Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
23.08.2017

Stabile Erträge aber enttäuschender Umsatz

Emmi erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von CHF 1600 Millionen. Das ist ein Zuwachs von 0,4 Prozent (organisch -1,3 Prozent) gegenüber CHF 1594 Millionen in der entsprechenden Vorjahresperiode. Weiter resultierten ein Reingewinn von CHF 66 Millionen (Vorjahr: CHF 61 Millionen) und eine Reingewinnmarge von 4,1 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent). Für das Gesamtjahr 2017 geht Emmi davon aus, dass sie die Ertragsziele erreicht. Die Wachstumsprognosen für den Konzernumsatz und für die Division Europa korrigiert die Milchverarbeiterin hingegen nach unten.

Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete Emmi einen Umsatz von CHF 1600,2 Millionen (Vorjahr: CHF 1594,1 Millionen), ein Zuwachs von 0,4 Prozent. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, resultierte ein Rückgang von 1,3 Prozent. Hauptgründe sind rückläufige Detailhandelsumsätze in der Schweiz, tiefere Käseexporte und Einbussen beim Dessertgeschäft von A-27. Letzteres ist auch eine Folge des Brexitbedingten schwachen Britischen Pfunds.
Für das Gesamtjahr 2017 stellt die Gruppe im März diesen Jahres ein organisches Wachstum von 1 bis 2 Prozent in Aussicht. Der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2017 war somit nicht zufrie-denstellend. Hingegen gelang es, die Profitabilität weitgehend stabil und innerhalb der Prognosen zu halten. Während der EBIT um 2,2 Prozent zurück ging (von CHF 92,5 Millionen auf CHF 90,4 Millionen) resultierte mit CHF 66,0 Millionen ein um 8,6 Prozent höherer Reingewinn (Vorjahr: CHF 60,8 Millionen). Diese Verbesserung ist primär eine Folge der vollständigen Übernahme der Mittelland Molkerei.

Stabile Erträge.
Der Bruttogewinn hat sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode kaum verändert. Er belief sich auf CHF 577,1 Millionen (Vorjahr: CHF 577,2 Millionen). Gleiches gilt für die Bruttogewinnmarge (36,1 Prozent gegenüber 36,2 Prozent im 1. Halbjahr 2016). Dies ist auf Rationalisierungs- und Produktivitätssteigerungsmassnahmen zurückzuführen, die den Preisdruck weitgehend kompensieren konnten.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte die Milchverarbeiterin aufgrund des niedrigeren Betriebsaufwands um 2,2 Prozent auf CHF 156,6 Millionen steigern (Vorjahr: CHF 153,3 Millionen). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging hingegen um 2,2 Prozent zurück, was primär durch höhere Goodwill-Abschreibungen als Folge der getätigten Akquisitionen zu erklären ist. Das EBIT belief sich auf CHF 90,4 Millionen (Vorjahr: CHF 92,5 Millionen). Hingegen resultierte ein um 8,6 Prozent höherer Reingewinn von CHF 66,0 Millionen und eine Reingewinnmarge von 4,1 Prozent (Vorjahr: CHF 60,8 Millionen). Das ist auf die signifikant niedrigeren Minderheitsanteile zurückzuführen, was eine Folge des Erwerbs der Minderheitsanteile an der Mittelland Molkerei AG ist.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2017
Emmi stellt sich auch für das zweite Halbjahr 2017 auf anspruchsvolle Rahmenbedingungen ein. Die Märkte bleiben wettbewerbsintensiv und die wirtschaftliche Situation in Ländern wie Grossbritannien, Spanien, Italien und Frankreich angespannt. Hinzu kommen steigende Importe im Schweizer Heimmarkt und der eher zurückhaltende Milchproduktekonsum.
Aufgrund der aktuellen Lage passt Emmi die im März 2017 kommunizierten Umsatzziele teilweise an. In der Schweiz (Prognose: -2 bis 0 Prozent) und in der Division Americas (Prognose: 3 Prozent bis 5 Prozent) sind die Vorgaben weiterhin realisierbar, wenn auch eher am unteren Ende der anvisierten Bandbreiten. Für die Division Europa muss das Unternehmen die Umsatzprognose revidieren. Sie beträgt neu -3 bis -1 Prozent (anstatt 0 Prozent bis 2 Prozent Wachstum). In der Folge liegt die Vorgabe für die organische Umsatzentwicklung 2017 auf Konzernstufe neu bei -1 bis 0 Prozent (anstatt 1 Prozent bis 2 Prozent Wachstum).
Für die Erträge verbleiben die Erwartungen auf dem im März 2017 kommunizierten Niveau (EBIT: CHF 195 Millionen bis CHF 205 Millionen, Reingewinnmarge: 4,0 Prozent bis 4,5 Prozent).



Für CEO Urs Riedener reflektieren die Halbjahresumsätze das anspruchsvolle wirtschaftliche Umfeld in dem sich Emmi bewegt.