Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Qualitätssicherung und Analytik: Ausgabe 05/2017, 08.05.2017

Mykotoxin-Kontrolle – mit dem Smartphone

Mykotoxine galten in der Vergangenheit hauptsächlich als ein Problem in Entwicklungsländern. Doch die Klimaerwärmung macht Mykotoxine mittlerweile auch in unseren Breitengraden zum Thema. Für schnelle Analysen gibt es jetzt eine innovative App zur Testauswertung.

Autor: Michael Fischer Produktmanager

Bilder: R-Biopharm AG

Ernähren wir uns gesund? Diese Frage ist derzeit wieder besonders aktuell, wenn es um das Thema Schimmelpilzgifte, die sogenannten Mykotoxine, geht. Diese in landwirtschaftlichen Produkten vorkommenden gesundheitsschädigenden Substanzen haben Laboratorien in der Getreideernte des letzten Jahres besonders häufig nachgewiesen, vor allem in Getreide aus einigen Regionen Mittel- und Nordeuropas. Auffällig häufig haben Fachleute im letzten Jahr Kontaminationen mit dem Mykotoxin Deoxynivalenol (DON) nachgewiesen. Die EU-Grenzwerte für dieses Mykotoxin haben Landwirte in einigen Regionen mehrfach überschritten. Getreidebestände aus dieser Ernte sind auch 2017 auf den Märkten zu kaufen und sollten deshalb bei Anlieferung auf ihren Mykotoxingehalt geprüft werden.

Innovative Quantifizierung von Mykotoxinen.

Zur einfachen, schnellen, verlässlichen und quantitativen Überprüfung dieser Grenzwerte bietet der Hersteller RIDA QUICK Mykotoxintests an. Bisher war es notwendig, die Testauswertung mit Hilfe eines spezifischen Analysegerätes durchzuführen. R-Biopharm bietet nun als einer der ersten Anbieter eine innovative Auswertetechnik für Mykotoxin-Streifenschnelltest an. Dabei können Fachleute die Messung und die Auswertung der Testbanden per Smartphone mit einer eigens dafür entwickelten Software-Applikation (App) durchführen. Die App ist unter dem Namen RIDA SMART APP auf dem Markt und bietet die Chance, alle quantitativen Mykotoxin-Streifenschnelltests der RIDA-QUICK-Reihe auszuwerten. Neben dem in diesem Jahr besonders häufigen DON lassen sich mit den immunchromatografischen Teststreifen – RIDA-QUICK-Produkten – die Mykotoxine Aflatoxin, Fumonisin und Zearalenon nachweisen.

Einfache Bedienung und optimale Konnektivität.

Die Bedienung der Software ist übersichtlich, intuitiv und einfach. Probeninformationen wie Probennummer und Kundennummer lassen sich von Hand oder bequem mittels Barcodescanner in die App übertragen. Die eigentliche Messung erfolgt im Anschluss durch Aufnehmen eines Fotos des Teststreifens. Das Foto wird sofort ausgewertet und das Messergebnis übersichtlich als Report auf dem Smartphone angezeigt. Die zuvor eingegebenen probenspezifischen Informationen werden ebenfalls in den Report übernommen. Der gesamte Prozess dauert nur wenige Sekunden.

Damit zeigen sich die Chancen eines Smartphones: Der Messreport wird automatisch in der Ergebnisdatenbank der App abgelegt und ist jederzeit wieder aufrufbar. Ist das Telefon in ein Netzwerk eingebunden, können Mitarbeiter den Messreport auch per Klick auf dem Netzwerkdrucker im Labor oder im Büro ausdrucken. Ein E-Mail-Versand des Reports als PDF-Dokument und der Excel-Export als .csv-Datei ist ebenfalls problemlos machbar. Selbst eine Vorortanalyse bei Lieferanten oder an Aussenstellen ist kein Problem. Der Test und die Testauswertung können Fachleute vor Ort durchführen und die Ergebnisse sofort versenden oder für die spätere Begutachtung und Export abspeichern.

Die innovative Technik der App in Verbindung mit den immunchromatografischen Mykotoxintests erlaubt durch die Smartphone-Verwendung eine hohe Flexibilität und vielfältige Einsatzoptionen, sowohl im Laborumfeld als auch unterwegs. Die Kombination aus einfach zu handhabenden Mykotoxintests mit Smartphone und Software ist damit die optimale Kombination für schnelle und flexible Vorortanalysen innerhalb weniger Minuten.


Weitere Informationen:
R-Biopharm AG, www.r-biopharm.com



Die App wertet das Foto des Teststreifens aus und zeigt das Ergebnis als Report