6 Millionen). Die Eigenkapitalquote konnte die Gruppe in der Berichtsperiode weiter steigern und liegt nun bei 58,6 Prozent.

Unter dem Titel «ORIOR 2020» hat das neue Management im Mai 2015 einen Strategieprozess lanciert. Im September haben die Verantwortlichen die neue Strategie vorgestellt und mit der Implementierung begonnen. Übergeordnetes Ziel der Strategie ist die stetige Wertsteigerung. Mit den strategischen Eckpfeilern «Innovations-Haus», «Marken stärken und ausbauen», «Agilität und Kosteneffizienz», «Die ORIOR-Verantwortung» sowie «Wir sind ORIOR» bildet die neue Strategie die Grundlage, um die Erfolgsgeschichte der Gruppe nachhaltig und rentabel weiterzuschreiben.

Für 2016 rechnet das Unternehmen mit weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Der Schweizer Detailhandel und die Gastronomie werden weiter unter Druck sein und sich der gesamt-wirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen können. Die Geschäftsleitung erwartet – insbesondere im ersten Halbjahr – weitere Preisnachlässe, Importdruck, fortdauernden Einkaufstourismus und sich verschlechternde Konsumentenstimmung. Rohstoffseitig werden weiterhin hohe Preise für Rindfleisch erwartet, bedingt durch die anhaltende Knappheit. Die Schweinefleischpreise dürften im Jahr 2016 wieder leicht anziehen. Entsprechend den anspruchsvollen Rahmenbedingungen wird das Unternehmen das Hauptaugenmerk auch im Jahr 2016 auf Innovation, Portfoliomanagement und Kosteneffizienz setzen.

Weitere Informationen:
www.orior.ch



Frischeconvenience ist nur ein Standbein der Orior-Gruppe