Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
12.04.2017

Barry Callebaut konnte im letzten Halbjahr den Gewinn deutlich steigern

Die Barry Callebaut Gruppe, einer der weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Schokoladen- und Kakaoprodukten, verzeichnete im zweiten Quartal ein beschleunigtes Verkaufsmengenwachstum von +3,5 Prozent (erstes Quartal: -0,4 Prozent). Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016/17 stieg die Verkaufsmenge um +1,4 Prozent auf 946 782 Tonnen.

Bilder: Barry Callebaut

Der weltweite Schokoladenmarkt gab im selben Zeitraum um -2,1 Prozent nach. Outsourcing-Aktivitäten wirkten sich positiv auf das Wachstum aus, namentlich die erfolgreiche Integration der von Mondelez International übernommenen Fabrik in Halle (Belgien), doch auch Gourmet- & Spezialitätenprodukte sowie die neuen Märkte leisteten positive Beiträge. Im Schokoladenmarkt wuchs die Verkaufsmenge um +3,5 Prozent, während die Verkaufsmenge im Kakaogeschäft infolge des gezielten und inzwischen abgeschlossenen Ausstiegs aus weniger profitablen Verträgen im Kakaogeschäft um -5,0 Prozent sank.
Der Umsatz wuchs mit +2,5 Prozent in Lokalwährungen (+3,3 Prozent in CHF ) rascher als die Verkaufsmenge und erreichte dank eines guten Produktmixes und trotz geringerer Rohstoffpreise CHF 3538,7 Millionen. Der Bruttogewinn belief sich auf CHF 464,0 Millionen, was einem Zuwachs von +6,2 Prozent in Lokalwährungen (+6,0 Prozent in CHF) entspricht. Dieser deutlich über dem Verkaufsmengenwachstum liegende Anstieg lässt sich auf einen guten Produkt- und Kundenmix sowie die erfolgreiche Umsetzung des Cocoa-Leadership-Programms und bessere Marktbedingungen für Kakaoprodukte zurückführen.
Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich auf CHF 238,4 Millionen, was einer Steigerung um +19,3 Prozent in Lokalwährungen (+18,8 Prozent in CHF) entspricht und auf die gute Entwicklung des Bruttogewinns zurückzuführen ist. Der EBIT pro Tonne stieg um +17,6 Prozent in Lokalwährungen (+17,1 Prozent in CHF) auf CHF 251,8 Millionen. Nach Bereinigung um die ausserordentlichen akquisitionsbedingten Erträge in Höhe von CHF 16,3 Millionen betrug das EBIT-Wachstum +11,1 Prozent in Lokalwährungen. Auf dieser angepassten Basis erzielte die Gruppe einen wiederkehrenden EBIT pro Tonne von CHF 234,6, was einem Zuwachs von +10,0 Prozent in Lokalwährungen (+9,1 Prozent in CHF) entspricht.
Der Konzerngewinn stieg um +32,6 Prozent in Lokalwährungen (+31,7 Prozent in CHF) auf CHF 142,1 Millionen dank des starken EBIT-Anstiegs sowie tieferer Nettofinanzierungskosten und trotz eines höheren effektiven Steuersatzes. Nach Bereinigung um die ausserordentlichen Effekte betrug der Anstieg +18,9 Prozent in Lokalwährungen auf CHF 125,8 Millionen.
Für die kommenden Monate rechnet das Unternehmen mit volatilen Märkten. Dank eines gesunden Schokoladenportfolios geht CEO Antoine de Saint-Affrique davon aus, dass sich die dynamische Entwicklung fortsetzt. «Wir werden an der Umsetzung unseres Cocoa-Leadership-Barry Callebaut Gruppe – Halbjahresresultate, Geschäftsjahr 2016/17 3/7 Programms weiterarbeiten und die Umsetzung unserer Strategie für ‹smartes Wachstum› konsequent weiter vorantreiben. Auf dieser Grundlage bestätigen wir unsere Mittelfristziele.»