Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 09/2017, 04.09.2017

Den Klassiker neu erfinden

Eistee ist besonders im Sommer eine willkommene Erfrischung. Doch die Nachfrage nach klassischem Eistee ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Eine Mischung aus Schweizer Minze und Obstsaft hat das Potenzial, dem Klassiker zu neuem Erfolg zu verhelfen.

Autor: Redaktion

Bilder: RAMSEIER Suisse AG

Wer auf dem heiss umkämpften Getränkemarkt einen Platz ergattern möchte oder seine bereits eroberte Position behalten und weiter ausbauen will, braucht eine gute Idee, die zu einem Verkaufsschlager wird. Langezeit war Eistee eines der beliebtesten alkoholfreien Getränke. Doch dieser Stern ist seit Jahren am sinken, wie Marktforschungen zeigen. Konsumenten würden stattdessen immer mehr leichte Teekonzepte nachfragen, die kalorienarm und erfrischend sind. Seit wenigen Monaten gibt es in der Schweiz ein neues Produkt, dass den herkömmlichen Eistee zunehmend Konkurrenz macht. Mit einer Mischung aus frisch aufgebrühter Apfelminze und einem Schuss Apfelsaft haben die Schweizer Getränkespezialisten von Ramseier eine Innovation geschaffen, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut – der Huus-Tee.

Mit Innovatoren in einem Boot.

Obwohl der herkömmliche Eisteekonsum rückläufig ist, gehört die Schweiz mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 25 Litern zu den Spitzenreitern. Zudem sind hierzulande Getränke ohne Kohlensäure besonders beliebt. Um daraus eine Produktinnovation zu entwickeln bedarf es aber mehr als Know-how. «Unserer Unternehmenskultur entsprechend, überlegen wir uns ständig, was wir Neues auf den Markt bringen können. So liegt es nahe, dass wir uns die Bedürfnisse der Konsumenten genauer ansehen. Dabei stellten wir fest, dass kalorienarme, gesunde Aufgusstees immer mehr im Trend liegen. In Zusammenarbeit mit der Internet Community Atizo konnten wir unsere Fragen durch viele Konsumenten beantworten lassen und diese Innovatoren in Produktion und in unseren Prozess einbinden. So konnten wir bevorzugte Geschmacksrichtungen identifizieren. Wir haben dann eine Fokusgruppe gebildet, diese Personen zu uns in den Betrieb eingeladen und mit ihnen konkrete Konzepte ausgearbeitet. Am Ende hatten wir 12 verschiedene Produktrezepte, aus denen wir uns dann für den Kräuteraufguss aus Apfelminze entschieden haben», erklärt Jürg Emmenegger, Leiter Marketing und Verkauf bei Ramseier.

Die Integration von Konsumenten und Personen mit einer hohen Affinität zu Innovationen hat sich für die Getränkespezialisten gelohnt, denn: «es ist recht spannend, Innovatoren aus der Konsumentenschaft frühzeitig ins Boot zu holen und nicht erst zum Abschluss eine Abfrage zu machen, ob das Produkt gefällt oder nicht. Mit der Integration der Innovatoren in den Entwicklungsprozess erhalten wir Konzepte, die nahe an den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher sind», so der Marketing- und Verkaufsleiter.

Wie hausgemacht.

Der Huus-Tee entsteht im klassischen Aufgussteeverfahren. Ähnlich wie in der heimischen Küche, brühen die Fachleute die Kräuter mit heissem Wasser auf, geben Obstsaft dazu und lassen alles gemeinsam ziehen, bis das Getränk die richtige Intensität erreicht hat. Mitarbeiter nehmen die Kräuter, die in Beuteln verpackt sind, anschliessend wieder heraus. Der Kräutertee ist dann zur Abfüllung fertig. «Damit wir immer ein gleich schmeckendes Produkt anbieten können, dass unseren hohen Qualitätsansprüchen genügt, überwachen wir jeden Prozessschritt genau. Dabei sind mikrobiologische Analysen ebenso wichtig, wie die sensorische Bewertung», meint der Getränkespezialist. Die Mikrobiologie analysiert nicht nur das hauseigene Labor, sondern die Fachleute ziehen gleichzeitig auch ein externes Labor hinzu. Die Überprüfung mit «Netz und doppeltem Boden» ist aber nur ein Aspekt des hauseigenen Riskmanagements.

Das Degustationsteam kümmert sich zudem um die sensorische Bewertung des Getränks. «Wir prüfen jede Charge auf ihren Geschmack. Dazu haben wir ein Team gebildet das aus Fachleuten verschiedener Abteilungen besteht. Dieses Gremium ist immer das gleiche, so können wir sicherstellen, dass auch unser Produkt immer gleich gut schmeckt. Für das Degustationsteam wählen wir Mitarbeiter aus, die ein sehr gutes Geschmacksempfinden haben. Das hilft uns geschmackliche Abweichungen zu vermeiden», meint Emmenegger.

Nach der Innovation ist vor der Innovation.

Damit das Produktportfolio den aktuellen Bedürfnissen der Verbraucher entspricht, hat sich das Unternehmen einen stetigen Innovationsprozess zur Aufgabe gemacht. «Unsere Produktentwicklung arbeitet anhand von Briefings und Brandmanagement, Kundenmeinungen und Mitarbeitervorschlägen permanent neue Ideen aus. So sind die innovativen Produkte für das nächste Jahr bereits fertig. Damit es zu keinen Engpässen kommt achten wir auf einen gut gefüllten Ideenpool, damit letztlich auch neue Produkte entstehen können», erläutert der Fachmann.

Wie erfolgreich die Innovation für 2017 ist, muss sich erst noch zeigen, wie der Verkaufsleiter aus Erfahrung weiss: «Ein Fazit können wir erst in einem halben Jahr ziehen. Dann sind die Probierkäufe abgeschlossen und es zeigen sich Wiederholungskäufe, die ein Indikator für die Akzeptanz sind. Doch die vielen positiven Feedbacks, die wir bis jetzt erhalten haben, deuten auf einen erfolgreiche Lancierung des Produkts.»


Weitere Informationen:
RAMSEIER Suisse AG
www.ramseier-suisse.ch