Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 12/2019, 31.01.2020

Bitteres Ende für süsse Zusammenarbeit

Autor: Simon Gröflin

Nach zehn Jahren hat die Swiss die Partnerschaft mit dem Glarner Chocolatier Läderach beendet. Grund sind laut dem «Beobachter» die negativen Berichterstattungen. Die Swiss hatte demnach Bedenken wegen der Negativschlagzeilen. Dies, da der Chocolatier sich laut Berichten der Tagesmedien aktiv gegen Homosexuelle ausspricht und auch gegen Abtreibungen demonstriert. Öffentlich nimmt die Swiss keine Stellung. Bestätigt hat die Airline jedoch, dass man wegen der Medienberichte auch Rückmeldungen von Kunden und Mitarbeitenden erhalten habe.

Der Chocolatier hat jüngst bei einer Demonstration vor einem Zuger Ladengeschäft Stellung bezogen. Gegenüber der Regionalzeitung «Zentraplus» sagte Läderach auf Anfrage, man diskrimiere Homosexuelle auf keinen Fall und rufe auch nicht zu Hass auf. Bei Läderach bedauert man die Beendigung der Zusammenarbeit und wiederholt sein Statement gegenüber dem «Beobachter»: Man habe eine Nulltoleranz, was Diskriminierung betreffe. Der Betrieb sei weder finanziell noch sonst in einer Art politisch oder religiös engagiert, so Läderach. 

Bei der Swiss erhielten Kunden der Airline zuletzt als Zeichen der Aufmerksamkeit ein kleines Praliné-Böxchen von Läderach. 



Nach zehn Jahren beendet Swiss die Zusammenarbeit mit dem Chocolatier Läderach. (Bild: Läderach)