Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 3/2019, 29.03.2019

Coca-Cola-Streik in Berlin

Autor: Simon Gröflin

Gewerkschaften haben Coca-Cola-Mitarbeitende am Mittwoch zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Nahrungs-Genuss-Gaststätten (NGG). Gestreikt wird an den Produktions- und Vertriebsstandorten in Berlin, Brandenburg und Genshagen, und Mecklenburg-Vorpommern, Halle und Weimar.

«Wenn Coca-Cola in der nächsten Verhandlung nicht zu Besinnung kommt, erklären wir die Verhandlungen für gescheitert. Dann führen wir umgehend deutschlandweit Urabstimmungen durch und es folgen unbefristete Streiks», lässt sich Freddy Adjan, der Vorsitzende der Gewerkschaft, im Communiqué zitieren. 

Die Kundgebung in Berlin sei «erst der Anfang» und «der Startschuss für Warnstreiks an allen deutschen Coca-Cola-Standorten», so Freddy Adjan. Ein weiteres Datum wurde jedoch noch nicht genannt.

Coca-Cola zufolge treffe der Streik vor allem die Grosshändler und Restaurants, wie sich eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur DPA zitieren lässt. 

Aus der Mitteilung der Gewerkschaft:

Nachdem auch die dritte Verhandlung über einen neuen Entgelttarifvertrag für die 7500 Beschäftigten der Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP) ergebnislos war, hat die Gewerkschaft NGG zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen.

Die Beschäftigten der Standorte Ludwigsfelde/Genshagen, Ziesendorf (Landkreis Rostock), Halle, Weimar und Berlin sind heute, Mittwoch, 27. März 2019, ab 5.00 Uhr, in einen eintägigen Warnstreik getreten und zur Kundgebung vor der Zentrale der CCEP Deutschland in Berlin gereist, um dort ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

Die Gewerkschaft NGG fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 180 Euro monatlich und der Vergütungen für die Auszubildenden um 100 Euro.



Gewerkschafter haben Coca-Cola-Mitarbeitende in Ostdeutschland zu einem ganztägigen Warnstreik aufgefordert. (Bild:pexels.com/Steph Munden)