Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 5/2019, 05.06.2019

Streik in grösster Nutella-Fabrik

Autor: Simon Gröflin

Ferreros weltweit grösste Nutella-Fabrik in Villers-Ecalles in der Normandie ist seit einer Woche praktisch zum Erliegen gekommen. Das Werk ist für rund einen Viertel der gesamten Nutella-Produktion zuständig. Laut der Nachrichtenagentur dpa, die sich auf die Gewerkschaft Force Ouvriere beruft, blockieren seit vergangenen Dienstag 160 der 350 Beschäftigten die Ein- und Ausfahrt mit ihren LKWs. Seit dem 29. Mai hätten keine Lastwagen oder Lieferwagen mehr den Streikposten verlassen.

Die Streikenden verlangten laut eines Berichts eines Paris-Korrespondenten eine Lohnverbesserung von 4,5 Prozent, eine Bezahlung der Nachtarbeit und eine Kaufkraftprämie von 900 Euro pro Mitarbeiter. Die Geschäftsleitung lehte dies ab und bot 40 Euro pro Monat, was lediglich einer Lohnaufbesserung von 0,4 Prozent ensprochen hätte. Seit dem Montagmorgen hat sich die Lage zugespitzt.  

Seit sechs Tagen habe man laut Ferrero versucht, Gespräche zu führen. Der italienische Brotaufstrich-Hersteller gab an, Streikenden, die den Eingang blockieren würden, per Gerichtsbeschluss Zwangsgelder aufzuerlegen. Mittlerweile sei auch die Produktion des Schokoriegels Kinder Bueno eingestellt worden. Von den vier Linien für den Brotaufstrich Nutella seien noch 20 Prozent der Gesamtkapazität in Betrieb. 



Geht Nutella der Brotaufstrich aus? Anlass zur Sorge gibt ein Streik in dem weltgrössten Werk des Haselnuss-Schoggi-Aufstrichs. (Bild: Ferrero)