Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verfahrenstechnik: Ausgabe 07 10.08.2018/2018, 09.08.2018

Komplexe Mischaufgaben

Die Anforderungen an die Prozesssicherheit in der industriellen Herstellung von Lebensmitteln sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Die richtige Kombination leistungsstarker Tools ist daher das «A» und «O» bei aseptischen Abfüllstationen, Dosiersystemen oder Rühr- und Mischaufgaben.

Autor: Claudia Neuhold

Bilder: zVg

Aseptische Prozesse in der Lebensmittelindustrie erfordern ein optimales Prozessdesign, um beste Qualität für das Produkt zu erzielen. So sollen die Rohwaren  – vor allem Früchte – möglichst schonend behandelt, das Kontaminationsrisiko durch Mikroorganismen ausgeschlossen und die Reinigbarkeit gewährleistet werden. Zudem ist eine effiziente Durchmischung unerlässlich dafür, dass die Produkte homogen abgefüllt werden können.

Homogenes Mischen mit Präzision
Die thermische Behandlung von Lebensmitteln und Getränken ist einerseits notwendig, um die Haltbarkeit des Produkts zu verlängern, bedeutet aber andererseits auch Stress für qualitätsrelevante Parameter wie Farbe, Geschmack und Textur des Produkts. Auch die Entwicklung leistungsstarker Rührwerke für den Herstellungsprozess spielt eine grosse Rolle. Nur so kann eine homogene Durchmischung gewährleistet werden. Anforderungen wie diese sind seit einigen Jahren ein Thema in der Zeta Business Line «Food Systems» unter der Leitung von Claudia Neuhold: «Die Qualitätsanforderungen in der Lebensmittelindustrie sind enorm hoch. Unsere Experten lassen gerne ihr langjähriges Fachwissen aus den unterschiedlichsten Disziplinen einfliessen – nur so schaffen wir individuelle und massgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden.»


Neuer Rührer mit Magnetkupplung
Für aseptische Rühraufgaben in der Lebensmittelindustrie setzt Zeta seit vielen Jahren die Magnetrührwerkstechnologie erfolgreich ein. Diese bietet gegenüber gleitringgedichteten Rührwerken den Vorteil, dass durch einen eigens konstruierten Spalttopf Innenraum und Rührwerk von der Aussenatmosphäre hermetisch getrennt sind. Die Kraftübertragung vom Motor auf die Rührwerkswelle wird über die Magnetkupplung sichergestellt. Damit ist kein Wellendurchgang durch die Behälterwand notwendig und eine Kontamination des aseptischen Produktraums durch die Mikroorganismen ist ausgeschlossen. Daneben profitiert der Nutzer von einem wesentlich geringeren Wartungsaufwand, da die Magnetkupplung robuster ist. 


Anwendungsbereiche
Speziell für die Lebensmittelindustrie konnte durch gezieltes Engineering ein Container-Magnetrührwerk entwickelt werden, das für Container-Standardgrössen von 200 bis 1000 Liter einsetzbar ist: das von Zeta entwickelte CMRT 1000W ist ein Aufsetzmagnetrührwerk mit einer innenliegenden Magnetkupplung; d.h. das Rührwerk wird auf der Innenseite des Containerdeckels installiert. Reinigung und Sterilisation des Containers erfolgen mit dem eingebauten Rührwerk. Es kann eine breite Palette an verschiedenen Produktapplikationen mit dem Container-Magnetrührwerk (CMRT) gerührt werden, da für unterschiedliche Anforderungen individualisierte Rührorgane zur Verfügung stehen. Ein weiterer Vorteil des CMRTs ist die flexible Antriebseinheit. Unabhängig von den Produkten in den Containern kann durch die lösbare Verbindung (Milchrohrverschraubung) der Motor von einem Container zum nächsten transferiert werden. Das neue Container-Magnetrührwerk eröffnet Produktentwicklern neue Möglichkeiten vor allem im Bereich der «Clean Label»-Produkte, da damit das homogene Abfüllen von Produkten ohne Stabilisatoren und Emulgatoren ermöglicht wird. Generell eignet sich das CMRT zum Mischen von Fruchtgrundstoffen (mit Fruchtstücken), Fruchtpürees, Zubereitungen mit Cerealien oder fetthaltigen Zutaten wie z.B. Nüsse oder Schokolade. Die Behälter sind trotz des eingebauten Rührwerks stapelbar, da die Antriebseinheit abgenommen werden kann. 

Die Vorteile des CMRT nutzt seit einiger Zeit auch das Schweizer Unternehmen Emmi für die Herstellung zahlreicher Milchprodukte – und zeigt sich äusserst zufrieden.


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Durch die Magnetkupplung sind Innen- und Aussenraum hermetisch getrennt.