Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Kälte- und Lufttechnik: Ausgabe 03/2017, 07.03.2017

Produktsicherheit dank hochwertiger Filter

Moderne Filtersysteme für Silos müssen einiges leisten. Somit sind bedarfsgerechte Lösungen und die Modernisierung bestehender Anlagen notwendig, um gesetzlichen Vorschriften und den Anforderungen an die Produktsicherheit gerecht zu werden.

Autor: Lukas Schenk, PR Redakteur

Bilder: F.O.S. Unternehmensgruppe

Ob empfindliche Nahrungsmittel, grobe Holzpellets oder feiner Kalk: Bei der Zwischenlagerung von Schüttgut aller Art sind Silos häufig das Mittel der Wahl. Sie schützen die Produkte sicher vor ungewollten Ausseneinwirkungen und verhindern gleichzeitig, dass Staub und sich darin befindende Gefahrstoffe in die Atmosphäre austreten. Zur Befüllung der Speicher verwenden Betriebe oft Rohrleitungen, die den Inhalt der Silofahrzeuge pneumatisch ins Silo fördern. Durch das Einblasen des Materials entsteht ein Überdruck im Inneren und es bildet sich Staub. Die Staubmenge variiert je nach Art des Schüttguts, der Förderluftmenge (die Druckluft, mit der das Schüttgut befördert wird) sowie des aktuellen Füllungsgrads von Leitung und Silo.

Leistungsstarke Silofilter

wirken den Gefahren des Austritts von Gefahrstoffen entgegen, indem sie Stäube zu einem gros- sen Teil abscheiden. Im Gegensatz zu externen Entstaubungsgeräten neben den Anlagen, fällt der von den Silofiltern abgeschiedene und abgereinigte Staub wieder in das Silo zurück. Ausserdem begrenzen sie den Druckaufbau im Silo während der Befüllung, indem die überschüssige Luft durch den Filter entweichen kann. Hierfür sind grosse Filterflächen besonders effektiv, da sie den Gegendruck beim Befüllen verringern und die Abreinigung im Gegenstrom erleichtern. Abgereinigte Staubpartikel können dadurch ungehindert zurück in das Silo absinken und werden nicht immer wieder anfiltriert. Andernfalls würde der Druck im Silo kontinuierlich ansteigen.

Individuelle Bauweise.

Fachleute montieren die Filter zumeist in der Silodecke oder als Aufsatz auf die Silodecke. Ihre Fertigung ist immer Massarbeit, da Grösse und Anwendungsgebiete variieren. «Am Anfang jedes Projekts steht die Begehung und präzise Vermessung des Silos. Wir müssen uns stets den örtlichen Baugegebenheiten anpassen», erklärt Martin Griskewitz, Projektleiter Anlagenbau der F.O.S Unternehmensgruppe. Die Gruppe aus Ahlen ist Spezialist für Entstaubungstechnik und konstruiert passende Filtertechnik für jede Art von Silo. Dabei kommen je nach Produkt unterschiedliche Filtermedien wie Schläuche, Taschen, Platten, Kassetten oder Patronen zum Einsatz. Die Filtermedien besitzen hohe Abscheideleistungen von bis zu 99,99 Prozent selbst bei feinen und feinsten Stäuben.

Entscheidend für die Leistung

ist das Material der Filtermedien. Der Entstaubungsspezialist verwendet hauptsächlich starre oder flexible Membranfiltermedien aus Polyestergewebe in unterschiedlichen Qualitäten und Stärken. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen auch andere Kunststoffe wie etwa Polypropylen (PP), Polytetrafluorethylen (PTFE) und Polyimide (PI). Eine Besonderheit sind die sogenannten «regenerierten Filtermedien»: Sie werden in speziellen, gemäss § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geprüften Behandlungsanlagen so aufbereitet, dass sie wieder in den Wirtschaftskreislauf integrierbar sind. Das macht sie zu nachhaltigen Produkten, da eine thermische Verwertung, also Verbrennung, entfällt. Darüber hinaus ist ihr Einsatz deutlich günstiger, ohne dabei auf Qualität verzichten zu müssen. Interne Prüfergebnisse moderner regenerierter Filter entsprechen denen neuwertiger Produkte.

Anwenderfreundliche Instandhaltung.

Einer der wichtigsten Aspekte bei der Anschaffung von Silofiltern ist deren Wartungsfreundlichkeit. «Betreiber von Silos legen viel Wert auf eine einfache Wartung. Im Optimalfall sind Filteranlagen so konstruiert, dass sie eine Person ohne grossen Aufwand warten kann», sagt der Projektleiter. Schliesslich erfolgen die Arbeiten an der Spitze des Silos in grosser Höhe, in der Techniker Wind und Wetter ausgesetzt sind. Durch vorkehrende Wartungen lässt sich schnell erkennen, ob ein Austausch notwendig ist oder nicht. Dieser wird durchgeführt, wenn Filtermedien beschädigt oder verschlissen sind. Ein Indiz hierfür sind Staubablagerungen an der Reingasseite hinter dem Filter. «Wir empfehlen unseren Kunden eine regelmässige Überprüfung einmal pro Jahr», betont der Fachmann. So könnten die Filter problemlos eine Lebensdauer von rund 20 Jahren erreichen.

Der Einsatz eines neuen Filtersystems

ist auch dann notwendig, wenn sich das zu lagernde Produkt ändert. «Aktuell rüsten viele Betreiber ihre Silos beispielsweise von einer Rüttelabreinigung auf eine Druckluftabreinigung beziehungsweise Pulse-Jet-Abreinigung um», meint Griskewitz. Die Bandbreite potenzieller Modernisierungsmassnahmen an bestehenden Anlagen ist auch über die reinen Silofilter hinaus gross: «Von der Anlagenerweiterung bis hin zur Optimierung von Erfassungsstellen können Betreiber an zahlreichen Stellrädern drehen, um die Leistung ihrer Filtersysteme insgesamt zu steigern», erläutert der Spezialist. Ist etwa der Umbau von einer Schlauch- auf eine Patronenanlage geplant, ist eine Vergrösserung der Filterflächen notwendig. Beim Umbau von einer Spülluft- auf eine Pulse-Jet-Abreinigung müssen hingegen die Filterköpfe erneuert werden.

Weitere Informationen:
F.O.S. Umwelt- und Filtertechnik
Deutschland GmbH
www.fos-filtertechnik.de