Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 07-08/2017, 07.08.2017

Rechtssichere Umsetzung des Lebensmittelgesetzes

Seit 1. Mai 2017 ist das neue Lebensmittelgesetz schweizweit rechtsgültig. GS1 Schweiz bietet Unternehmen verschiedene Lösungen, mit denen sich die neuen Verordnungen rechtssicher und gesetzeskonform umsetzen lassen.

Autor: www.gs1network.ch

Mit der Einführung des neuen Lebensmittelgesetzes und dessen Folgeverordnungen ergeben sich für Handel und Konsumenten zahlreiche Vorteile. Durch die vollständige Anpassung an das EU-Recht lassen sich einerseits bestehende Handelshemmnisse abbauen, andererseits erhalten Konsumenten noch umfassendere Informationen zu Lebensmittelprodukten als bisher.

Neue Herausforderungen.

Das neue Gesetz stellt Schweizer Unternehmen allerdings auch vor neue Herausforderungen. So behält die Gesetzgebung einerseits spezifische Schweizer Regelungen, wie die Angabe des Produktionslandes von Lebensmitteln oder die Angabe der Herkunft der Zutaten weiterhin bei, andererseits fordert es eine noch genauere Deklaration der Produkte. Bei Fleisch müssen Unternehmen beispielsweise neben der Herkunft nun auch Details zur Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung angeben. Bei Fisch ist speziell die Angabe von Fang- oder Zuchtgebiet verlangt. Bei vorverpackten Lebensmitteln ist eine Nährwertangabe zwingend und im Offenverkauf ist die Angabe von Allergenen vorgeschrieben. Um den neuen Anforderungen adäquat begegnen zu können ist ein gutes digitales Informationsmanagement unabdingbar. Experten wie GS1 Schweiz bieten hier konkrete, effiziente Lösungen sowie Hilfestellung zur Deklaration und Rückverfolgbarkeit von Produkten, wie auch zum Management der betreffenden Daten.

Deklaration und Austausch von Produktinformationen via Trustbox.

In Zusammenarbeit mit Industrie und Handel hat GS1 Schweiz eine Plattform geschaffen, mit der Unternehmen der neuen Lebensmittelinformationsverordnung (LIV) entsprechen können. Entstanden ist Trustbox, über die Produzenten dem Handel, dem Food-Service, Lösungsentwicklern und den Konsumenten erstmalig direkt vertrauenswürdige, aktuelle und vollständige Produktdaten zur Verfügung stellen können. Trustbox ist eine Schweizer Not-for-Profit-Lösung, mit der sich schnell, einfach und kostengünstig die gesetzlich geforderten Produktinformationen entweder manuell oder über die Trustbox-Webseite automatisiert per Filetransfer übertragen lassen.

Die Plattform stellt sicher, dass die Informationen vollständig und aktuell sind und von identifizierten und autorisierten Quellen stammen. Die gespeicherten Daten können Detailhandelsunternehmen sowie Onlinehändler beziehen und Kunden zur Verfügung stellen. Im Suchbereich der Website oder über die Trustbox-App können Konsumenten aber auch direkt Informationen zu Allergenen, Nährwerten und Inhaltsstoffen beziehen.

Lückenlose Nach- und Rückverfolgbarkeit.

Eine chargengenaue, lückenlose Nach- und Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und deren Produktions- und Verarbeitungsbedingungen erlaubt fTRACE. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf der Hersteller und Händler Informationen zur Herkunft, Verarbeitung und Qualität ihrer Markenprodukte bereitstellen. Sie basiert auf dem globalen GS1 Standard EPCIS (Electronic Product Code Information Services), über den Informationen in der Supply Chain in Echtzeit austauschbar sind.

Bereits 300 Unternehmen aus 23 Ländern nutzen diese branchenübergreifende Lösung, um ihre Supply-Chain-Daten zu Fleisch und Fisch, zu Obst und Gemüse oder auch zu komplexen, zusammengesetzten Produkten auszutauschen. Auf dem Weg zu einer effizienten und rechtssicheren Umsetzung der neuen Verordnung begleiten die GS1-Experten Interessierte gerne mit ihrer Kompetenz und der optimalen Lösung.


Weitere Informationen:
GS1
Domenic Schneider, Senior Business
Development Manager
Jonas Batt, Consultant, MAS General
Management
www.trustbox.swiss