Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Messtechnik: Ausgabe 04/2017, 03.04.2017

Präzise Messgeräte im Dienste der Kunden

Als Spezialist für Teigwaren legt die Jowa in Buchs grossen Wert auf reibungslose Abläufe, um die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen zu können. Die Fühler von Rotronic sorgen für die Messung der Klimata in den sechs Produktionsstrassen.

Bilder: Rotronic AG

Die Traditionsbäckerei stellt heute 18 000 Tonnen Teigwaren pro Jahr her und ist damit die grösste Trockenteigwarenproduzentin der Schweiz. Der Markt ist umkämpft, das Euro-Franken-Verhältnis ungünstig, die Qualitätsanforderungen der Kunden hoch und die Lebensmittelgesetze strikt. Umso wichtiger ist es, dass die Pasta in optimaler Machart daher kommt und es keine Produktionsausfälle und Ausschussware gibt, da dies rasch sehr teuer werden kann. Damit alle Prozesse einwandfrei funktionieren, setzt das Unternehmen Messgeräte von Rotronic ein. Einige der fast unverwüstlichen Fühler sind seit über 15 Jahren vor Ort im Einsatz. Damit diese Sonden die Daten korrekt wiedergeben, ist es notwendig, diese von Zeit zu Zeit zu kalibrieren und zu revidieren.

Der Trocknungsprozess

hat bei der Teigwarenherstellung eine Schlüsselfunktion und deshalb oberste Priorität. Um die Klimata optimal zu regeln, sind Temperatur- und Feuchtigkeitsfühler in den Produktionsstrassen im Einsatz. Sie müssen bereits während der Produktion Feuchtigkeit und Temperaturen streng überwachen. Der Gesetzgeber schreibt in der Schweiz vor, dass Trockenteigwaren nicht mehr als 13 Prozent Wasser enthalten dürfen.

Hohe Anforderungen an Genauigkeit der Fühler.

Die Anforderungen der Lebensmittelstandards, dem Gesetzgeber und den Kunden steigen laufend. Andreas Zülle, Leiter Produktion von Jowa, Pasta, sagt dazu: «Es ist matchentscheidend, dass unsere Fühler sehr genau messen und regelmässig überprüft werden. Bisher haben wir intern jährlich eine Kontrolle sämtlicher Sonden durchgeführt und diese nur bei Abweichungen an Rotronic zur Kalibration gesendet. Nun lassen wir zusätzlich alle zwei Jahre eine Kalibration durchführen, auch wenn unsere Referenzmessungen innerhalb der Toleranzen liegen.» Der Produktionsleiter liess die Sondenkalibration von externen Fachleuten durchführen: «Aufgrund des Rhythmus sind wir auf eine absolut zuverlässige Kalibration angewiesen. Zudem wollten wir für sämtliche Fühler ein Kalibrier-Zertifikat von den Messtechnikspezialisten.» Würden bei der Pasta ungewollte Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen auftreten, könnte das zu Qualitätsmängeln führen. Zum Beispiel zum sogenannten Nachbruch. Die Teigwaren würden dann unregelmässig trocknen und bei der Zubereitung brechen. Deshalb ziehen Mitarbeiter von jedem Produkt von den drei ersten und den drei letzten Paletten jeweils ein Muster zur Qualitätsbeurteilung. Die Leiterinnen und Leiter der verschiedenen Abteilungen bewerten täglich die Produkte nach verschiedenen spezifizierten Eigenschaften wie zum Beispiel Geschmack und Ästhetik.

Gute und langfristige Planung.

Die Planung der Kalibrierung haben Verantwortliche rund zwei Monate vor der Umsetzung in die Hand genommen. Die Teigwarenspezialistin stoppt die Produktion jeweils zwei Mal pro Jahr, um sämtliche Anlagen zu revidieren und die hohen Qualitätsstandards aufrecht zu halten. Der Produktionsleiter sorgte dafür, dass Fachleute die 50 Fühler (sowohl die mindestens seit dem Jahr 2000 im Einsatz befindlichen I200, wie auch die neuere Generation HF5 Messumformer) bei der letzten Revision gleich zu Beginn ausbauten und Marko Schulze, Qualifizierungstechniker von Rotronic, vor Ort mit den erforderlichen Messgeräten die Kalibrierung starten konnte. Zudem katalogisierten Mitarbeiter sämtliche Fühler. Der Qualifizierungstechniker kalibrierte darüber hinaus weitere Reservefühler, so dass sich fehlerhafte Produkte während des Betriebes einfach austauschen lassen und keine Betriebsunterbrüche entstehen. Auch Zülle ist ein reibungsloser Ablauf einer solchen Revision beziehungsweise Kalibrierung wichtig: «Im Nachgang der Kalibrierung konnten unsere Prozessspezialisten die Produktionsstrassen ohne Probleme wieder starten.»

Kalibrierung und Justierung.

Trotz der Langzeitstabilität der Sensoren empfehlen die Messtechnikspezialisten den Kunden, Fühler regelmässig zu kalibrieren – eine Kalibrierung pro Jahr sollte normalerweise vollauf genügen. Beim Einsatz in Räumen, die besondere Anforderungen an die Atmosphäre stellen, kann eine häufigere Kalibrierung erforderlich sein. Feuchte- und Temperaturmessgeräte sind Präzisionsmessinstrumente für deren Zuverlässigkeit ein regelmässiger Service besonders wichtig ist. Messabweichungen können erhebliche Schäden bei der Herstellung und Lagerung von Produkten verursachen. Falls die Kalibrierung, die Unternehmen selber durchgeführt haben schon eine Weile zurück liegt, ist ein Besuch des Kalibrierseminars empfehlenswert. Interessierte können ihre Kenntnisse in maximal fünf Stunden auffrischen und praxisnahe Kalibrierungen durchführen.

 


Weitere Informationen:
ROTRONIC AG
www.rotronic.ch

 



Für die optimale Pastaproduktion spielen Messfühler eine wichtige Rolle. Bei Jowa sorgen seit Jahren Rotronic-Fühler für die richtigen Bedingungen