Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
10.04.2017

DNA-Rückverfolgbarkeit für Schweizer Fleisch

Die Fleischbranche beabsichtigt, im Frühjahr 2018 ein nationales und unabhängiges DNA-Rückverfolgbarkeitssystem zum Herkunftsnachweis von Schweizer Fleisch einzuführen. An seiner Sitzung vom 7. April verabschiedete der Verwaltungsrat der Branchenorganisation Proviande die entsprechenden Grundsätze. Der definitive Realisierungsentscheid wird Ende Juni 2017 erwartet.

Bilder: Proviande

Schweizer Fleisch ist beliebt und geniesst bei den Konsumentinnen und Konsumenten grosses Vertrauen. Dieses Vertrauen zu halten und zu vertiefen gehört zu den zentralen Aufgaben der gesamten Wertschöpfungskette Fleisch.
Eine von Proviande geleitete Arbeitsgruppe mit Vertretern aus der ganzen Fleischbranche hat in den letzten Monaten die Grundlagen für die nationale Einführung eines Systems zur Rückverfolgbarkeit von Schweizer Fleisch mittels DNA erarbeitet. Mit dem neuen System soll in Zukunft jederzeit der Nachweis erbracht werden können, dass Fleisch und Fleischprodukte mit Herkunftsdeklaration Schweiz auch wirklich von Tieren stammen, die in der Schweiz gehalten und geschlachtet wurden. Der Verwaltungsrat von Proviande hat an seiner Sitzung vom 7. April die entsprechenden Grundsätze genehmigt.  
In einem ersten Schritt soll das System für Rind- und Kalbfleisch eingeführt werden. Zum Herkunftsnachweis per DNA sollen Mitarbeiter im Schlachthof jedem Tier eine Referenzprobe entnehmen und anschliessend in einem schweizerischen Labor analysieren lassen. Technikpartner in diesem Projekt ist die IdentiGEN Ltd. aus Dublin (Irland). Das neue Kontrollsystem wird dank der eindeutigen Herkunftsnachweise in Zukunft die Transparenz und Sicherheit bei der Deklaration von Schweizer Fleisch nochmals erhöhen und damit das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten weiter stärken. Ganz nach dem Motto «Wo Schweizer Fleisch drauf steht, ist auch Schweizer Fleisch drin».

 



Mit dem neuen Kontrollsystem will Proviande ab 2018 die Sicherheit und Transparenz bei der Deklaration von Schweizer Fleisch erhöhen