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Wissenschaft und Forschung: Ausgabe 01-02/2018, 06.02.2018

Das ändert sich bei Version 6.1 des IFS Food Standards

Der IFS überarbeitet derzeit den IFS Food Standards. Ursprünglich war die Veröffentlichung der neuen Version 7 für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Doch dieser Zeitplan hat sich nun geändert: Vor dem Herbst 2018 ist mit der Version 7 nicht zu rechnen. Damit Sie wissen, wie es in den nächsten Monaten weitergeht, haben wir das Wichtigste zusammengefasst.

Autor: Thijs Willaert Director of Marketing & Communication at DQS CFS GmbH

Bilder: Fotolia

Dass der IFS derzeit den IFS Food Standard überarbeitet, dürfte Ihnen schon bekannt sein. Ursprünglich war die Veröffentlichung der neuen Version 7 für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Dieser Zeitplan hat sich nun geändert: Vor Herbst 2018 ist mit der Version 7 nicht zu rechnen. Um sicherzustellen, dass der IFS Food Standard auch in der Zwischenzeit die GFSI-Anforderungen erfüllt, hat der IFS im November 2017 die Version 6.1 veröffentlicht. Welche Änderungen es in der Version 6.1 gibt und wie Sie sich auf die Umstellung vorbereiten können, finden Sie hier zusammengefasst.

Hintergrund der Veröffentlichung der Version 6.1 ist die Angleichung an das im April 2017 erschienene GFSI Guidance Document 7.1. Damit der GFSI weiterhin den IFS Food Standard anerkennt, waren Änderungen bezüglich des Themas Food Fraud notwendig.

Neue Anforderungen Food Fraud.

Die wesentlichen Änderungen in der Version 6.1 befinden sich im neuen Abschnitt 4.21., wo drei neue Anforderungen zum Thema Food Fraud aufgeführt sind:

4.21.1 «Zertifizierte Standorte müssen eine dokumentierte Schwachstellenbewertung (‹Vulnerability Assessment›) für alle Rohmaterialien, Packmittel und ausgelagerte Aktivitäten durchführen, um potentielle Risiken in Bezug auf Austausch, falsche Etikettierung, Fälschung und Betrug zu ermitteln. Die Kriterien für die Schwachstellenbewertung müssen definiert werden.»

4.21.2 «Zertifizierte Standorte müssen einen dokumentierten Plan zur Risikominderung und Bekämpfung von Lebensmittelbetrug vorlegen und umsetzen, der sich auf die Schwachstellenbewertung bezieht. Die Methoden der Kontrolle und Überwachung müssen identifiziert und umgesetzt werden.»

4.21.3 «Die Schwachstellenbewertung muss jährlich überprüft werden. Wenn die Schwachstellenbewertung ein erhöhtes Risiko ergibt, müssen die Kontroll- und Überwachungsverfahren überprüft und entsprechend angepasst werden. Die Methoden zur Kontrolle und Überwachung müssen wenn notwendig angepasst werden.»

Zeitplan & Termine.

Der IFS veröffentlichte die Version 6.1 im November 2017. In Kraft tritt die neue Version dann allerdings erst am 1. Juli 2018.

Wie geht es weiter mit der Version 7?

Den letzten Angaben des IFS zufolge, wird die neue Version des IFS Food Standards im Herbst 2018 erscheinen. Hauptziel der Revision ist es, den Standard einfacher, klarer und präziser zu machen. In Kraft tritt die Version 7 erst nach einer Übergangszeit von sechs Monaten. Wird der Zeitplan eingehalten, finden demnach die ersten Zertifizierungsaudits nach der Version 7 ab dem Frühjahr 2019 statt.

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