Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 06/2017, 12.06.2017

Neue Trends in der Kälte- und Wärmeproduktion

Die betrieblichen Anforderungen an Kälte und Wärme, in der Kombination mit einer CO2-Zielvereinbarung und Einhaltung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, macht die Lösungsfindung nicht immer einfach.

Die Investitionskosten von technischen Anlagen für die Kälte- und Wärmeproduktion steigen mit zunehmenden Anforderungen. Auf der anderen Seite ändern sich die betrieblichen Anforderungen an Wärme und Kälte in immer kürzeren Zeitabständen. Die optimalen Investitionen helfen die Betriebskosten zu senken. Doch wo und wie sollen Unternehmen in die technischen Anlagen für die Kälte- und Wärmeproduktion investieren? Diese zentrale Frage stellen sich besonders Betriebe mit hohen Energiekosten.

Die Ist-Analyse. Vor jedem grösseren Investitionsentscheid empfehlen Fachleute von Ygnis eine Ist-Analyse durchzuführen. Wer nicht weiss, wie viel Kälte und Wärme im eigenen Betrieb nötig ist, kann keine optimalen Entscheide treffen. Eine Grobanalyse vor Ort mit einer sogenannten Pinch-Analyse – die das vorhandene Potenzial zur Wärmerückgewinnung beurteilt – zeigt relativ schnell wo Unternehmen stehen. Die Investition in eine solche Analyse lohnt sich, sobald der Überblick über den Kälte- und Wärmebedarf nicht mehr da ist.

Das richtige Produkt für jeden Einsatz. In den letzten Jahren sind einige neue Produkte auf den Markt gekommen. Der Wärmespezialist führt innovative Produkte ab einer Leistung von 25 kW und im Temperaturbereich von -20 °C bis 150 °C.

Die Steuerung. Die beste Analyse und das innovativste Produkt führen nicht zum gewünschten Ziel, wenn die Steuerung nicht optimal läuft. Mit der eigenen MSRL-Abteilung kann der Wärmespezialist die optimale anlagespezifische Abstimmung gewährleisten. Mit einer Fernüberwachung helfen die Fachleute bei der Betriebsoptimierung mit und können jederzeit gewünschte Veränderungen vornehmen.

Lösungen bei steigenden Strompreisen. Ein neuer Trend im Bereich der Kälteproduktion ist in Deutschland zu beobachten. Zum einen ist der Strompreis hoch, zum anderen werden in Kürze weitere Atomkraftwerke vom Netz genommen. Das hat auch Auswirkungen auf die Schweiz. Diese hat kürzlich politisch den Ausstieg aus der Kernenergie entschieden. So steht die grosse Frage im Raum, wie sich der Strompreis in den nächsten Jahren entwickeln wird?

Es gibt Alternativen zum Stromantrieb. Es ist relativ einfach zu überprüfen, ob sich eine alternative Kälteproduktion lohnt. Sobald der Strompreis um den Faktor 2,5 höher ist als der Gaspreis, wird es interessant. Die Lösung heisst Gasmotorwärmepumpe. Bei dieser Maschine ist der Antrieb ein Gasmotor, bei der ein Keilriemen den Verdichter antreibt. Die Gasmotorwärmepumpe erzeugt bis zu drei nutzbare Temperaturen gleichzeitig. Der Kältekreislauf kann bis -10 °C erzeugen. Die Abwärme hat eine Temperatur von bis zu 50 °C. Zusätzlich lässt sich die Abwärme vom Gasmotor (bis 70°C) nutzen, ohne dass sich die Effizienz des Kältekreislaufs verschlechtert.

Diese Alternative ist auch interessant, wenn der Stromanschluss zu klein, jedoch ein Gasanschluss vorhanden ist. Zudem ist das keine neue Technik. Weltweit sind bereits über 1 Million Gasmotorwärmepumpen im Betrieb.

Weitere Informationen:
Ygnis AG
6017 Ruswil
Ansprechpartner Daniel Murer
Tel. 041 496 91 80
daniel.murer@ygnis.com
www.ygnis.ch

 



Kompressionsmaschinen 25  kW bis ca. 500  kW Kältemittel: R134a (GWP 1430) Verdampfung: -5 bis 45°C Kondensation: 20 bis 80°C


Kompressionsmaschinen 30  kW bis ca. 1000  kW Kältemittel: R290 (GWP 3) Verdampfung: -5 bis 20°C Kondensation: 20 bis 60°C


Rotationsmaschinen 700  kW bzw. 2000  kW Kältemittel: Argon (GWP 0) Verdampfung: -20 bis 110°C Kondensation: 20 bis 150°C