Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
22.03.2017

Emmi steigert Gewinn dank internationalem Geschäft

Der Umsatz von Emmi stieg 2016 dank Akquisitionen um 1,4 Prozent auf CHF 3,2 Milliarden. Die Erträge verbesserten sich stärker als der Umsatz. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 7,3 Prozent auf CHF 202,7 Millionen. Der Reingewinn lag mit CHF 140,3 Millionen 16,7 Prozent über dem Vorjahr. Aufgrund dieses guten Ergebnisses – das leicht über den Erwartungen liegt – wird der Generalversammlung vom 20. April 2017 beantragt, eine Dividendenausschüttung aus Kapitaleinlagereserven von brutto CHF 5,90 (2016: CHF 4,90) je Namenaktie zu beschliessen. Emmi erwartet für das laufende Jahr ein anhaltend hartes Umfeld. Trotzdem will das Unternehmen 2017 leicht höhere Umsätze erzielen und die verbesserte Ertragskraft stabilisieren.

Im Jahr 2016 erzielte Emmi einen Nettoumsatz von CHF 3,2 Milliarden (2015: CHF 3214 Millionen). Dies entspricht einem Wachstum von 1,4 Prozent. Organisch, das heisst bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, resultierte ein Rückgang von 1,0 Prozent, was am unteren Rand der im August 2016 veröffentlichten Prognosen liegt (-1 Prozent bis +1 Prozent). Im Gegensatz zum Umsatz lagen die Erträge über den Erwartungen: Das EBIT stieg um 7,3 Prozent, von CHF 188,9 Millionen auf CHF 202,7 Millionen. Die EBIT-Marge belief sich auf 6,2 Prozent (2015: 5,9 Prozent). Weiter resultierte ein Reingewinn von CHF 140,3 Millionen gegenüber CHF 120,2 Millionen im Vorjahr. Die Reingewinnmarge betrug 4,3 Prozent (2015: 3,7 Prozent).
Urs Riedener, CEO Emmi Gruppe, erläutert: «Angesichts des Drucks auf das Schweizer Geschäft ist das Resultat erfreulich. Weitere Fortschritte im Ausland, die geographische Ausweitung der Operational-Excellence-Programme und der Erfolg von margenstarken Marken sind die Treiber des Erfolgs. Die Schweiz bleibt das Kernelement unserer Strategie.»
Der Bruttogewinn von Emmi stieg 2016 um CHF 61,8 Millionen auf CHF 1179,5 Millionen (2015: CHF 1117,7 Millionen). Die entsprechende Bruttogewinnmarge betrug 36,2 Prozent, im Vergleich zu 34,8 Prozent im Vorjahr. Die erfreuliche Verbesserung ist das Ergebnis weiterer Produktivitätssteigerungen. Zudem gewannen Markenprodukte innerhalb des Produktportfolios an Bedeutung, mit entsprechend positiver Auswirkung auf die Bruttogewinnmarge.
Der Betriebsaufwand erhöhte sich 2016 um CHF 46,7 Millionen, oder 5,8 Prozent, auf CHF 856,1 Millionen (2015: CHF 809,4 Millionen). Er stieg folglich stärker als der Umsatz. Gründe waren zum einen der um 5,5 Prozent höhere Personalaufwand aufgrund personalintensiverer neuer Gruppengesellschaften. Zudem gelang es Gesellschaften mit tieferen Umsätzen als im Vorjahr nicht, den Personalaufwand proportional zu reduzieren. So verzichtete Emmi in der Schweiz erneut auf arbeitszeitliche Massnahmen und Stellenverlagerungen ins Ausland. Weitere Faktoren im Betriebsaufwand waren höhere Marketing-Investitionen für Markenprodukte (+8,3 Prozent) und höhere IT-Aufwendungen im Zusammenhang mit der SAP-Einführung in der Schweiz (Verwaltungsaufwand +20,0 Prozent).
Es resultierte ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von CHF 328,2 Millionen; eine Steigerung um CHF 13,3 Millionen (2015: CHF 314,9 Millionen).
Emmi geht davon aus, dass die Bedingungen in der Milchindustrie herausfordernd bleiben und das wettbewerbsintensive Umfeld anhalten wird. In der Schweiz dürften der massive Importdruck und der Einkaufstourismus auch 2017 anhalten. Mit starken Marken und Innovationen will Emmi den Umsatz im Heimmarkt jedoch stabilisieren. In der Division Americas geht Emmi von einer weiterhin guten Entwicklung in den USA und in Tunesien aus, während die Märkte Spanien und Frankreich anspruchsvoll bleiben dürften. In der Division Europa verteuert das tiefe Britische Pfund die importierten Sortimente aus Italien (Desserts), Deutschland (Onken-Jogurt) und der Schweiz (Caffè Latte und Käse) was sich 2017 entsprechend hemmend auf die Umsätze auswirken wird. Bei den Exporten aus der Schweiz ist davon auszugehen, dass sich starke Markenkonzepte mit hoher Differenzierung wie Caffè Latte, die Spezialitätenkäse aus Kaltbach oder Der Scharfe Maxx behaupten werden, während einfacher substituierbare Produkte weiterhin einen schwierigen Stand haben werden.
Insgesamt wird sich das internationale Geschäft – vor allem dank der getätigten Akquisitionen und einem guten Momentum in der Division Americas – günstig auf die Umsatzentwicklung auswirken.
Durch die genannten Faktoren dürfte der organische Umsatz des Konzerns im Jahr 2017 1 Prozent bis 2 Prozent steigen.
Trotz des wettbewerbsintensiven Umfelds und der schwierigen Marktbedingungen in verschiedenen Ländern geht Emmi davon aus, dass die Erträge auf dem Niveau des Jahres 2016 halten kann. Die ausländischen Tochtergesellschaften werden wiederum einen wichtigen Beitrag leisten.



Urs Riedener, CEO der Emmi Gruppe, freut sihc über das Resultat des Geschäftsjahres 2016


Jogurt Pur gehört zu den Premiumprodukten der Emmi Gruppe