Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 01-02/2017, 31.01.2017

Von Indianern und Cowboys empfohlen

Trockenfleisch hat eine lange Tradition und viele Menschen jahrzehntelang über den Winter und durch harte Zeiten gerettet. Mit raffinierten Gewürzmischungen wird heute aus der ehemaligen Notration ein feiner Snack.

Autor: Redaktion LT

Bilder: Bell AG

Das raue Leben der Indianer und Cowboys ist Westernfans durch unzählige Filme bekannt. Das sparta- nische Essen, abends am Lagerfeuer, verbreitet eine gewisse wildromantische Stimmung. Doch die trockenen Fleischstücke, die die Filmhelden genüsslich kauen, sind keine Erfindung der amerikanischen Filmindustrie, sondern eine weltweit seit Jahrhunderten bekannte Spezialität. Auch wenn der Begriff «Beef Jerky» amerikanischen Ursprungs ist, essen Geniesser in aller Welt seit jeher durch Trocknung haltbar gemachtes Fleisch. Das einzige was sich wesentlich unterscheidet ist der Name. Auch die Fleischsorte kann variieren. Doch die Herstellung ist immer dieselbe. Was einst aus der Not heraus geboren war, ist heute ein beliebter Snack und erfreut sich wachsender Beliebtheit – auch in der Schweiz.

Trockenfleisch auf amerikanisch.

Spezialisten der Bell-Gruppe haben sich des Projekts Beef Jerky angenommen und daraus eine Erfolgsgeschichte in vier verschiedenen Geschmacksvariationen gemacht. «Die Idee dazu kam vom Projektteam Snacking, welches das Wachstumspotenzial des Produkts erkannte. Es passt auch gut in unsere Zeit, in der Verbraucher nachhaltige Produkte wünschen. Da es ein proteinreicher, kalorienarmer Snack ist, liegt er absolut im Trend gesundheitsbewusster Konsumenten und erfüllt deren Wunsch nach weitgehend naturbelassenen Produkten», erklärt Marc Spanuth, stellvertretender Leiter der Zentrale Produktentwicklung bei Bell Deutschland. Für die ebenso gewünschte nachhaltige Produktion des Trockenfleischs, sorgt das Programm Baltic Grassland Beef, an dem Bell massgeblich beteiligt ist. Lange Transportwege fallen weg, da wir die Tiere auch vor Ort schlachten. Die Teilstücke verarbeiten und verpacken wir in Deutschland und schicken dann das fertige Produkt in die Schweiz», so der Fachmann.

Wie aus Fleisch Beef Jerky wird.

Für den Snack verwenden die Spezialisten Fleischstücke aus dem Hinterviertel der Rinder wie Ober-, Unterschale oder Nuss. Die bis zu 4,5 kg schweren Fleischstücke schneidet eine Maschine, mit exakt positionierten Messern, in dünne, rouladenähnliche Stücke. Die rund 5 mm dicken Streifen marinieren die Fachleute in speziellen Gewürzmischungen und Barbequesaucen. «Wir lassen das Fleisch einen Tag durchziehen, damit die Gewürze schön in das Fleisch eindringen können. Danach trocknen wir das Fleisch in einer Rauchkammer. Durch die Trocknung verlieren die Fleischstreifen rund 59 Prozent ihres Gewichts. Ein zweiter Schneidevorgang zerteilt die ‹Rouladenstücke› in feine Streifen oder Stückchen. Übrig bleibt ein Snack, der durch die Trocknung lange haltbar ist», sagt der Produktentwickler.

Für die Geschmacksvielfalt sorgen vier unterschiedliche Gewürzmischungen. Je nach Wunsch können Konsumenten zwischen Classic, Sweet Chili, Pepper oder Honey BBQ entscheiden. «Die Entwicklung der Gewürzmischungen hat viel Zeit in Anspruch genommen. Teilweise enthalten die Würzungen bis zu 17 verschiedene Gewürze. Hier zum einen die passenden Gewürze auswählen und dann noch ins optimale Mengenverhältnis setzen, braucht seine Zeit», erläutert der Fachmann. Um auch den Geschmack der Konsumenten zu treffen, haben die Spezialisten Marktumfragen mit einem Verbraucherpanel durchführen lassen. Das Resultat sind vier Sorten Beef Jerky, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen.

Gesicherte Qualität.

Damit der Snack auch dem Verbraucherwunsch einer nachhaltigen Produktion entspricht, achten die Fleischspezialisten bereits bei der Erzeugung auf hohe Qualität. Das Biorindfleisch durchläuft verschiedene Kontrollen während des gesamten Produktionsprozesses. Auch die Gewürze sind in Bioqualität, so dass das Unternehmen die Konsumentenwünsche erfüllen kann.

Interne Qualitätsrichtlinien sorgen für die optimale Herstellung. Die Haltbarkeit des Trockenfleisches liegt bei neun Monaten, wobei der Fachmann betont, dass diese auch deutlich länger sein könnte: «Doch wir legen Wert darauf, dass immer Produkte in Topqualität im Einzelhandel zur Verfügung stehen.»

Standfeste Verpackung.

Den Snack bietet der Produzent in Standbodenbeuten mit Zippverschluss und einem Inhalt von 25 g an. Auch an der Entwicklung der Verpackung haben Verbraucher mitgewirkt, denn bei einer Marktumfrage wollten die Hersteller die Wünsche der Verbraucher kennenlernen. Der Wunsch nach einer leicht zu öffnenden und wieder verschliessbaren Verpackung war deutlich zu erkennen. Der Standbodenbeutel sorgt zudem für einen sicheren Stand im Regal und damit für die optimale Produktpräsentation im Detailhandel.

Sicher verpackt und leicht zu öffnen haben nicht nur gesundheitsbewusste Geniesser ihre Freude. Auch Wanderer und Campingfreunde kommen auf ihre Kosten beziehungsweise zu einem feinen Snack.

 


Weitere Informationen:
Bell AG
www.bell.ch

 



Trockenfleisch hat eine lange Tradition und ist heute noch beliebt. Als proteinreicher Snack liegt Trockenfleisch im Trend
gesundheitsbewusster Verbraucher