Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 11/2017, 07.11.2017

Moringa aus der Sonne, Zutat für leckere Rezepte

Wer mit dem Geist der Zeit gehen will, braucht Produkte, die sich positiv von anderen abheben. Besondere Zutaten wie beispielsweise Moringa lassen sich in vielen Lebensmitteln wie Teigwaren, Gewürzmischungen, Tees, Suppen und Saucen verwenden.

Autor: Wolfgang Moritz Qualitäts- und Produktmanager

Der Moringabaum stammt aus dem Nordwesten Indiens. Er ist im trocke- nen Buschland zuhause und kann als Pionierpflanze durch schnelles Wachstum neue Flächen erobern. Die Blätter eignen sich sowohl in frischer als auch getrockneter Form zum Verzehr. Zudem sind auch die Früchte, die wie lange Bohnen aussehen, als Gemüse essbar. In Indien haben die Einwohner den grossen Wert der Pflanze früh erkannt, sodass Moringa heute im ganzen Land verbreitet ist. Das Hauptanbaugebiet liegt im Südosten des Landes, in Tamil-Nadu. Als wertvolle Nutzpflanze bauen Landwirte Moringa heute auch in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas an, überall dort wo es warm und sonnig ist.

Wachsende Bedeutung. Moringa ist noch ein relativ neues Produkt, das kleine und mittlere Produzenten anbauen. Der Export nach USA, Japan und Europa ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die Pflanze bewegt sich aus dem Status als Geheimtipp in einen breiteren Anwenderkreis, sodass sie immer mehr Produzenten als spannende Zutat entdecken. In den Tropen fördern viele Entwicklungsorganisationen und die FAO den Anbau. Die in westlichen Ländern als Lebensmittel zugelassene Pflanze bringt in den Produktionsländern wertvolle Mikronährstoffe in die Ernährung und ist auch eine Chance, eine neue Einkommensquelle für Produzenten zu schaffen. Durch das Interesse in unseren Breitengraden steigt die Anerkennung der Pflanze auch in den Ländern der Produzenten.

Spannende Rezepte. Moringa schmeckt nach Gemüse, mit einer herben, leicht scharfen Note, die von seinen Polyphenolen und Thioglycoside herrührt. Die Thioglycoside, die etwas scharf schmecken, gaben Moringa auch den Namen Meerrettichbaum. Die getrockneten Blätter sind als Teeschnitt oder als feines Pulver verfügbar. Die Blätter sind ideal für Teemischungen – Moringa erinnert hier an Grüntee, hat aber kein Koffein. Als vegane Zutat lässt sich der Meerrettichbaum auch gerne in Smoothies und Riegeln einsetzen. Mit dem Pulver sind auch grüne Teig- und Backwaren produzierbar. Das Extrakt eignet sich für Getränke wie Eistee oder Energydrinks und Süsswaren. Moringa ist mit seinen Assoziationen an die Tropen, die Sonne und an die Wärme eine gute Idee für viele Rezepte.

Interessante Inhaltsstoffe. Dank seiner wertvollen Nährstoffe gilt Moringa allgemein als Superfood. In Europa haben wir zum Glück eine vielseitige Auswahl an gesunden Lebensmitteln, sodass wir auch ohne sogenanntes Superfood gesund leben können. Dennoch ist der Meerrettichbaum ein konzentriertes, nährstoffreiches Lebensmittel, das auch bei uns die Ernährung bereichert und Abwechslung bringt. Die Blätter enthalten neben Protein und Nahrungsfasern pflanzeneigene Mineralstoffe und Vitamine. Ein grosses Spektrum sekundärer Pfanzeninhaltsstoffe runden das Bild ab. Moringa kann Teil einer vielfältigen Ernährung sein und es lohnt sich deshalb die Pflanze in den Speiseplan aufzunehmen.

Qualität. Bei Produkten aus den Tropen ist eine gute Qualitätssicherung notwendig. Getrocknete Kräuter haben ihre eigenen Herausforderungen. Bei Konsumenten sind biozertifizierte Produkte mit klarer Herkunft deutlich im Vorteil. Ein professionelles, umfangreiches Qualitätsmanagement und eine Endverarbeitung der Rohstoffe in zertifizierten Betrieben in Deutschland gibt Herstellern hohe Sicherheit für gute Produkte. Als lange haltbares, mit Solarenergie getrocknetes Lebensmittel lässt sich Moringa mit dem Schiff transportieren und hat so einen guten ökologischen Fussabdruck.

Moringa ist eine vielseitige Pflanze, die heute auch bei uns auf dem Speiseplan willkommen ist. Als Zutat für Tees, Suppen, Gewürzmischungen, Teig- und Backwaren oder Salatdressings ist Moringa eine gute Zutat. Der Meerrettichbaum ist in diesen Anwendungen ein wunderbares Lebensmittel für viele spannende Rezepte.


Weitere Informationen:
Vitarbo AG
www.vitarbo.com



Vom Moringabaum eignen sich sowohl die Blätter als auch die Früchte für den Verzehr.


Das vielfältig einsetzbare Moringapulver eignet sich unter anderem für Teemischungen, Smoothies, Riegel und für grüne Teig- und Backwaren.