Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 09/2017, 04.09.2017

Moderne Sensoren liefern exakte Ergebnisse

Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind auf exakte Messergebnisse angewiesen. Damit sich Einflüsse wie beispielsweise Schaumbildung nicht negativ auf Überwachungsresultate auswirken, gibt es für jedes Medium die richtige Technik und das passende Gerät.

Bilder: Baumer Electric AG

Egal ob leitfähigkeitsbasierte Messgeräte, kapazitive Sensoren, hydrostatische Drucksensoren, optische Sensoren Ultraschallsensoren oder technologische Alternativen zu Schwinggabeln: Der Spezialist für Messtechnik hat immer eine Lösung aus dem breiten Technikangebot für alle Anwendungen bei der Füllstandsmessung.

Auf der Suche nach der richtigen Messtechnik und dem passenden Produkt unterscheiden Fachleute in der Füllstandsmessung grundsätzlich dreierlei Aufgaben:

  • kontinuierliche Messung oder Grenzstandsdetektion,
  • Erfassung von Schüttgut oder Flüssigkeit,
  • Messung berührungslos oder mit Produktkontakt.

Darüber hinaus müssen Anwender die geometrischen Verhältnisse und weitere Aspekte wie Schaumbildung oder Turbulenzen sowie chemisch-physikalische Eigenschaften hinterfragen. Hinzu kommen Anforderungen an den Einbau, die Reinigung, den Hygienestandard (3-A und EHEDG) und an die Genauigkeit. So bestimmen Anwendungsbereich und produktspezifische Anforderungen sowohl das Messprinzip als auch das jeweilige Messgerät.

Zuverlässige Füllstanderkennung.

Zu den innovativen Sensoren der nächsten Generation zählen Clever-Level-Füllstandsschalter. Diese unterscheiden zuverlässig elektrostatische, klebrige, pastöse, dick- und dünnflüssige Medien. Die Füllstandswächter sind 3-A und EHEDG zertifiziert. Dadurch sind sie prädestiniert für die Überwachung von Tanks in der Lebensmittel- und Getränke­industrie. Die Ausführungen mit Atex-Zulassung erlauben die Überwachung in explosionsgefährdeten Bereichen und sind ideal für den Einsatz in der chemischen und pharmazeutischen Industrie als auch F&B Industrie und in Mühlen.

Basierend auf der neuen Frequenzhub-Technologie sind die Füllstandswächter sowohl für viskose als auch für feste und flüssige Stoffe geeignet. Dieser Sensor erkennt den Unterschied zwischen Schaum, festen und flüssigen Stoffen. Er lässt sich auf das jeweilige Medium einstellen und eignet sich selbst für schwierige Anwendungen. Im Gegensatz zu anderen Messmethoden wie Schwinggabeln, Leitwertsensoren, konduktive Ultraschall- oder optische Sensoren hat die Frequenzhub-Technik wichtige Vorteile: keine vibrierenden Teile, unempfindlich gegenüber Änderungen der Leitfähigkeit, Temperatur, Dichte und Druck. Die Füllstandswächter lassen sich vor Ort programmieren und sind auch für die Unterscheidung von Medien geeignet.

Ideal für die Getränkeabfüllung.

Die potentiometrischen Füllstandssensoren erfassen präzise alle Flüssigkeiten ab einer Leitfähigkeit von 50 µS/cm. In hygienischem Design mit 3-A Zertifizierung und unempfindlich gegen Schaum- und Blasenbildung sowie pastöse, anhaftende Medien sind die Transmitter die optimale Lösung für Anwendungen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die kurze Ansprechzeit von weniger als 10 ms erlaubt die Steuerung schneller Abfüllprozesse durch analoges Ausgangssignal. Der Füllstandssensor lässt sich einfach von oben, unten oder seitlich im Behälter anbringen. Die Sensoren sind mit verschiedenen Prozessanschlüssen für die hygienegerechte Installation erhältlich.

Der Füllstandstransmitter ist robust und Dank der hohen Temperatur- und Chemikalienfestigkeit auch in CIP und SIP Prozessen bis 140 °C einsetzbar. Dadurch ist er prädestiniert für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.


Weitere Informationen:
Baumer Electric AG
www.baumer.com



Zur Messung von Füllständen gibt es verschiedene Methoden. Der Frequenzhub (li) und der potentiometrische Füllstandstransmitter sind nur zwei der zur Verfügung stehenden Sensoren.