Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
24.03.2016

Zufriedenstellendes Ergebnis für Emmi

Bilder: Emmi

Die Schweizer Milchverarbeiterin Emmi erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Nettoumsatz von CHF 3214 Millionen (2014: CHF 3404 Millionen). Das entspricht einem Rückgang von -5,6 Prozent. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, belief sich der Rückgang auf -3,0 Prozent und lag damit am unteren Rand der Prognosen, die Emmi im August 2015 veröffentlichte. Die Erträge lagen hingegen über den Erwartungen: Das EBIT von CHF 188,9 Millionen war 10,7 Prozent höher als der Vorjahreswert von CHF 170,7 Millionen. Die EBIT-Marge belief sich auf 5,9 Prozent. Der Reingewinn belief sich auf CHF 120,2 Millionen. Gemäss Urs Riedener, CEO der Emmi Gruppe, ist das erfreuliche Resultat auf eine deutliche Ertragssteigerung im Ausland zurückzuführen. So hatte die Gruppe 2014 zwei ertragsschwache Unternehmen verkauft, in das Operational-Excellence-Programme in den Tochtergesellschaften investiert und die notwendigen Preiserhöhungen in Euroländern konsequent umgesetzt. Darüber hinaus behaupteten sich bewährte und margenstarke Markenkonzete auch unter schwierigen Bedingungen.

Umsatzentwicklung Schweiz. In der Division Schweiz sank der Umsatz, wie im Februar kommuniziert, um -5,0 Prozent auf CHF 1793,3 Millionen (2014: CHF 1881,1 Millionen). Dabei beliefen sich der Mengeneffekt auf -3,3 Prozent und der Preiseffekt auf -1,7 Prozent. Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz betrug 56 Prozent (2014: 55 Prozent).

Umsatzentwicklung Europa. In der Division Europa ging der Umsatz um -4,2 Prozent auf CHF 487,3 Millionen zurück (2014: CHF 508,8 Millionen). Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, reduzierte sich der Umsatz um -0,8 Prozent, was angesichts der Euroschwäche, der tiefen Milchpreise und der konsequent durchgesetzten Preiserhöhung auf Schweizer Exportprodukte beachtlich ist. Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz betrug, wie im Vorjahr, 15 Prozent.


Steigerung der Profitabilität. Der Bruttogewinn von Emmi reduzierte sich im Jahr 2015, trotz deutlich geringerem Umsatz, um lediglich CHF 11,4 Millionen auf CHF 1117,7 Millionen (2014: CHF 1129,1 Millionen). Die Gruppe konnte diese Margenverbesserung primär dank der Preiserhöhungen auf Schweizer Exportprodukte im Ausland, tieferen Beschaffungskosten im In- und Ausland, der Umsetzung von Rationalisierungs- und Produktivitätssteigerungsmassnahmen, dem bewussten Verzicht auf Geschäfte mit unzureichenden Margen und dem guten Abschneiden wichtiger Markenkonzepte erreichen.

Ausblick. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch 2016 von einem wettbewerbsintensiven Umfeld geprägt bleiben wird und sich der Euro auf dem aktuellen Niveau einpendelt. In der Schweiz werden Importdruck und Einkaufstourismus anhalten. Emmi geht daher von einem anspruchsvollen Jahr für die Division Schweiz aus. Ein beständiges Konsumverhalten erwartet Emmi in ihrem grössten Auslandsmarkt, den USA. Auch in Tunesien dürfte die positive Entwicklung anhalten. In Chile gibt es Anzeichen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld etwas erholt. Bei den Exporten aus der Schweiz geht das Unternehmen davon aus, dass sich starke Markenkonzepte mit hoher Differenzierung wie Caffè Latte oder Kaltbach gut halten können, während leichter substituierbare Produkte stark unter Druck bleiben werden.
Durch die genanten Faktoren dürfte der organische Umsatz des Konzerns 2016 in etwa auf dem Niveau von 2015 verbleiben. Im laufenden Geschäftsjahr strebt Emmi eine weitere Effizienzverbesserung, primär in den ausländischen Tochtergesellschaften an. Aufgrund der Ertragsverbesserungen im Ausland geht die Gruppe für das laufende Geschäftsjahr von einer gegenüber 2015 leicht verbesserten Profitabilität aus.

Weitere Informationen:
Emmi



Urs Riedener, CEO der Emmi Gruppe, ist mit dem Ergebnis für 2015 zufrieden


Mit Produktinnovationen kann die Emmi Gruppe den Unternehmenserfolg stärken