Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 10/2017, 02.10.2017

Effiziente Abwärmenutzung

Abwärme auf tiefem Niveau bleibt häufig ungenutzt und alte Anlagen scheinen diese nur mit grossem Aufwand nutzen zu können. Doch es funktioniert und das ohne grosse Investitionen.

Autor: Stephan Zbinden Mitglied der Geschäftleitung

Bilder: Instaplan AG

Schweizweit sind hunderte Kühl-anlagen für Produktionsprozesse und zur Klimatisierung in Betrieb, welche die entstandene Abwärme ungenutzt an die Umwelt abgeben. Häufig befinden sich unmittelbar daneben Lüftungsanlagen, die die Aussenluft mit nicht erneuerbarer Energie aufheizen. Abwärme verpufft so ungenutzt und gleichzeitig wird Luft mit teurer Energie aufgeheizt. Es findet also eine doppelte Energieverschwendung statt. Obwohl Fachleute bereits viele Berichte über Wärmerückgewinnungen und Effizienzmassnahmen geschrieben haben, fehlen Lösungen die mit Einfachheit und einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis überzeugen.

Der Schlüssel.

Bei Lüftungsanlagen müssen Betreiber die Aussenluft vorwärmen, um Zugserscheinungen oder Kondensatbildung in den Innenräumen zu vermeiden. Oft steht ein solcher Wärmeabnehmer in der Nähe der Abwärmequellen von Kühl- oder Rückkühlsystemen.

Technische Unterstützung.

Mit technischer Unterstützung, können Betriebe jedoch der Energieverschwendung vorbeugen. Der Kern des thermX-Systems ist ein Defroster-Heizregister, das die Energie direkt vom Kühl- oder Rückkühlsystem an den Lufteinlass der Lüftungsanlage abgibt. Das Resultat ist ein einfaches und kostengünstiges System, das im Gegensatz zu hochkomplexen und teuren Lösungen nicht nur fossile sondern auch elektrische Energie zum Betrieb der Kühl- oder Rückkühlanlagen spart. Neben den reduzierten Energiekosten wird auch das Kühlsystem entlastet und so der Wartungsaufwand vermindert. Damit ergeben sich hohe finanzielle Einsparungen und gleichzeitig lässt sich die Umwelt schonen.

Auf einem Blick.

Die Vorteile des thermX-Systems sprechen für sich:

  •     Einfaches, effizientes und wirtschaftliches System zur Nutzung von Abwärme auf tiefem Niveau.
  •     Ideale Ergänzung von Freecooling und Abwärmenutzung.
  •     Vereisungsschutz der Lüftungsanlage führt zu höherer Betriebssicherheit an Frosttagen.
  •     Kein aufwendiger Umbau von Lüftungsanlagen für die WRG-Nutzung.
  •     Reduktion von Stromkosten auf dem Kühl- oder Rückkühlsystem.
  •     Geringe Investitionskosten, kurze Payback-Zeiten sowie minimale Service- und Unterhaltskosten.
  •     Ideale Massnahme zur Erfüllung der Universal-Zielvereinbarung.

Einsparpotenzial in der Praxis.

Vor dem Einbau des Systems zur Abwärmenutzung vernichtete ein Metallveredelungsbetrieb die Abwärme seiner Betriebsanlagen über einen Kühlturm. Diese Einrichtung war fast ununter- brochen in Betrieb.

Ausgehend von der vorgeschriebenen Energieverbrauchsanalyse des Kantons regten Experten von Instaplan den Einbau des Systems an zwei Lüftungsanlagen mit insgesamt 180?000 m3/h Luftmenge an. Seit der Umrüstung benötigt das Unternehmen den Kühlturm nur noch während drei Monaten im Jahr bei hohen Aussentemperaturen. Das entspricht einer Abnahme von rund 75 Prozent. Zudem sank der Heizwärmebedarf für die betroffenen Lüftungsanlagen um bis zu 50 Prozent. Bei diesem Beispiel wird sich das System in zwei Jahren amortisiert haben.


Weitere Informationen:
Instaplan AG
www.instaplan.ch

 




Vergleich bestehende Systeme zur innovativen Lösung thermX: Komplexe Lösungsansätze zur Abwärmenutzung bringen Abhängigkeiten, hohe Investitionen und erschweren die Übersicht (links). Eine einfache, direkte Abwärmenutzung auf dem richtigen Niveau entlastet Kühlanlage sowie Heizung und bringt somit hohe Einsparungen (rechts).