Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
27.03.2017

Migros-Gruppe verzeichnete 2016 moderates Wachstum

Die Migros-Gruppe verzeichnete 2016 trotz herausfordernden Rahmenbedingungen eine robuste Entwicklung. Der Ertrag erhöhte sich auf CHF 27,7 Milliarden, was einem Wachstum von 1,2 Prozent entspricht. Der Detailumsatz im In- und Ausland nahm ebenfalls um 1,2 Prozent auf CHF 23,269 Milliarden zu. In einem nach wie vor anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld konnte die Migros wiederum deutlich Marktanteile (+0,7 Prozentpunkte) gewinnen. Der Gruppengewinn betrug im Berichtsjahr CHF 663 Millionen (-16,2 Prozent). Mit CHF 1,663 Milliarden (+22,6 Prozent) lagen die Investitionen deutlich über Vorjahr. Per Ende Jahr beschäftigte die Migros-Gruppe 102 851 Personen, davon 3775 Lernende.

Autor: Migros

Im Jahr 2016 erhöhte sich der Umsatz der Migros-Gruppe um CHF 331 Millionen auf CHF 27,738 Milliarden (+1,2 Prozent). Dieses Ergebnis ist durch die erneut stark gesunkenen Rohölpreise und die negativen geopolitischen Ereignisse geprägt, die sich vor allem aufs Reisegeschäft von Hotelplan auswirkten. Das Ergebnis vor Finanzerfolg und Ertragssteuern (EBIT) beträgt CHF 911 Millionen (-7,2 Prozent). Die EBIT-Rate liegt bei 3,3 Prozent (VJ 3,6 Prozent). Der Gruppengewinn reduzierte sich wegen Wertberichtigungen bei Tochtergesellschaften des MGB um CHF 128 Millionen (-16,2 Prozent) auf CHF 663 Millionen (VJ CHF 791 Millionen). Das Eigenkapital erhöhte sich im gleichen Zeitraum um CHF 653 Millionen auf CHF 17,455 Milliarden (+3,9 Prozent). Die Eigenkapitalquote beträgt inklusive Migros Bank 27,5 Prozent, ohne Migros Bank sind es 67,5 Prozent.

Detailumsatz In- und Ausland.
Im Detailhandel resultierte im In- und Ausland ein Umsatz von CHF 23,269 Milliarden (VJ CHF 22,996 Milliarden), was einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. Die durchschnittliche Migros-Teuerung lag bei -0,9 Prozent. Der Effekt aus der Minusteuerung auf den Detailumsatz betrug rund CHF 200 Millionen Teuerungsbereinigt lag das Wachstum bei 2,1 Prozent.
Der Genossenschaftliche Detailhandel wurde 2016 durch starke Konkurrenten, eine durchschnittliche Minusteuerung von -3,6 Prozent in den Fachmärkten respektive -0,3 Prozent in den Super-/Verbrauchermärkten sowie durch den Einkaufstourismus im grenznahen Ausland geprägt, dessen Volumen auf 11 Milliarden Franken geschätzt wird. Im In- und Ausland erzielten die zehn regionalen Genossenschaften einen Nettoumsatz von CHF 15,634 Milliarden (VJ CHF 15,613 Milliarden), was einem Wachstum von 0,1 Prozent oder CHF 21 Millionen entspricht. Die Kundenfrequenz stieg um 0,3 Prozent.
In der Schweiz betrug der Umsatz in den Super- und Verbrauchermärkten CHF 11,689 Milliarden (+0.2 Prozent). Bei einer durchschnittlichen Minusteuerung von -0,3 Prozent entspricht dies einem realen Wachstum von 0,5 Prozent.

Markantes Umsatzwachstum mit Labelprodukten.
Markant gesteigert hat die Migros den Umsatz mit nachhaltig hergestellten Produkten. Kundinnen und Kunden kauften für insgesamt CHF 2,854 Milliarden Produkte mit ökologischem und/oder sozialem Mehrwert (+6,6 Prozent). Besonders hervorzuheben ist das Bio-Sortiment der Marke Alnatura, dessen Umsatz sich verdoppelte. Insgesamt setzte die Migros 2016 mit Bio-Produkten CHF 808 Millionen um. Das Wachstum bei ASC- und MSC-Produkten aus Wildfang und nachhaltiger Fischzucht erhöhte sich um +28,4 Prozent respektive +16,1 Prozent. Ungebremst grosser Nachfrage erfreuten sich die Produkte des regionalen Labels «Aus der Region. Für die Region». Das Umsatzvolumen dieses Sortiments lag bei CHF 940 Millionen (+4,7 Prozent).
Produkte mit dem aha!-Gütesiegel, die für Kunden mit Allergien und Intoleranzen besonders geeignet sind, verzeichneten einen Umsatz von CHF 87 Millionen (+22,2 Prozent).

M-Industrie.
Der Umsatz der M-Industrie ist 2016 um CHF 134 Millionen (+2,1 Prozent) auf CHF 6,389 Milliarden (VJ CHF 6,255 Milliarden) gewachsen. Im anspruchsvollen Schweizer Markt konnte die M-Industrie ihren Umsatz um CHF 25 Millionen (+0,5 Prozent) steigern. Durch gezielte Akquisitionen stärkte die Gruppe die Marktpositionen im In- und Ausland.
Das Geschäft mit der Migros-Gruppe konnte um 0,9 Prozent auf CHF 4,530 Milliarden ausgebaut werden. Während das Migros-Geschäft (Migros-Detailhandel) teuerungsbereinigt stagnierte, konnten mit Denner und LeShop.ch die Umsätze steigern.
Die Umsätze im internationalen Geschäft (Export und Auslandstandorte) stiegen um 16,0 Prozent auf CHF 790 Millionen (VJ CHF 681 Millionen). Trotz dem unverändert starken Schweizer Franken nahmen die Exportumsätze dank guten Konzepten um 9,4 Prozent zu. Das Marktumfeld im Grossverbrauchergeschäft war anspruchsvoll. Es war geprägt von sinkenden ausländischen Touristenzahlen (Gastronomie und Hotellerie), dem Einkaufstourismus und einem schrumpfenden Cash+Carry-Abholgeschäft. Die Umsätze reduzierten sich um 1,5 Prozent auf CHF 1,069 Milliarden (VJ CHF 1,086 Milliarden).



Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion der Migros-Gruppe, präsentierte in Zürich zum letzten Mal die Geschäftszahlen. Ab Januar 2018 übernimmt diese Funktion sein Nachfolger Fabrice Zumbrunnen