Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 04/2018, 02.04.2018

Tagung: «Antibiotikarückstände und resistente Bakterien in Lebensmitteln»

Die Schweizerische Gesellschaft für Lebensmittelhygiene (SGLH) und die Schweizerische Gesellschaft für Lebensmittelchemie (Swiss Society for Food Chemistry, SFC) veranstalten am 14. Juni 2018 eine gemeinsame Tagung an der ETH Zürich zum Thema «Antibiotikarückstände und resistente Bakterien in Lebensmitteln».

Zum Thema: Als 2016 eine UN-Generalversammlung zu antimikrobiellen Resistenzen einberufen wurde, war es erst das vierte Mal (nach HIV, nicht-übertragbaren Erkrankungen und Ebola), dass ein Gesundheitsthema im höchsten internationalen Forum diskutiert wurde. Die Mitglieder waren sich nicht nur der globalen Brisanz dieses Themas bewusst, sondern waren sich auch einig, dass das stark zunehmende Auftreten resistenter Keime dem Einsatz antimikrobieller Wirkstoffe zuzuschreiben ist - nicht zuletzt auch in der Lebensmittelproduktion, insbesondere in Tierproduktion und Aquakultur. Auch der Globale Aktionsplan der WHO streicht die Relevanz von Lebensmitteln als mögliche Vehikel in der Übertragung resistenter Bakterien heraus. SGLH und SFC werden an dieser Tagung einen Überblick über die aktuelle Situation, Herausforderungen und Lösungsansätze im Bereich Antibiotikarückstände und resistenten Bakterien in Lebensmitteln liefern.

Referierende und Referate: Eine internationale Perspektive wird hierbei von Hauptreferent Prof. Jan Kluytmans (Universität Utrecht) aufgezeigt, einem Experten auf dem Gebiet. Hierauf gewährt Dr. Christoph Jans (ETH Zürich) Einblicke in Bezug auf die Exposition der Schweizer Konsumenten, bevor Dr. Didier Ortelli (Service de la Consommation et des Affaires Vétérinaires SCAV, Genève) die Hörer auf den neuesten Wissensstand zum Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin in Schweiz und EU bringt. Im anschliessenden Themenblock rücken Dr. Michel Pieren (BioVersys AG, Basel), Anton Kaufmann (Kantonales Labor Zürich) und Dr. Vincent Chabottaux (Unisensor, Belgien) Herausforderungen und neue technologische Ansätze in Bezug auf Nachweis, Resistenzmechanismen und neue Wirkstoffe ins Zentrum. Danach werden Dr. Alexandra Fetsch (Bundesinstitut für Risikobewertung, Bfr Berlin), Dr. Katrin Zurfluh (Universität Zürich) und Dr. David Drissner (Agroscope) die Hörer auf den neuesten Stand in Bezug auf MRSA und ESBL-produzierende Escherichia coli in Lebensmitteln bringen. Abschliessend werden wir in zukünftige Entwicklungen und Strategien eingeführt: Prof. Petra Dittrich (ETH Zürich) und Dr. Thomas Bessaire (Nestlé Research Center, Lausanne) stellen neue Nachweisverfahren vor und PD Dagmar Heim erlaubt einen Einblick in die Nationale Strategie Antibiotika Resistenzen (StAR).

Die Tagung findet im Audimax der ETH Zürich statt und ist für SGLH- und SFC-Mitglieder kostenlos. Nichtmitglieder entrichten im Tagungsbüro einen Unkostenbeitrag von CHF 250.-

www.sglh.ch www.swissfoodchem.ch