Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
16.07.2017

Schweizer Milchwirtschaft freut sich über den erfolgreichen Nachwuchs

Schweizer Milchprodukte stehen für Qualität und zählen zu den beliebtesten Lebensmitteln made in Switzerland. Hierzulande entwickeln 20 Industriebetriebe und rund 500 Käsereien immer wieder neue Innovationen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Deshalb unternimmt die Milchwirtschaft intensive Anstrengungen für den Nachwuchs: 2017 schliessen 84 MilchtechnologInnen und 21 MilchpraktikerInnen die Lehre ab. Um einen Arbeitsplatz müssen sie sich keine Sorgen machen.

Die Digitalisierung ist in aller Munde – es werden in fast jeder Schweizer Branche grosse Veränderungen erwartet. In der Milchwirtschaft ist die Digitalisierung bereits seit vielen Jahren im Gange. In der Industrie und in den Käsereien ist die Herstellung ohne digitale Hilfsmittel nicht mehr denkbar. Denn Effizienz wird gross geschrieben – das gilt auch für die kleine Käserei, die ihre Eigenentwicklungen nur lokal oder regional verkauft. Hans Aschwanden, Präsident des Schweizerischen Milchwirtschaftlichen Vereins, der für die Aus- und Weiterbildung der Berufe Milchtechnologen und Milchpraktiker verantwortlich ist: «Heute sind die Kenntnisse im Labor, in der Bedienung und Steuerung der unterschiedlichen Anlagen selbstverständlicher Bestandteil der Ausbildung. Auch in Zukunft brauchen wir die Milchtechnologen. Denn neben der technischen Kompetenz und dem Handwerk ist viel Wissen über den sensiblen Rohstoff Milch erforderlich. Er ist niemals gleich – damit die Produkte trotzdem gleich schmecken, sind gezielte Massnahmen notwendig. Dies ist deshalb so anspruchsvoll, weil die Schweizer Käsesorten zum grössten Teil ohne Zusatzstoffe auskommen. Natürlichkeit wird in unserer Branche gross geschrieben. Das ist der Grund, warum es auch in über 30 Jahren noch Milchtechnologen brauchen wird. Möglicherweise hat sich ihr Alltag verändert, aber ihre Kenntnisse und Kompetenz werden weiterhin wichtig sein.»