Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 03/2018, 06.03.2018

Appenzeller Alpenbitter setzt auf Software aus einem Guss

Tradition ist für die Appenzeller Alpenbitter AG wichtig: So ist das Rezept für ihren Kräuterlikör seit über 100 Jahren unverändert. Auf neue Rezepte setzt das Familienunternehmen hingegen bei der Softwarelösung.

Der Name ist nur Teil des Programms: Denn die Firma Appenzeller Alpenbitter stellt neben dem berühmten Kräuterlikör auch Gin27, Rahmlikör, Trotzki-Wodka, Edelbrände und andere Spirituosen her. Der Alpenbitter ist aber nach wie vor das wichtigste Produkt des Familienunternehmens. Dass er nach einem Rezept hergestellt wird, das seit über 100 Jahren unverändert ist, zeigt: Für die Appenzeller Produzenten ist Tradition wichtig.

Onlinebestellungen nicht mehr von Hand abtippen

Im IT-Bereich setzt die Firma indes seit 2012 auf die Softwarelösungen von Abacus. Was das bedeutet, erklärt Emanuel Steiner, Finanzchef der Appenzeller Alpenbitter: «Am Anfang der Zusammenarbeit mit Abacus haben wir alles umgesetzt, was damals machbar war und gemacht werden musste. Seitdem erweitern wir unser System laufend und passen es an, wo es nötig ist.»

Der bisher letzte Schritt ist die Realisierung des neuen Onlineshops gewesen. Sein Start im Frühling 2017 bedeutete für die Firma, aber auch für die Kunden eine grosse Veränderung: Händler, Gastronomen und Private konnten die Spirituosen aus dem Appenzell zwar schon vorher via Internet bestellen, aber die von aussen einsehbare Seite bestand lediglich aus einer Eingabemaske. «Die eigentliche Bestellabwicklung jedoch musste von uns händisch getätigt werden», berichtet Steiner.

Knacknuss gemischter Warenkorb

Nun ist der Onlineshop direkt mit dem Abacus ERP verknüpft, über das Appenzeller Alpenbitter alle Aufträge bearbeitet, ihre Produktionen plant und die Finanzen organisiert. Bei der Umsetzung der Lösung wartete eine besondere Knacknuss auf die Abacus-Entwickler: Die Verantwortlichen wollten nämlich, dass man bei einer Bestellung sowohl Produkte der Appenzeller Alpenbitter als auch gleichzeitig solche ihrer Schwesterfirmen bestellen kann wie zum Beispiel eine Flasche Alpenbitter zusammen mit Wein von Zafferana und Tee von Crowning’s. Die drei Firmen sind zwar am gleichen Ort domiziliert, aber organisatorisch voneinander getrennt.

«Früher brauchte es für eine solche Bestellung drei separate Aufträge», erinnert sich Steiner und berichtet weiter: «Heute – das war auch für Abacus eine Premiere – funktioniert der gemischte Warenkorb. Im Hintergrund wird die Bestellung auf die drei Firmen aufgeteilt.» Urs Räss, Leiter Verkaufsinnendienst von Appenzeller Alpenbitter, nennt einen weiteren Vorteil des neuen Onlineshop und der Einbindung ins übrige Abacus-System: «Im Gegensatz zu früher müssen wir die Produktdaten wie Artikelbezeichnungen und -beschriebe sowie Preise nur noch einmal eingeben, danach können wir auch alles jederzeit schnell selbst anpassen, sodass es uns sehr wenig kostet.»

Direkter Datenaustausch mit den Kunden

«Dass alle Software, die wir einsetzen, aus einem Guss kommt und vernetzt ist, das ist für uns sehr wichtig», erklärt Steiner und präzisiert: «Wir wollen weder unterschiedliche Systeme und Schnittstellen noch Daten doppelt eingeben. Auch der direkte Datenaustausch zu Kunden oder unseren Spediteuren wird immer wichtiger. Wenn wir dabei nicht mitziehen, werden wir rasch ins Hintertreffen geraten.»

Dass sowohl Abacus als auch der Implementationspartner Advice in der Ostschweiz lokalisiert seien, passe zur Strategie und Ausrichtung von Appenzeller Alpenbitter und mache vieles einfacher, meint Räss, wie etwa wenn schnelle Hilfe nötig sei. So würden sie einen sehr guten Service auch an Wochenenden erhalten. Er erinnert sich sogar an eine Dienstleistung an einem Silvester, als es ihm und seinem Team nicht gelang, die Alkoholbuchhaltung abzuschliessen und alle nur möglichst bald nach Hause wollten.

Nächste Schritte mit Abacus

Mit Abacus und Advice wollen die Appenzeller weitermachen. Denn mit beiden sind die Verantwortlichen von Appenzeller Alpenbitter zufrieden. «Der Vertriebspartner ist schliesslich mindestens so wichtig wie die Software», sagt Steiner.

Dieses Jahr planen sie, die Zeiterfassung ins bestehende System zu integrieren. Zudem wird eine weitere Neuerung auf die Aussendienstmitarbeiter zukommen: Bald können sie unterwegs nicht nur Bestellungen elektronisch aufgeben, sondern auch ihre Spesen erfassen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch die Administration für die kostenlosen Betriebsbesichtigungen direkt ins Abacus-System eingebaut werden: Denn jedes Jahr kommen 900 Besuchergruppen nach Appenzell, um vor Ort mehr über den Appenzeller Alpenbitter und seine 42 Kräuter zu erfahren. Das will gut organisiert sein. Und auch wenn sich administrativ vieles in der Firma ändert; das Rezept des Alpenbitters bleibt seit über 100 Jahren unverändert gleich.

Implementationspartner: Advice Informatik AG www.advice.ch Softwarehersteller: Abacus Research AG www.abacus.ch Appenzeller Alpenbitter AG www.appenzeller.com



Der integrierte AbaShop in der Abacus-ERP-Software macht die Nutzung des Onlineverkaufskanals einfach. (Bild: Abacus)


Shopinformationen wie Artikelbeschreibungen, Preise, Bilder werden in der ERP-Software aktuell gehalten.

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